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Förderung für das Studium

Zum Wintersemester 2021/2022 vergibt die Fachhochschule Wedel erneut Deutschlandstipendien an Studienanfänger und jetzige Studierende der Hochschule. Stipendiaten dieses Programms erhalten eine Förderung von 300 Euro monatlich. Die Kosten teilen sich der Bund und private Förderer, im Fall der FH Wedel die Werner Petersen-Stiftung und der Wedeler Hochschulbund e. V. Ziel der Initiative Deutschlandstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist es, Studieninteressenten die Entscheidung für eine anspruchsvolle Ausbildung zu erleichtern. Die Fachhochschule Wedel hat sich 2018 dieser Initiative angeschlossen und vergibt zu jedem Semesterstart Stipendien. Im kommenden Wintersemester werden voraussichtlich fünf Deutschlandstipendien vergeben. Mit dem Deutschlandstipendium ins Wintersemester Wer im Herbst 2021 ein Bachelor- oder Master-Studium in einem der Studiengänge der Informatik, den Ingenieur- oder Wirtschaftswissenschaften an der FH Wedel starten möchte oder bereits dort studiert, kann sich bis zum 12. September für das Stipendium bewerben. Neben guten Leistungen in der Schule oder im Studium ist auch gesellschaftliches Engagement für den Erfolg einer Bewerbung entscheidend. Zahlreiche Menschen leisten schon in jungen Jahren Herausragendes in Ausbildung, Familie und Gesellschaft und überzeugen durch ihre Bereitschaft, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Ein solches Engagement wird bei der Stipendienvergabe positiv bewertet. Alle Informationen zum Bewerbungsprozess und der Förderung befinden sich auf der Seite zum Deutschlandstipendium.

Mit Stipendium zum Master-Abschluss

Für das Wintersemester 2021/22 vergibt die Fachhochschule Wedel gemeinsam mit den Kooperationspartnern BIT-SERV, Hapag-Lloyd und OTTO acht Stipendien. Bacheloranden sowie Absolventinnen und Absolventen eines Bachelor-Studiums mit dem Wunsch, zum kommenden Wintersemester ein Master-Studium an der FH Wedel zu beginnen, können sich bis zum 31. August um die Stipendien bewerben. In sechs der acht Master-Studiengängen der Fachhochschule Wedel wird das Stipendienprogramm angeboten. Nach dem Start des Partnerstipendiums Master im Sommersemester 2019 mit dem Kooperationspartner OTTO wird das Programm zum Wintersemester 2021/22 erweitert und durch den IT-Dienstleister BIT-SERV und die Linienreederei Hapag-Lloyd gestärkt. Über die Master-Studiengänge E-Commerce und Informatik hinaus sind ab Herbst auch Stipendienplätze in den Studiengängen Data Science & Artificial Intelligence, IT-Engineering, IT-Sicherheit sowie Wirtschaftsinformatik / IT-Management verfügbar. Bewerben bis Ende August Alle Interessenten für einen der sechs Master-Studiengänge, die bereits ihr Bachelor-Studium abgeschlossen haben oder im laufenden Sommersemester erfolgreich abschließen werden und im Oktober 2021 das Master-Studium an der FH Wedel starten möchten, können sich noch bis zum 31. August für einen der acht Studienplätze mit Stipendium bewerben. „Einige unterschätzen ihr Potenzial und sehen von einer Bewerbung ab. Die Chance, ein Stipendium zu erhalten, ist viel größer als von Vielen vermutet“, sagt Gerit Kaleck, Koordinatorin der Stipendienprogramme der FH Wedel ermunternd. Sie weiß: „Das Partnerstipendium ist für die Master-Studierenden eine wertvolle Unterstützung. Neben der finanziellen Absicherung erhalten die Stipendiaten wegweisende Praxiserfahrungen. Sie können Kontakte in die Berufswelt knüpfen und sich vernetzen.“ Ziel des Stipendienprogramms ist es, engagierte Studierende finanziell zu fördern und ihnen berufliche Perspektiven aufzuzeigen. In einer Praxisphase werden die Stipendiaten studienbegleitend im Unternehmen tätig. Die Ausgestaltung der Praxisphase ist je nach Kooperationspartner individuell. Die Förderung der Stipendiaten beginnt ab dem ersten Semester und hat eine Dauer von bis zu maximal vier Semestern. Die Unternehmen übernehmen für diese Zeit die Studiengebühren. Die Praxisphase wird zudem vergütet. Bewerbungen für das Stipendienprogramm erfolgen per E-Mail an Frau Kaleck und erfordern unter anderem ein Motivationsschreiben und eine Kopie des Bachelor-Zeugnisses oder einen adäquaten Leistungsnachweis der aktuellen Hochschule. Die Details zum Stipendienprogramm und dem Bewerbungsablauf befinden sich auf der Webseite Partnerstipendium Master.

