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Zweitägiges Führungskräftetraining im Dezember

Am 5. und 12. Dezember 2020 bietet die Fachhochschule Wedel ein Führungskräftetraining an. In den zwei halbtägigen Einheiten setzen sich die Teilnehmer vor allem mit der Rolle von Fachwissen, verschiedenen Personentypen und dem Setzen von Präferenzen auseinander. Das Weiterbildungsangebot richtet sich an Studierende, Alumni sowie Interessenten außerhalb der Hochschule. "Das Führungskräftetraining bietet eine tiefere und genaue Einsicht in charakterliche Eigenschaften und Führungskompetenzen. Dies ermöglicht das gezielte Training von schwächeren und das Fördern von herausstechenden persönlichen Merkmalen", berichtet der Informatik-Student Rico Meinl aus dem Training. "Durch den kurzen Online-Test und das anschließende Gespräch erhält man detaillierte Informationen aufgrund des DISC-Modells, welche sowohl der Person selbst als auch einem potenziellen Arbeitgeber eine gute Einschätzung der Fähigkeiten und Stärken gibt", ergänzt Rico. Trainer Jörg Krüger macht die Ausgangslage klar: "Mitarbeiter verlassen Vorgesetzte, nicht Firmen. Führungskräfte sind für die Leistungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter verantwortlich. Wissenschaftlich basierte Tools können Führungskräfte darin unterstützen, sich selbst und ihre Mitarbeiter besser zu verstehen und entsprechend zu beeinflussen." Das Training ist kostenfrei. Wer Interesse an einem Individual-Feedback hat, erhält nach einem entsprechenden Test einen ausführlichen Bericht zum eigenen Verhaltensprofil sowie dem individuellen Management- sowie Führungspotenzial. Die Kosten für die Persönlichkeitsanalyse sind nach Zielgruppen gestaffelt und starten ab 275 Euro für Studierende der Hochschule. Alle Details sind dem Flyer Führungskräfte zu entnehmen. Studierende der FH Wedel nutzen zur Anmeldung bitte das Online-Sekretariat. Externe melden sich bitte per E-Mail unter weiterbildung@fh-wedel.de.

Praxisvorträge im Wintersemester

Das zweite überwiegend digitale Semester nimmt seinen Lauf und etablierte Veranstaltungsangebote finden in den digitalen Formaten ihren festen Platz. So vermitteln auch in diesem Semester Praktiker in Gastvorträgen während einzelner Lehrveranstaltungen aktuelles Wissen aus ihrem Business und die Studierenden können Fachinhalte anhand von realen Problemstellungen erlernen. Die Einbindung von Expertenwissen ist fester Bestandteil im Semesterbetrieb der FH Wedel, um die Aktualität und den Praxisbezug in der Lehre zu gewährleisten. Experten aus dem Beratungs- und Agenturbusiness, aus der Industrie oder bekannten Handelsketten referieren in einzelnen Terminen zu aktuellen Themen und teilen ihr Fachwissen mit den Studierenden der Hochschule. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, Studierende aller Fachrichtungen von den bestehenden Angeboten profitieren zu lassen. Einen Überblick über die Themen bietet der Bereich Praxisvorträge, der fortlaufend aktualisiert wird. Die Studierenden der Fachhochschule Wedel finden zusätzliche alle Informationen in Moodle. Alle, die sich über die eigenen Lehrveranstaltungen hinaus mit Themen der Praxisvorträge befassen möchten, schreiben sich bitte einmalig für den Bereich Praxisvorträge WS20 ein und finden dort die Verlinkung zu den einzelnen Zoom-Sessions. Die Einschreibung ist unverbindlich, jedoch notwendig, um die Zugangsdaten zu den Veranstaltungen zu erhalten. Studierende, die regulär in den genannten Lehrveranstaltungen eingeschrieben sind, erhalten weiterhin alle Updates im Rahmen des Moduls. Ansprechpartner für die jeweiligen Praxisvorträge ist der entsprechende Dozent oder die Dozentin laut Vorlesungsplan. Die FH Wedel und ihre Dozentinnen und Dozenten sind in der Wirtschaft der Metropolregion Hamburg bestens vernetzt. Auch der Wedeler Hochschulbund e.V., der Förderverein der Hochschule mit rund 200 Mitgliedsunternehmen bereichert dieses Netzwerk enorm. Es wird beständig aktiv für einen Wissenstransfer in die Hochschule genutzt.