Knee deep in content and data

Bereits zum dritten Mal fand in den letzten Monaten das Prototyping Lab von nextMedia.Hamburg statt. Das Prototyping Lab bringt experimentierfreudige Unternehmen mit Studierenden an Hochschulen in der Metropolregion Hamburg zusammen und lässt sie gemeinsam belastbare Prototypen entwickeln. Ab April arbeiteten fünf Hochschulen, 20 Studierende und vier Unternehmen an Lösungen zur Fragestellung, wie innovative Technologien die Zukunft der Medien und explizit Künstliche Intelligenz Prozesse und Produkte der Contentbranche verändern können. In interdisziplinären Teams stellten sich die Studierenden den Challenges der beteiligten Unternehmen. Eine Challenge stammte von dem Medienunternehmen Der Spiegel: Knee Deep in Content und Data – Neue inhaltliche Dimensionen und Produkte durch Metadaten-Analyse. Eine tolle Herausforderung, fanden die zwei Bachelor-Studenten der Fachhochschule Wedel Nick Seidel und Patrik Simms. Nick studiert im fünften Semester Wirtschaftsinformatik und Patrik im siebten Semester Medieninformatik. Hier berichten sie von ihren Eindrücken zum Prototyping Lab. Ihr seid beide passionierte Entwickler und Teamplayer. Was war euer erster Gedanke, als euch eure Challenge präsentiert wurde? Nick: Es hat mich gefreut, mit einem der größten Nachrichtenmagazine Deutschlands zusammenarbeiten zu können. An der Challenge, neue inhaltliche Dimensionen und Produkte mittels Metadaten-Analyse zu erschließen, finde ich sehr spannend, dass man riesige Datenmengen verstehen, analysieren und in Relation bringen muss. Patrik: Für mich schien diese Challenge das meiste Potenzial zu haben, und ich denke, dass man dort am besten einen Prototypen entwickeln kann, der zu einem coolen Produkt wird. Was habt ihr euch von eurer Mitarbeit in der Challenge versprochen? Patrik: Da für mich das Produkt und die User Experience immer an erster Stelle stehen, möchte ich an Projekten mitwirken, die genau dies verbessern. Ich bin davon überzeugt, dass die Prototypen, die hier entwickelt werden, genau dies zum Ziel haben. Außerdem wollte ich einen Einstieg in das Thema Künstliche Intelligenz haben, um mehr über die mögliche Verwendung lernen zu können. Nick: Ich wollte gerne meine Kenntnisse zum Thema Machine Learning erweitern. Und mir gefiel der Gedanke, mit anderen Universitätskollegen aus ganz Hamburg zusammenzuarbeiten. Inwieweit kann eine KI bei der Produktentwicklung helfen? Patrik: KI kann grundsätzlich bestimmte Probleme deutlich schneller lösen als der Mensch. Nick: Genau, KI kann überall dort unterstützen, wo eine gleichartige und sich immer wiederholende Arbeit durchgeführt wird. In unserer Challenge sollten wir zu jedem Spiegel-Artikel alle darin erwähnten Entitäten extrahieren, also eindeutig identifizierbare Größen wie Personen, Unternehmen oder Orte. Ein Mitarbeiter würde Jahre daran sitzen, diese Entitäten manuell aus Millionen Spiegel-Artikeln zu extrahieren. Im ersten Stepp brauchte unser Prototyp zur Analyse von 30.000 Artikeln circa 30 Minuten. Wie sehr seid ihr in eurem Projekt in die Welt von Der Spiegel eingetaucht? Nick: Da wir uns eingehend mit den Metadaten der einzelnen Artikel befasst haben, sind wir sehr tief in die Welt vom Spiegel eingetaucht. Es war auch sehr interessant zu erfahren, welche Datenpunkte ein einzelner Spiegel-Artikel in sich trägt. Patrik: Exakt, zumindest in diesem Bereich sind wir sehr tief eingetaucht. Wir haben dabei viel über die Struktur der Artikel gelernt und die bereits existierenden Tools, die mit den Daten andere Dinge machen. Hattet ihr unterschiedliche Aufgaben oder habt ihr als Entwickler zusammengearbeitet? Patrik: Zu Beginn waren wir sehr stark im Austausch und haben gemeinsam an Problemen gearbeitet. Aber wir haben uns auch gut ergänzt: Während Nick bereits früher einige Erfahrungen im Bereich KI sammeln konnte, konnte ich meine Erfahrung aus der Web-Entwicklung einbringen. Wie habt ihr das Teamwork mit den Studierenden der anderen Hochschulen empfunden? Nick: Die Teamarbeit funktionierte super. Jeder arbeitete zuverlässig in seiner zugeteilten Rolle. Man lernte neue Techniken und Vorgehensweisen, die an anderen Hochschulen gelehrt werden. Zudem war es eine sehr gute Chance zum Netzwerken mit den Studierenden, Mentoren, Spiegel-Mitarbeitern und KI-Experten. Inwiefern könntet ihr das Wissen aus eurem Studium gut in die Challenge einbringen? Half euch eventuell auch Praxiserfahrung weiter, wenn ja welche? Nick: Im aktuellen KI-Projekt mussten wir bestimmte Programmabschnitte mit der Programmiersprache Python umsetzen, welche uns beiden fremd war. Aufgrund sehr guter, praktischer Programmiererfahrung und Grundlagen der Theoretischen Informatik fällt es uns generell aber leichter, neue Programmiersprachen zu verstehen und anzuwenden. Aus einer Werksstudententätigkeit bei XING konnte ich zudem gute Kenntnisse in agiler Produktentwicklung und der Programmierung beitragen. Patrik: Da ich seit langer Zeit parallel zum Studium als Werkstudent arbeite, konnte ich viel von dort mit einbringen, sowohl aus der Produktkonzeption als auch der eigentlichen Entwicklung. Das Prototyping Lab von nextMedia.Hamburg im Überblick

Finanzielle Studienstarthilfe

Ab dem Wintersemester 2021/22 können angehende Studierende eine neue Studienstarthilfe des Landes Schleswig-Holstein in Höhe von 800 Euro in Anspruch nehmen. So sollen für Studienanfängerinnen und Studienanfänger aus Familien, die staatliche Leistungen beziehen, Hürden für den Weg ins Studium abgebaut werden. Denn gerade zu Beginn des Studiums fallen hohe Kosten beispielsweise für die technische Ausstattung an. Dass der Studienstart mit erheblichen finanziellen Belastungen verbunden ist, war auch ein Ergebnis der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks. „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein die Studienstarthilfe auf die Beine zu stellen“, berichtet Nana Wendt, Sozialberaterin beim Studentenwerk SH. „Damit kann insbesondere Studieninteressierten aus Elternhäusern mit geringem Einkommen die Aufnahme eines Studiums ermöglicht werden.“ Das Studentenwerk SH ist für die Bearbeitung und Auszahlung der Studienstarthilfe an Erstsemester an den Hochschulen Schleswig-Holsteins zuständig. Die Studienstarthilfe beträgt einmalig 800 Euro und wird als nicht rückzahlbare Leistung gewährt. Sie dient damit der Kostendeckung von Sonderaufwendungen, die im Rahmen der Studienaufnahme entstehen. Einen Antrag auf Studienstarthilfe können Studieninteressierte stellen, die das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die die erstmalige Immatrikulation an einer Hochschule in Schleswig-Holstein anstreben. Die Antragstellung ist ab dem 1. August 2021 möglich. Der Antrag wird in den Beratungsstellen des Studentenwerks SH unmittelbar nach Zulassung und vor der Einschreibung gestellt. Der Termin zur Antragstellung kann zusätzlich mit einem Beratungsgespräch zur Studienfinanzierung kombiniert werden. Für die Antragstellung ist ein Nachweis über den Bezug von Sozialleistungen erforderlich. Alle Details zur Antragstellung sowie der Download des Antragsformulars befinden sich auf der Seite des Studentenwerks SH. Foto: Timo Wilke/Studentenwerk SH

BridgeYourIdea & BridgeYourCareer

Ein voller Erfolg waren die beiden kostenlosen Mentoring-Programme der Gründungs- und Innovationsplattform Startup Bridge im Sommersemester 2021. Mit „BridgeYourCareer“ entwickelten die teilnehmenden Studierenden berufliche Perspektiven und erweiterten das eigene Wissen sowie Fähigkeiten insbesondere in den Bereichen Unternehmerisches Denken und Handeln. „BridgeYourIdea“ ermöglichte die semesterbegleitende Arbeit und Weiterentwicklung einer eigenen Geschäftsidee anhand von Praxisbeispielen. Dabei standen den Studierenden neun Mentoren aus dem externen Netzwerk der Startup Bridge zur Seite, überwiegend Gründeralumni der Fachhochschule Wedel. Diese halfen, wertvolle Kontakte zu knüpfen. Zwölf Plätze hatte das Team der Startup Bridge zu Beginn des Semesters zu vergeben. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden schließlich 15 Studierende u.a. aus den Studiengängen BWL, IT-Ingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen, E-Commerce und Smart Technology betreut, davon zehn mit und fünf Teilnehmende ohne Geschäftsidee. Die Studierenden konnten die Programme als extracurriculares Angebot (ohne ECTS-Punkte) oder als intracurriculares Angebot (mit ECTS-Punkten) absolvieren. Los ging es im Mai mit dem Kick-off in Form einer Netzwerkveranstaltung, in der sich alle Teilnehmenden kennenlernten. Hier wurden bereits die ersten Geschäftsideen im Programm BridgeYourIdea präsentiert. Die Studierenden gaben sich gegenseitig Feedback und Tipps. Im Anschluss fanden verschiedene Schulungen statt zu den Themen Leadership-Skills, Entwicklung von Prototypen, Finanzierung sowie Teammanagement und -findung. An durchschnittlich vier individuellen Terminen im Juni gaben die Mentoren den Teilnehmenden in zielorientierten Gesprächen Tipps für ihre berufliche Orientierung bzw. für eine erfolgreiche Gründung mit auf den Weg. Am 1. Juli gingen die Programme mit einer abschließenden Netzwerkveranstaltung zu Ende. Diese letzte Runde hat den Fokus auf die Selbst- und Gruppenreflexionen in Bezug auf die größten Lernerfolge gelegt, die die Teilnahmenden auf der gemeinsamen Reise mit der Startup Bridge, den Mentoren und den anderen Mentees erlebten.  Stimmen der Mentees Besonders positiv bewerteten die Studierenden den aktiven, unkomplizierten und interessanten Austausch untereinander sowie die hohe Motivation aller Teilnehmenden. Marcus Landwehr (Bachelor Betriebswirtschaftslehre) sieht die Startup Bridge nach der Teilnahme am BridgeYourIdea-Programm als guten Ort zum Vernetzen und Austauschen. Auch Philipp Haida von der Universität Hamburg, der im Team mit zwei anderen Studierenden, davon einer von der FH Wedel, zusammenarbeitete, zieht ein positives Fazit: “Das Mentoring-Programm und die Veranstaltungen der Startup Bridge haben mir einen umfassenden und hilfreichen ersten Einblick zur Gründung eines Startups gegeben. Zudem konnte ich mich direkt mit anderen jungen Gründern, welche bereits erfolgreich ein Unternehmen aufgebaut haben, austauschen und ganz real über Erfolge/Misserfolge sprechen. Ich empfehle das Programm jedem Gründungsinteressierten, aber auch jedem, der gerne über den Tellerrand hinweg schaut und offen für neue/andere Wege ist.” Laura Schnell (Master Betriebswirtschaftlehre) sagt: „Das Programm ist eine tolle Möglichkeit, um die ersten Schritte Richtung Selbstständigkeit zu gehen. Mit Hilfe der Schulungen, der Mentoren und Studierenden hat man die Möglichkeit den Blick zu erweitern und frühzeitig Fehler zu vermeiden.“ Stimmen der Mentoren „Dieses Programm schafft eine Verbindung zu den Studierenden, was immer wieder sehr spannend und lehrreich ist. Sie kommen mit tollen Ideen und teils großen Träumen. Es ist ein tolles Gefühl, sie dabei unterstützen zu können, diese zu verwirklichen, und wenn nur durch einfache Impulse und Denkanstöße.“ – Arne Reuter, addisca Training GmbH „So viele hochmotivierte Studenten zu sehen, die schnellstmöglich etwas Eigenes aufbauen möchten, ist eine fantastische Entwicklung. Zu sehen, dass die Mentees mit Feuer und Flamme dabei sind und hohen Wissensdurst mitbringen, erfüllt einen als Mentor mit Freude. Keep on Rockin'!“ – Arvid Zöllner, zoellner.one Commerce GmbH Motivierte Gründungswillige beim Ausloten ihrer Idee als Sparringspartner zu begleiten und ihnen mit eigenen Erfahrungen zur Seite zu stehen macht Spaß und ist ein wichtiger Know-how-Transfer aus der Praxis in den Lehrbetrieb.“ – Alfonso von Wunschheim, FutureVents Early Stage „Beim Mentoring-Programm der Startup Bridge kann man gut vertrauliche Fragen und Erfahrungen austauschen, welche man nicht unbedingt vor einem größeren Publikum diskutieren würde.“ – Jan Andresen, Serial Tech Entrepreneur