Brücken schlagen für das Gründen

Eine neue Phase in der Gründungsförderung an der FH Wedel ist eingeläutet. In den letzten Wochen hat sich das Team der Startup Bridge zusammen gefunden und sogleich mit viel Elan losgelegt. Erste Veranstaltungsangebote sind aufgesetzt, die Webseite ist live und das Netzwerken ist in vollem Gang. Damit knüpft das derzeit dreiköpfige Team der Startup Bridge an das an, was Ende 2019 einen Meilenstein in der Historie der Fachhochschule Wedel markiert: Die FH Wedel zählt zu den Preisträgern des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie initiierten Wettbewerbs EXIST-Potentiale und erhält für einen Zeitraum von vier Jahren eine Förderung in Höhe von 750.000 Euro, um sich so nachhaltig als Gründerhochschule entwickeln zu können. Wofür steht die Startup Bridge und was sind ihre Ziele? Die Startup Bridge steht für Inspirieren, Qualifizieren, Fördern. Dreh- und Angelpunkt ihres Wirkens ist die Founders' Journey. Im Fokus steht die Ermutigung für das Vernetzen und Austauschen untereinander. Denn so entstehen Ideen, die oftmals großes Potential haben. Dafür stellt das junge Team der Startup Bridge Werkzeuge und Ressourcen zur Verfügung, die den Studierenden helfen sollen, ihre Ideen umzusetzen und Gründungsziele zu erreichen. Ganz konkret wird es in der Gründungsberatung. Dort werden Geschäftsmodelle auch mal kritisch hinterfragt. Denn die Startup Bridge versteht sich als wertvolle Schnittstelle, die Studierenden bei der Förderung ihrer Gründungsvorhaben zur Seite steht und so zu einem erfolgreichen Gelingen beitragen möchte. Wer ist das Team der Startup Bridge? Das kleine heterogene Team vereint in sich viele verschiedene Kompetenzen und Erfahrungshorizonte. Zwei der Teammitglieder kennen die Fragestellungen der Studierenden in Wedel aus eigener Erfahrung ziemlich gut. Henrik Sabban und Maximilian Holtkamp haben beide einige Semester als Studenten an der Fachhochschule Wedel verbracht. Der Jüngste im Team ist Maximilian. Er studiert seit Oktober im Master-Studiengang Wirtschaftsinformatik / IT-Management. Vor einem Jahr hat er sein duales Bachelor-Studium Wirtschaftsinformatik in Wedel abgeschlossen. Seitdem hat er als IT-Consultant in unterschiedlichen Projekten gearbeitet und nebenbei angefangen, seine Selbstständigkeit zu planen. Über sein Studium und die Gründungsberatung in der Startup Bridge hinaus arbeitet er nebenberuflich als Freelancer in der Software-Entwicklung und bringt im Team der Startup Bridge insbesondere sein IT-Know-how ein. Henrik hat sowohl sein Bachelor- als auch sein Master-Studium im Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Wedel absolviert. Danach hat er als M&A Berater in einer Corporate Finance Boutique mehrere Unternehmenstransaktionen abgeschlossen und mittelständische Unternehmer strategisch und finanziell beraten. Auch er ist nebenberuflich selbstständig im Bereich der Unternehmensbewertung tätig und als Gründungsberater der Startup Bridge für die Studierenden der FH Wedel ein idealer Ansprechpartner in allen Fragen rund um die Finanzierung von Gründungsideen. Die Dritte im Team, Camila Munhoz, kommt ursprünglich aus Brasilien und lebt seit fünf Jahren in Deutschland. In 2019 hat sie an der Universität Hohenheim ihren Master of Science in International Business and Economics abgeschlossen. Anschließend konnte sie in einem großen internationalen deutschen Konzern Berufserfahrungen in den Bereichen Entrepreneurship, Marketing und Business Development sammeln. Ihre Herzensangelegenheit ist Social Entrepreneurship. So möchte sie auch ein eigenes Sozialunternehmen gründen. Im Team der Startup Bridge ist sie der kreative Kopf. In 2021 wird außerdem noch Carl Rehmann zum Team der Startup Bridge dazu stoßen, sobald er sein Bachelor-Studium in E-Commerce abgeschlossen hat. Das gesamte Team der Startup Bridge freut sich schon jetzt auf das Kennenlernen von spannenden Startup-Ideen, das Vernetzen innerhalb der Hochschule und das Verbinden des Know-hows aus den unterschiedlichen Fachrichtungen zu gemeinsamen Gründungsaktivitäten. Denn getreu dem Motto "Der Weg ist das Ziel" geht es um die Entfaltung der Potentiale am Hochschulstandort Wedel. Was ist das Angebot der Startup Bridge? Die Startup Bridge unterstützt die Studierenden der FH Wedel während des gesamten Gründungsprozesses. Im Ideation Semester entwickeln Studierende im Team über den Zeitraum eins Semesters im Rahmen des Lean-Startup Ansatzes eine Geschäftsidee. Hier ist das Motto "Build. Test. Learn.". Für das Vernetzen gibt es eine MS Teams Gruppe und auch einen lockeren Stammtisch. Die offene Diskussion über Gründungsthemen und das Kennenlernen anderer Gründungsinteressierter stehen dabei im Vordergrund. Zusätzlich bietet die Startup Bridge spannende Vorträge von erfahrenen Gründern und deren Startups in den Gründungs Meetups an. Den gesamten Überblick und weitere Informationen sind auf startupbridge.de zu finden. Was steht an? Noch im November hat die Startup Bridge einen spannenden Workshop im Angebot. Am 25. November geht es um Tipps zum Networking. Ein Roundtable bringt die Studierenden der FH Wedel in direkten Kontakt mit Experten, die es geschafft haben, ein solides Netzwerk aufzubauen. Hier geht es zur Anmeldung.