Smart City & Urban Tech

Hamburg nachhaltiger gestalten – das war die Herausforderung, der sich 37 Studierende von sechs Hochschulen ein ganzes Semester im Rahmen der Cross Innovation Class widmeten. Zum diesjährigen Thema „Smart City & Urban Tech“ entwickelten die Teilnehmenden hochschulübergreifend sechs smarte Prototypen in Workshops entlang eines Design-Thinking-Prozesses. In Kooperation mit sechs Praxispartnern beschäftigten sich die Studierenden dabei mit marktrelevanten Problemstellungen. Die Cross Innovation Class wurde 2018 von Prof. Ulrich Hoffmann von der Fachhochschule Wedel gemeinsam mit der Hamburg Kreativ Gesellschaft ins Leben gerufen und fand nun bereits zum dritten Mal statt. „Die Cross Innovation Class ist ein tolles Projekt, in dem unsere Studierenden zukunftsweisende Unternehmen kennenlernen und mit Studierenden anderer Hochschulen interdisziplinär zusammenarbeiten können“, erklärte Hoffmann. Gestartet ist die diesjährige Cross Innovation Class mit dem Kick-off und der Feldforschung im April. Im Mai folgte die Ausarbeitung der Prototypen, die im Juni getestet und am 1. Juli schließlich auf der Abschlussveranstaltung vor Publikum präsentiert wurden. Während des Semesters fanden regelmäßig Workshops mit der Hamburg Kreativ Gesellschaft und den Partnerunternehmen statt, in denen verschiedene Expertinnen und Experten den Studierenden Impulse zu Themen wie Prototyping und Projektmanagement mit auf den Weg gaben. Ein Pitch-Training bereitete die Teams auf die Abschlusspräsentation vor. Alle Events mussten Corona-bedingt digital stattfinden. Interdisziplinäre Teams für geballtes Wissen Von der FH Wedel waren in diesem Jahr elf Studierende aus den Studiengängen Wirtschaftsinformatik, Informatik, Medieninformatik und Smart Technology am Projekt beteiligt. Außerdem vertreten waren Studierende der Studiengänge Stadtplanung (HafenCity Universität Hamburg), Logistik und Mobilität (Technische Universität Hamburg), Digital Reality (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg), Kulturinformatik (Leuphana Universität Lüneburg) und Produktdesign (AMD Akademie Mode & Design Hamburg). Die Studierenden erarbeiteten die Lösungsvorschläge für reale Smart-City-Fragestellungen, um die Zukunft der Stadt Hamburg aktiv mitzugestalten. Die jeweiligen Herausforderungen für die Mobilität von Morgen wurden von den Praxispartnern im Vorfeld formuliert. Mit dabei waren in diesem Jahr der Fahrradhersteller Bergamont, das Immobilienunternehmen Becken, das Unternehmen für Datenvisualisierung Esri, das Logistikunternehmen Kühne + Nagel, das Mobilitätslabor Hamburg und der Halbleiterhersteller NXP  mit dem Fahrradhersteller Riese und Müller. Abschlusspräsentation vor Publikum Am 1. Juli war es soweit: Die Teams präsentierten ihre Prototypen, die mit viel Herzblut innerhalb eines Semesters entstanden waren. Bei der virtuellen Abschlussveranstaltung schauten nicht nur Vertreterinnen und Vertreter der Partnerunternehmen zu, sondern auch rund 100 andere Interessierte. Die Pitches überzeugten auf ganzer Linie und es gab reichlich Lob von allen Praxispartnern. Im Anschluss an die Präsentationen wurde ein Gewinnerteam von einer Jury gekürt, die sich aus Vertretern der teilnehmenden Hochschulen und der Partnerunternehmen zusammensetzte. Gegen die anderen Teams durchsetzen konnte sich das Team Esri. Die Studierenden nahmen sich dem Problem von Fahrradwegen in schlechtem Zustand an und entwickelten eine Feedbackbox. Diese kann von der Radfahrerin oder vom Radfahrer während der Fahrt bedient werden und sammelt über verschiedene Sensoren Daten über die Zustände der Radwege. Diese werden per Bluetooth an Esri geschickt und dort visualisiert. So kann das Radverkehrsnetz gezielt verbessert werden. Die Jury lobte den hohen Innovationsgrad der Feedbackbox durch die Kombination von objektiver Messung und subjektiver Bewertung. Dies generiere einen sehr schnellen Nutzen für die Hamburger Verkehrsplanung. Der Publikumspreis für den besten Prototyp ging nach einer Abstimmung über Mentimeter an das Team Becken, die ein Feedbacksystem zur Verbesserung von nachhaltigem Verhalten in Büroräumen entwickelt haben.

Optimierte Luftreinigungsgeräte

Saubere Luft in Innenräumen ist seit Beginn der Corona-Pandemie gefragter denn je. Hier setzen Eddie Nordwich und Phillip Formmhold an, damit sich beispielsweise Schulklassen in geschlossenen Räumen aufhalten und nach Bedarf lüften können. Die beiden Bachelor-Studenten der Fachhochschule Wedel entwickeln unter dem Namen „SaLuTech“ technologisch verbesserte Luftreinigungsgeräte, die leicht zu bedienen sowie leistungsstark und kompakt sind. Im März 2020 kam die Corona-Pandemie endgültig in Deutschland an und warf die Frage auf, wie eine gute Luftqualität in geschlossenen Räumen sichergestellt werden kann. Nordwich studiert Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Produktion und Logistik an der FH Wedel, Frommhold Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Dienstleistungsmanagement. Gemeinsam mit ihren Freunden Clemens Michaelis und Zac Sperlich entstand die Idee, Raumluftmessgeräte anzubieten, deren digitale Anzeige auf schlechte Luftqualität aufmerksam macht und die diese mittels fortschrittlicher Technologie verbessern. Wie funktionieren die Luftreinigungsgeräte? Schnell identifizierten die Studenten bei einer Marktanalyse die Probleme bei herkömmlichen Luftreinigungsgeräten: Sie bleiben technologisch oft hinter ihrem Potenzial und sind nicht bedienungsfreundlich. Während die marktführenden Luftreinigungsgeräte von namhaften Herstellern die Raumluft lediglich über ein mehrschichtiges Filtersystem reinigen, verbaut SaLuTech in den Geräten zusätzlich eine Ionisierungsfunktion sowie UV-C-Technologie. Nordwich erklärt die Funktionsweise: „Der Ionisator in unseren Geräten stellt das Gewitter in der Natur dar. Ein Gewitter sorgt für die elektrische Ladung der Luft. Luftpartikel wie Bakterien, Gerüche oder auch Viren werden von den negativen Ionen in der Luft angezogen und bilden sogenannte Cluster. Diese Cluster sind dann schwer genug, um, anders als die frische und saubere Umgebungsluft, zu Boden zu sinken und keine Gefahr mehr für unsere Lungen darzustellen. Die UV-C-Lichtquellen in unseren Produkten sorgen dafür, dass in der Luft befindliche Mikroorganismen wie Bakterien und Viren stark geschädigt und damit unschädlich gegenüber dem menschlichen und tierischen Organismus gemacht werden.“ Eines der Geräte verfügt zusätzlich über eine Luftbefeuchtungsfunktion, um das Atmen in geschlossenen Räumen angenehmer zu gestalten, denn bei Raumlüftern entsteht oft trockene Luft. Neben den technologischen Verbesserungen legte das Team viel Wert auf eine einfache Bedienbarkeit der Geräte. Diese lassen sich über einen Touchscreen steuern. So ist SaLuTech entstanden Zurzeit befindet sich SaLuTech in der Gründungsphase. Der Name setzt sich aus den Abkürzungen der Worte „Saubere“, „Luft“ und „Technik“ sowie dem Gedanken an das italienische Wort „salute“ für Gesundheit zusammen. Nachdem im März 2020 die Idee entstand, folgte im Mai 2020 die Marktanalyse, Teambildung sowie die Ziel- und Finanzierungsplanung. Einen Monat später machte sich das Team auf die Suche nach Produzenten und Lieferanten. Im August erfolgte die Produktion und Einrichtung eines Lagers. Im Dezember 2020 wurde das erste Produkt verkauft. Nun kümmert sich das Team um die Erweiterung der Produktpalette und die Erschließung neuer Absatzwege, beispielsweise über staatliche Ausschreibungen. Außerdem wird das Design der Luftreinigungsgeräte optimiert. Nordwich kümmert sich um die Produktentwicklung, Marktanalyse und den Internetauftritt. Frommhold ist für den Import, die Kommunikation mit Handelspartnern wie Produzenten und Lieferanten sowie Rechtliches zuständig. Michaelis und Sperlich arbeiten unter anderem im Vertrieb. Studium erweist sich als gute Basis Das Studium an der FH Wedel bildet eine gute Basis für die Umsetzung der Gründungsidee. „Im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen vermittelt vor allem das Modul Materialtechnik ein Grundverständnis für die Produktherstellung“, sagt Nordwich.   Durch das Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Fokus auf Dienstleistungsmanagement verfügt Frommhold über ein sehr gutes Verständnis für die Projektfinanzierung, -planung und -durchführung sowie für die Positionierung der Marke Salutech. Das in der Hochschule vermittelte Wissen konnten die beiden häufig im Gründungsprozess anwenden, wobei sich Module wie Business Planning, Materialtechnik, Investition und Finanzierung und Englisch als besonders hilfreich erwiesen.

IT-Consulting Methoden und Fallstudien

Viel neues Input für Master-Studierende in Wirtschaftsinformatik / IT-Management mit Vertiefung in IT-Consulting: In diesem Sommersemester findet erstmalig die Veranstaltung "IT-Consulting Methoden und Fallstudien" statt und das gleich mit starker, professioneller Unterstützung, denn drei renommierte Partnerunternehmen sind mit an Bord. Die Praxis-Veranstaltung basiert auf einem innovativen Lehrkonzept, in dem die Methoden der Partnerunternehmen BCG Platinion, KPMG  und Unity  sowie deren Beratungsszenarien eine zentrale Rolle spielen. Studiengangsleiter Prof. Gerrit Remané betont die Besonderheit des Moduls: „Die teilnehmenden Studierenden bearbeiten keine Lehrbuchfälle mit Musterlösungen, sondern reale Praxisbeispiele, ähnlich wie die Case Methods an Business Schools. Nur sind hier die beteiligten Akteure live dabei und geben den Studierenden direkt Feedback zu den vorgeschlagenen Lösungen.“ Um die Cases bestmöglich bearbeiten zu können, bekommen die Studierenden zunächst die wichtigsten Methoden vermittelt, die die Beratungen bei ihren Kunden einsetzen. Dazu zählen beispielweise Architektur und Datenmanagement (BCG Platinion), IT Costing und Steuerung (KPMG) sowie innovative Service- und Geschäftsmodellideen (Unity). Anschließend werden diese in Vierer-Gruppen auf reale Fallstudien übertragen, gefolgt von Ergebnispräsentation, Diskussion und direktem Feedback. Positives Feedback von Studierenden Die Studierenden bewerten die Veranstaltung bislang als überaus gelungen. Lars Bennhoff schätzt den Einblick in die „Bandbreite der Themenfelder, die im Arbeitsalltag an einen Berater herangetragen werden sowie Einblicke in neue Branchen und deren Herausforderungen“. Duc Toan Nguyen freut sich besonders über den hohen Praxisbezug sowie den Workshop-Charakter, der einen intensiven Austausch mit den verschiedenen Beratern ermöglicht. Und Tristan Beger möchte durch die Veranstaltung vor allem Methoden und Techniken aus dem Berateralltag kennenlernen und sieht seine Erwartungen bisher „mehr als übertroffen“. Aufgrund der großen Nachfrage an dem neuen Modul wurden neben Studierenden aus dem Master Wirtschaftsinformatik / IT-Management auch eine begrenzte Anzahl weiterer Studierender aus anderen Studiengängen zugelassen. Lasse Schilling (Bachelor IT-Management, Consulting & Auditing) sagt: „Die Veranstaltung ist ein hervorragendes Format: Die Verbindung von Externen, die die Vorlesung mit ihrem Wissen bereichern, und die kooperative Zusammenarbeit in Gruppen mit anderen Studierenden ist genau das, was die FH Wedel auszeichnet.“ Luisa Voller (Master BWL) freut sich, dass sie neben den lehrreichen Inhalten der Unternehmen auch viel von ihren Gruppenmitgliedern mitnehmen kann. Und Max Uhlig (Master BWL) ist der Meinung, dass die Veranstaltung dabei hilft herauszufinden, ob IT-Consulting die passende Branche für die Karriere ist. Das Konzept der Veranstaltung ist in enger Abstimmung mit den drei Unternehmen entstanden, um sicherzustellen, dass die wichtigsten Methoden abgedeckt werden. Theresa Klingebiel führte die ersten beiden Slots gemeinsam mit weiteren Kollegen von Unity durch. Im Anschluss lobte sie die sehr durchdachten Ergebnisse und resümiert: „Insgesamt eine tolle Gruppe engagierter, smarter Leute, die sicher große Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben werden.“ Jens Gremlowski von KPMG freut sich schon auf seine Vorträge: „Ein solch interaktives Lehrformat unterstützt die Studierenden gezielt in ihrer praktischen Ausbildung und ermöglicht interessante Einblicke in die Berufswelt eines Beraters. Wir freuen uns sehr, engagierte Studierende, die an aktuellen Themen mitarbeiten wollen, kennenzulernen!“ Und Axel Griewel von BCG Platinion sieht die Veranstaltung ebenfalls sehr positiv: „Wir erarbeiten in diesem Format Lösungen für Herausforderungen von Unternehmen und machen somit konkrete Sachverhalte unserer Arbeit für die Studierenden erlebbar.“ Beratungskompetenz für reale Kunden Das Modul findet zukünftig in jedem Sommersemester als Gegenstück zum IT-Consulting Projekt statt, welches in dieser Vertiefungsrichtung jeweils im Wintersemester angeboten wird. In dem Projekt kommt die Beratungskompetenz der Studierenden bei realen Kunden zum Einsatz. Im Wintersemester 2020/2021 waren dies die SPIEGEL Gruppe sowie BIT-SERV, ebenfalls beides Mitgliedsunternehmen im Beirat des Studiengangs. „Ich freue mich, dass wir die Veranstaltung – vor allem dank des Einsatzes unserer Beiratsmitglieder – in dieser Form auf die Beine stellen konnten. Das durchweg positive Feedback der Studierenden sowie der Unternehmen zeigt, dass beide Seiten sehr von dem engeren Austausch profitieren,“ fasst Remané zusammen.