Maßnahmen in der Corona-Pandemie

Den Vorgaben der Landesregierung Schleswig-Holsteins entsprechend schränkt die Fachhochschule Wedel den Hochschulbetrieb ab dem 2. November 2020 ein. Die damit gültigen Maßnahmen basieren auf der am 31.10.2020 verkündeten Landesverordnung. Bis auf praktische Lehrveranstaltungen, für die eine Laborinfrastruktur notwendig ist, finden die Lehrveranstaltungen in Online-Formaten statt. Aktuelle Informationen zu den Lehrveranstaltungen teilen die Dozentinnen und Dozenten über Moodle mit. Zentrale Anlaufstellen wie das Studierendensekretariat, das Prüfungsamt, das International Office, die Buchhaltung, die Pressestelle und selbstverständlich auch die Lehrenden sind regulär telefonisch und per E-Mail zu erreichen. Studierende und Studieninteressierte werden gebeten, ihre Anfragen per E-Mail oder telefonisch zu stellen und erforderliche Unterlagen gegebenenfalls postalisch einzureichen. Auch die Bibliothek ist weiterhin geöffnet und steht Studierenden für die Ausleihe und Rückgabe von Medien zur Verfügung. Die Einrichtungen des Studentenwerks Schleswig-Holstein und damit auch die Cafeteria der FH Wedel sind ab dem 2. November 2020 geschlossen. Hygienestandards Besucherinnen und Besucher der FH Wedel werden gebeten, die geltenden Hygienevorschriften zu berücksichtigen. Zu den Hygienestandards zählen unter anderem das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung auf dem gesamten Campus, die Einhaltung des Mindestabstands zur nächsten Person von 1,5 Metern, die regelmäßige Belüftung von Innenräumen, die regelmäßige Handdesinfektion, die Einhaltung der Husten- und Niesetikette und die Nutzung der bereitgestellten Einweghandschuhe in Rechenzentren und Laboren. Personen mit respiratorischen Symptomen ist das Betreten der FH Wedel untersagt. Bei Rückfragen hierzu wenden Sie sich bitte per E-Mail an uns. Antworten auf weitere wichtige Fragen zum Studium während der Corona-Pandemie befinden sich in den FAQ Studium & Corona.

AI in Companies

To kick off the new Data Science & Artificial Intelligence course of study, the University of Applied Sciences Wedel is devoting a series of lectures to the topic of the application of artificial intelligence. For the lecture series "How companies benefit from AI", well-known companies are invited to give insight into their practical application examples. The aim of the series of events is to provide an overview of the multifaceted areas of application of the processes using practical examples from a wide range of industries. In addition to the students of FH Wedel, interested parties from outside the university are also welcome to be inspired by the application examples for possible own plans or projects. From 28 October, the lecture series will take place digitally via zoom every Wednesday at 5 pm. The 45-minute lectures in English are followed by an open discussion with questions and answers. It is not necessary to register for the event, but it is recommended to register with Eventbrite under the event link to be informed of any updates. Any organizational questions should be directed to the Public Relations Department at  pressestelle@fh-wedel.de or by phone at 04103-8048-50. Questions regarding the content of the event will be answered by the head of the Data Science & Artificial Intelligence program, Dr. Hendrik Annuth, by E-Mail. From the idea to the release - how does the AI get into the program 2020-10-28 | 5 pm | Zoom-Session Dr. Nico Becherer | Adobe Basic research and product development are two extreme points in the spectrum of modern software development. So how do results from research find their way into the finished product? How does collaboration between researchers and developers work, and how can the balancing act between the researchers' desire for publications and the obligation of industrial secrecy be successfully resolved? Dr. Nico Becherer, who has been working with Adobe Research scientists for many years and develops features in products such as Photoshop, Lightroom, Audition and Premiere, will talk about interpreting between two worlds in his presentation. Dr. Nico Becherer is a Senior Engineering Manager for Applied Research in the Adobe Video & Audio Team. Together with his team he works on evaluating state of the art research and designing code and algorithms for Audition, Premiere Pro, After Effects and other Adobe products. His current focus lies in workflow simplification - making video and audio processing more accessible to non-expert users through the use of advanced technologies and machine learning. Nico gained a PhD in Computer Science in 2008 and has worked with several major audio software companies in the past 10 years. He holds several patents in audio and video processing. When he’s not working on sound and music he’s building robotic spiders or is teaching university students on how to play improv theater. Automating Machine Learning for Recommender Systems 2020-11-04 | 5 pm | Zoom-Session Dr. Nils Meins and Dr. Fabian Abel | New Work SE At XING, recommender systems are build as ensembles that consist of different recommender strategies, filters, diversification components and ranking models. Various machine learning models are applied to better estimate interests of the users, learn thresholds for filtering or train models that rank the top k items that are presented to the users. Since the XING platform (including the recommender services themselves), user behavior and therefore the data is constantly changing, it is key to continuously adapt the involved machine learning models. In this talk, the speakers will give an overview about recommender systems at XING, give insights in selected algorithms and discuss the approaches towards automating involved machine learning processes. Fabian builds search and recommender systems at XING. Before joining XING in 2012, he was working on topics related to user modeling and personalization in academia at TU Delft, the Netherlands. Nils worked for a long time as a Software Developer before he switched to machine learning and worked as a research assistant in the field of autonomous robotics and image recognition at the University of Hamburg. In 2018, he started at XING as a Data Scientist building recommender. The impact of radical process automation and (nearly) autonomous organizations 2020-11-11 | 5 pm | Zoom-Session Tim Behrens | Connected Innovations Artificial intelligence has been around for more than 60 years. In various AI summers and winters, the topic was seen to come and go. But this time, it is likely that it has come to stay. Artificial intelligence and intelligent automation in the business world is only starting to scratch underneath the surface. This talk is taking a deeper look into the technological implications of any AI application as well as on the underlying technical, societal, and economic implications. The automation of knowledge work is likely to have a similar effect on human work as industrial automation, electrification, and the internet had. This implies a change in our need for know-how, talent, mindset, and ultimately our traditional career paths. Tim Behrens is a Senior Consultant with Connected Innovations, a Digital and AI Consultancy. Tim works closely with leading thinkers and entrepreneurs in the field of artificial intelligence, he supports innovation projects at leading companies in all aspects of how AI technology can be used to develop new products, services, and business models. Before Connected Innovations, Tim has been a consultant and later Chief of Staff with Arago, a European AI platform company specializing in machine reasoning and AI-based process automation. Tim holds a degree in Economics, he has studied in Karlsruhe, at ESB Business School in Reutlingen, and in Querétaro Mexico. Creating business insights through text classification 2020-11-18 | 5 pm | Zoom-Session Max Wiechmann and Lukas Skibowski | Qualitize At Qualitize, thousands of comments are collected from users every week. These comments can be aggregated in smart ways to quickly gain relevant business insights, e.g. by classifying them by sentiment (positive or negative) or topic. At scale, this requires the support from machine learning to automatically classify comments based on previously labeled training data. To support changing requirements for business insights resulting in new classification tasks, the classification software has to be flexible and adaptive. This talk covers the basics of active learning and text classification, as well as how Qualitize developed an open source labelling tool that leverages machine learning and active learning to train new and update existing machine learning models. Finally, the speakers present real-world examples of business insights that can be gained from classifying and aggregating textual feedback for our customers. Lukas Skibowski, Chief Information Officer (CIO) of Qualitize, holds a Bachelor (B.Sc.) degree in Computer Science Engineering from the Technical University of Hamburg and subsequently completed a Master (M.Sc.) in IT Management & Consulting at the University of Hamburg. At Qualitize, he is responsible for the strategic orientation of the IT and is the interface between the product requirements and the corresponding IT implementation. Max Wiechmann, Software Engineer at Qualitize, holds a B.Sc. in Media Systems from HAW Hamburg and an M.Sc. in Computer Science from the University of Hamburg. In addition to the areas of software engineering and architecture, his focus is on the application of machine learning in the context of natural language processing (NLP). At Qualitize, he is responsible for the design and implementation of backend systems and the implementation of machine learning solutions. Data integration using semantic graphs 2020-11-25 | 5 pm | Zoom-Session Dr. Edeltraud Leibrock | Connected Innovations Data integration is a key challenge in many enterprises since existing IT and thus data architectures are often organized in silos mirroring the organizational structure. Every cross-silo activity such as process automation or business analytics therefore needs data integration. Traditional approaches often fail when functional data definitions are ambiguous and data can only be understood in its context. But there is a solution: ontologies and semantic graphs – originally coming from linguistics and sociology in the 1960s – are the only known structures that allow context-bound data pools. It is thus not surprising, that semantic graphs have been (re-)established in digital research since the 1990s to link data and their relationships with each other. Today, tech platforms like Google use sematic graphs to organize huge amounts of data ensuring high performance and flexibility. This talk invites to explore what a semantic graph is and how it can be deployed in various business contexts. Dr. Edeltraud Leibrock is Co-Founder, Partner, and Managing Director with Connected Innovations, a Digital and AI Consultancy. She also engages as Supervisory and Advisory Board Member of several Fintech companies and AI Initiatives such as ARIC (Artificial Intelligence Center Hamburg). Previously, she served as Executive Board Member responsible for IT and processes for KfW Bankengruppe, the world's largest national development bank. Edeltraud studied Physics and Biology in Regensburg, received her PhD from Technical University Hamburg, and worked as Postdoc at NOAA, Boulder, Colorado. She strongly believes in the innovative power of interdisciplinary exchange and cooperation. AI in the Enterprise Software Environment 2020-12-02 | 5 pm | Zoom-Session Omar Hairani | Tchibo With its unique business model, Tchibo combines a supply chain, two completely different product divisions and three distribution channels – an exciting environment for data-based optimisation. In his presentation, Omar Hairani will explain the technical and organisational approaches Tchibo is taking to this challenge and how artificial intelligence in the enterprise software environment has increasingly become an essential part of Tchibo's IT strategy. Omar Hairani is Head of BI & Big Data Application at Tchibo. He and his team are responsible for the development of analytics & AI applications in the SAP BI environment for all core systems as well as for the open source area on the Google Cloud platform.