Start ins Studium

Was mit Informatik, Technik oder Wirtschaft studieren? Studieninteressierte haben noch bis zum 31. August Zeit, sich für einen der freien Studienplätze für das Wintersemester 2021/22 zu bewerben. Das Studienangebot der Fachhochschule Wedel umfasst insgesamt zwölf Bachelor- und acht Master-Studiengänge, die alle interdisziplinär angelegt und gut aufeinander abgestimmt sind. Eine hohe Praxisrelevanz und eine anwendungsorientierte Lehre zeichnen das Studium an der staatlich anerkannten privaten Hochschule aus. Praxisvertreter stellen über ihr Mitwirken beispielsweise in Beiräten der Studiengänge sicher, dass die Studieninhalte aktuell und praxisrelevant bleiben. Erstsemester zu Corona-Zeiten Die Planungen der schleswig-holsteinischen Landesregierung sehen für das kommende Wintersemester Studieren in Präsenz vor. „In weiterhin enger Abstimmung mit den Hochschulpräsidien werden wir unsere Hochschulencoronaverordnung dahingehend anpassen, dass wir den Hochschulen und vor allem den Studierenden für das Wintersemester 21/22 so viel Planungssicherheit wie möglich geben, zugleich aber schnell und flexibel auf Impffortschritt und Infektionszahlen reagieren können. Die Einhaltung von Kontakt- und Hygieneregeln einerseits und die Möglichkeit, bei Bedarf auch Testnachweise einzufordern, werden dabei je nach Infektionsgeschehen eingesetzt und dem Infektionsgeschehen angepasst“, erläuterte Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Mitte Juni. Als Präsenzhochschule begrüßt die FH Wedel die Planungen, das Wintersemester in Präsenz ausgestalten zu können. „Wir wertschätzen das kommunikative und motivierende Element der Präsenzlehre und freuen uns auf einen belebten Campus und den persönlichen Kontakt mit unseren Studierenden“, erklärte Prof. Eike Harms, Präsident der Fachhochschule Wedel. Losgelöst von der Präsenzlehre soll der digitale Innovationsschub der letzten Monate jedoch längerfristig einen spürbaren Effekt haben. So wird hochschulintern geprüft, wie auch zukünftig Distanz- und Präsenzformate in der Lehre gut ineinander greifen können. Das Studienangebot im Überblick Zwölf Bachelor-Studiengänge können in Vollzeit oder dual studiert werden: Betriebswirtschaftslehre Computer Games Technology Data Science & Artificial Intelligence E-Commerce Informatik IT-Ingenieurwesen IT-Management, Consulting & Auditing Medieninformatik Smart Technology Technische Informatik Wirtschaftsinformatik Wirtschaftsingenieurwesen Das Studium der acht Master-Studiengänge ist in Voll- oder Teilzeit möglich: Betriebswirtschaftslehre Data Science & Artificial Intelligence E-Commerce Informatik IT-Engineering IT-Sicherheit Wirtschaftsinformatik/ IT-Management Wirtschaftsingenieurwesen Einfaches Bewerbungsverfahren Das Anmeldeverfahren der FH Wedel ist denkbar einfach. Das Formular „Anmeldung zum Studium und Studienvertrag“ wird ausgefüllt mit den bisherigen Zeugnissen und dem tabellarischen Lebenslauf an die Hochschule geschickt oder vor Ort im Studierendensekretariat abgegeben. Die Studiengänge sind zulassungsfrei. Rückfragen zu Bewerbungen nimmt das Studierendensekretariat der Hochschule unter der Telefonnummer 04103 – 80 48 0 oder per E-Mail sekretariat@fh-wedel.de entgegen.

Neue Erasmus+-Generation

Für die Studierenden und Mitarbeitenden der Fachhochschule Wedel ist bis 2027 die Förderung für Auslandsaufenthalte im Rahmen des Erasmus+-Programms der Europäischen Union gesichert. Der FH Wedel wurde kürzlich die Erasmus Charta für die Hochschulbildung (ECHE) verliehen. Zuvor war die Hochschule in den Bereichen Policy Statement, Einhaltung und Umsetzung der ECHE-Grundsätze sowie in der Qualität der Projektabwicklung und in den Verwaltungsstrukturen erfolgreich geprüft worden. "Wir wünschen uns, dass so viele unserer Studierenden wie möglich wertvolle Erfahrungen im Rahmen eines Auslandssemesters sammeln können. Das Erasmus+-Programm ist ein fundamentaler Baustein, um diese persönlich so prägende Erfahrung zu ermöglichen. Daher sind wir sehr froh, dass unser International Office die Planungssicherheit für die kommenden Jahre für die Hochschulangehörigen erhalten hat", erklärte Prof. Eike Harms, Präsident der Fachhochschule Wedel. Motto „Enriching lives, opening minds“ für europaweiten Zusammenhalt Erasmus gilt als das weltweit größte Austauschprogramm für Studierende und ist seit über 33 Jahren das Aushängeschild für Studierendenaustausch und Verständigung in Europa. Mit insgesamt rund zehn Millionen geplanten Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den nächsten sieben Jahren setzte sich die Europäische Union große Ziele für die Zukunft des Programms. Schwerpunkte der neuen Programmgeneration sind die stärkere Förderung von Chancengleichheit, Inklusion und Vielfalt sowie die digitale Transformation und das Thema Nachhaltigkeit. So wird zukünftig beispielsweise die Nutzung von nachhaltigen Verkehrsmitteln zur Anreise mit einer Aufstockung des Stipendiums honoriert. Erste Auslandsaufenthalte im Rahmen der neuen Programmgeneration sollen ab Herbst 2021 möglich sein. Das International Office ist für alle Studierenden und Mitarbeitenden der FH Wedel die Servicestelle rund um alle Fragen zu Bewerbungen für einen Erasmus-Auslandsaufenthalt. An der bis 2027 laufenden Programmgeneration nehmen insgesamt 33 Länder teil. Neben den 27 EU-Mitgliedsstaaten zählt unter anderen auch die Türkei dazu, in der die FH Wedel ebenfalls eine Partnerschaft pflegt. Foto: Jan von Allwörden/DAAD

Netzwerken für Wirtschaftsingenieure

Mit dem Start des Sommersemesters 2021 stellt sich eine neue Studierendenvereinigung für Studierende in Wirtschaftsingenieurwesen vor. Die Interessenvertretung der Hamburger Wirtschaftsingenieure Wi-Ing Aktiv, die schon seit vielen Jahren als gemeinnütziger Verein die Interessen der Studierenden des hochschulübergreifenden Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen Hamburg vertritt, hat seit diesem Jahr auch eine Abteilung an der Fachhochschule Wedel. Dieses Angebot geht auf das Engagement von zwei Studenten des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen zurück. Lorenz Peters und Julian Petersen nahmen den Kontakt zu dem Hamburger Netzwerk auf und verschafften sich für die Belange der Wedeler Studierenden Gehör. Schnell konnten mit Sina Alpers und Till Kreutner weitere Kommilitonen für eine Gruppe der FH Wedel überzeugt werden. Zu viert sind sie nun als WI-ING aktiv FH Wedel am Start. Ihr Ziel ist es, Studierende innerhalb der Jahrgänge besser miteinander zu vernetzen und den Wedeler Kommilitonen Zugang zu den Angeboten des Hamburger Netzwerks zu geben. Regelmäßige Treffen sollen den Austausch der Studierenden untereinander fördern und über die Unternehmenskooperationen des Vereins geben Exkursionen, Fachvorträge oder Workshops exklusive Einblicke in die Berufswelt der Wirtschaftsingenieure. Interessierte können als Mitglied des Vereins dabei sein. Die Gebühr für die Mitgliedschaft beträgt 10 Euro pro Jahr. Das Wedeler Team stellt sich allen Interessierten zum Auftakt in einer Online-Veranstaltung am 22. April um 18 Uhr vor. Die Zugangsdaten werden über die Webseite der Wedeler Gruppe bekannt gegeben. Das Event richtet sich an alle aktiven und ehemaligen Studierende des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Wedel.

Zur Stärkung digitaler Kompetenzen

Die Bedeutung digitaler Kompetenz als Erfolgsfaktor wächst in unserer Gesellschaft zunehmend. Um die Digitalbildung gesellschaftlich voranzutreiben, sind innovative Bildungsformen und neue Zugänge gefragt. TechLabs, seit 2020 in Hamburg, beschreitet einen solchen Weg und startet ab dem Sommersemester 2021 eine Kooperation mit der FH Wedel. Laut einer repräsentativen Studie der ZiviZ im Stifterverband aus 2020 fühlen sich 70 Prozent der Deutschen unsicher im Umgang mit digitalen Technologien. Doch die Studie belegt zugleich eine große Lernbereitschaft. Wenn es um digitale Spezialfähigkeiten wie Programmieren oder die Datenanalyse geht, ist die Lernbereitschaft zwar geringer, doch geben 32 Prozent der Befragten an, dass sie solche Fähigkeiten erlernen möchten. Informellen Lernorten und digitalen Lernangeboten der Zivilgesellschaft wird in diesem Kontext eine zunehmende Bedeutung zugesprochen. Dies haben die Initiatoren des gemeinnützigen Vereins TechLabs mit der Gründung 2017 in Münster früh erkannt. Zukunft gemeinsam digital gestalten Seit Herbst 2020 bietet TechLabs auch am Standort Hamburg eine innovative Lernplattform für kostenfreie Bildung in digitalen Disziplinen wie Data Science, Artificial Intelligence und Webentwicklung an und setzt damit bewusst auf einen neuen Ansatz im Zugang für eine breite Zielgruppe mit Weiterbildungsinteresse in diesen Themen. Mit dem Start des Sommersemesters 2021 greifen die Angebote von TechLabs Hamburg und der Fachhochschule Wedel zukünftig ineinander. Studierende der FH Wedel können die TechLabs Angebote nutzen und sich bei einer erfolgreichen Teilnahme die Qualifikation als Studienleistung anrechnen lassen. Gleiches gilt für „Techies“ der TechLabs Community bei einem Studienstart an der FH Wedel. Wesentlicher Anreiz für die Studierenden der FH Wedel ist es, sich Programmierkenntnisse in einer Community außerhalb der Hochschule und in einem selbstorganisierten Prozess von der Problemidentifikation bis zur Umsetzung der Problemlösung anzueignen. Zudem birgt das Programm die Chance, die Fähigkeiten in interdisziplinärer Teamarbeit zu stärken und sich im professionellen Data Science und KI Umfeld zu vernetzen. Denjenigen, die noch nicht an der FH Wedel studieren, macht TechLabs ein Angebot, sich in den Themengebieten Data Science und Künstliche Intelligenz auszuprobieren und die vermeintliche Hürde in ein Studium in diesem Bereich leichter zu nehmen. Kooperation zwischen TechLabs Hamburg und FH Wedel Die FH Wedel erkennt die Abschlusszertifikate der beiden TechLabs Tracks Data Science und AI als Studienleistung an. Der Track AI ist Äquivalent zu dem Modul Applied Data Science & Machine Learning in Höhe von 5 ECTS, welches in den Bachelor-Studiengängen Data Science & Artificial Intelligence, Computer Games Technology, Informatik, Smart Technology sowie IT-Management, Consulting & Auditing integriert ist. Der Track Data Science entspricht mit einem Umfang von 2 ECTS einem Teil des Moduls Data Science, das neben dem Bachelor-Studiengang Data Science & Artificial Intelligence auch im Bachelor-Studium E-Commerce und Wirtschaftsingenieurwesen enthalten ist. Digital Shaper bei TechLabs Das Konzept der fünfmonatigen Qualifikation bei TechLabs umfasst insgesamt drei Teile und verbindet das Online- und Offline-Lernen mit Hands-on-Projektarbeit und einem Austausch in der Community. Teilnehmer im sogenannten Digital Shaper Programm eignen sich eigeninitiativ über die bereitgestellten Online-Kurse das erforderliche Wissen an. Erfahrene Mentoren und Partner aus Hamburger Unternehmen stehen ihnen zur Seite, insbesondere während der integrierten Projektphase. Zum Abschluss erfordert die Qualifikation eine schriftliche Ausarbeitung zum Projekt. Bewerbungsfrist für die Angebote in Data Science & Artificial Intelligence Für die TechLabs Tracks in Hamburg mit Start im April kann man sich ab dem 1. März bis einschließlich 31. März bewerben. Die Bewerbungen für das Sommersemester an der FH Wedel laufen bereits, werden aber bis zum 31. März verlängert. Die Anmeldung für die TechLabs Tracks erfolgt online. Für eine erfolgreiche Bewerbung bei TechLabs ist das Motivationsschreiben entscheidend. Das Anmeldeverfahren für ein Studium an der FH Wedel ist hier im Detail beschrieben. Die Studiengänge sind zulassungsfrei. Studieninteressierte füllen das Formular „Anmeldung zum Studium und Studienvertrag“ aus und schicken dies mit den bisherigen Zeugnissen und dem tabellarischen Lebenslauf an die Hochschule. Die Angebote der Kooperation werden ab dem Sommersemester 2021 fortlaufend sowohl im Winter- als auch im Sommersemester angeboten.

FH Wedel meets Airbus

Einen Steinwurf von der Fachhochschule Wedel entfernt, in Hamburg-Finkenwerder, befindet sich der drittgrößte Standort der Zivilluftfahrtindustrie weltweit. Zu den technischen Schlüsselkompetenzen des durch die AIRBUS SE betriebenen Standorts zählt beispielsweise die Entwicklung von Rumpfstrukturen und Kabinendesigns. In einem Projekt der Automatisierung im Bereich der Flugzeugendmontage durfte in den vergangenen Monaten sechs Studierenden der FH Wedel ihr Know-how in der Praxis ausprobieren. Mit Erfolg, wie der Rückblick des Teams zeigt. Um Lösungen für wachsenden Kunden- und Marktanforderungen zu finden und interne Prozesse effizienter und arbeitnehmerfreundlicher zu gestalten, ist das Wirken am Standort südlich der Elbe auf Innovationen ausgerichtet. So forscht und entwickelt Airbus in einem der vielen Projekte auch an einer Automatisierungslösung im Bereich der Flugzeugendmontage. Lange Zeit lag der Fokus des Projektes auf der Prüfung der technischen Machbarkeit und der Entwicklung des Produktes. Erste Prototypen wurden bereits erfolgreich getestet. Die Erweiterung um externe Komponenten unter Betrachtung des globalen Marktes stand fortan auf dem Plan. Ein Paradebeispiel für das BWL-Projekt der FH Wedel, in dem Studierende des Bachelor-Studiengangs zum Einsatz kommen können. Denn im Rahmen des BWL-Projekts werden von Unternehmen eingereichte praxisrelevante Problemstellungen von Studierenden weitestgehend eigenständig und in Absprache mit dem jeweiligen Unternehmen bearbeitet. Im Sommersemester eröffnete nun Airbus sechs Studierenden der FH Wedel die Chance, sich mit der anstehenden Marktbetrachtung zu befassen. Das Studierenden-Team sollte von Anfang Mai bis Ende Juli 2020 zu einem Teil des innovativen Projektes bei Airbus werden. Innerhalb von Airbus ist das Projekt im Intrapreneurship Programm aufgehängt und wird im Accelerator BizLab durch Antje Bulmann (BizLab Platform Lead Hamburg) betreut. Weiterer wichtiger Sparringspartner für das Studierendenteam war Projektleiter Christian Le Polotec (Airbus Cabin & Cargo Program Innovation Project Leader). Ihn unterstützte das studentische Team bei betriebswirtschaftlichen Fragestellungen und konnte das Wissen aus dem bisherigen betriebswirtschaftlichen Studium im Praxistest einsetzen. Das BWL-Projekt ist eine Studienleistung im fünften oder sechsten Semester und macht mit zehn ECTS-Punkten knapp fünf Prozent der gesamten Studienleistung im Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaftslehre aus. Über die Identifikation von Zielgruppen zur Risikoidentifikation und Lösungen für das Marketing Die Aufgabenstellung an die Studierenden war es, den Markt für das bereits entwickelte Produkt zu analysieren und so eine Prognose zu den Erfolgsaussichten des Produktes zu erstellen. Im Fokus stand die grundlegende Marktentwicklung, die Identifikation entsprechender Zielgruppen und Partner, die Risikoidentifikation sowie Ansätze für das interne und externe Marketing und ein Vergleich des Produktes mit bereits im Markt etablierten Produkten. Das Projekt konnte trotz der Corona-Pandemie erfolgreich umgesetzt werden. Dennoch empfanden die Studierenden es als ein Defizit, dass so der persönliche Kontakt fehlte. Das Kick-off-Meeting Mitte Mai sowie regelmäßige Status-Meetings mit den Ansprechpartnern bei Airbus und den betreuenden Professoren fanden anstatt dessen ausschließlich virtuell statt. Durch die seitens der FH Wedel bereitgestellten Software-Lösungen gelang es dem Team jedoch, das Projekt sehr gut zu bewältigen. Zum Abschluss konnte das Team die Projektergebnisse in Präsenz im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) präsentieren. Projektleiter Le Polotec zeigte sich von dem Endergebnis begeistert: „Die Studierenden haben uns mit den Ergebnissen ihrer Arbeit überzeugt. Ich werde die neu gewonnenen Erkenntnisse für weitere Schritte nutzen und gratuliere dem gesamten FH Wedel Projektteam für die sehr gute Arbeit.“ Die Studierenden waren sich einig, dass die vorangegangenen Wochen und Monate zwar herausfordernd waren, sie jedoch wichtige Erfahrungen im Projektmanagement machen konnten. Das Erlernen einer zielorientierten Zusammenarbeit mit einem global agierenden Unternehmen und das Weiterentwickeln und Stärken ihrer methodischen und persönlichen Kompetenzen bereicherte ihren Erfahrungsschatz sehr. Seitens der FH Wedel wurden die Studierenden in diesem Projekt von Prof. Franziska Bönte, Professorin für Controlling und Unternehmensführung, und Prof. Gunnar Harms, Professor für Produktions- und Logistikmanagement, betreut.

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