Künstliche Intelligenz in Unternehmen

Zum Auftakt der neuen Studienrichtung Data Science & Artificial Intelligence widmet sich die Fachhochschule Wedel in einer Vortragsreihe dem Thema der Anwendung von Künstlicher Intelligenz. Für die Vortragsreihe "Wie Künstliche Intelligenz Unternehmen nützt" sind namhafte Unternehmen eingeladen, um Einblick in ihre Anwendungsbeispiele aus der Praxis zu geben. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, einen Überblick über die facettenreichen Anwendungsgebiete der Verfahren anhand von Praxisbeispielen aus ganz unterschiedlichen Branchen zu ermöglichen. Neben den Studierenden der FH Wedel sind auch Interessierte außerhalb der Hochschule herzlich willkommen, sich von den Anwendungsbeispielen für mögliche eigene Vorhaben oder Projekte inspirieren zu lassen. Ab dem 28. Oktober findet die Vortragsreihe immer mittwochs um 17 Uhr per Zoom digital statt. Nach den jeweils 45-minütigen Vorträgen in Englisch schließt sich eine offene Diskussion mit Fragen und Antworten an. Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich, wird jedoch unter dem Link zur Veranstaltung bei Eventbrite empfohlen, um so über eventuelle Updates informiert zu werden. Eventuelle organisatorische Rückfragen richten Sie bitte an die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit unter pressestelle@fh-wedel.de oder telefonisch unter 04103-8048-50. Inhaltliche Rückfragen beantwortet gerne der Leiter des Studiengangs Data Science & Artificial Intelligence, Dr. Hendrik Annuth per E-Mail. Von der Idee bis zum Release – wie kommt die AI in das Programm 28.10.2020 | 17 Uhr | Zoom-Session Dr. Nico Becherer | Adobe Grundlagenforschung und Produktentwicklung sind im Spektrum der modernen Software-Entwicklung zwei Extrempunkte. Wie also finden Ergebnisse aus der Forschung ihren Weg in das fertige Produkt? Wie funktioniert die Kollaboration zwischen Forschern und Entwicklern, und wie kann der Spagat zwischen dem Wunsch nach Veröffentlichungen durch die Forschenden und der Pflicht zur industriellen Geheimhaltung erfolgreich gelöst werden? Dr. Nico Becherer, der seit vielen Jahren mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von Adobe Research zusammenarbeitet und Features in Produkten wie Photoshop, Lightroom, Audition und Premiere entwickelt, berichtet in seinem Vortrag vom Dolmetschen zwischen zwei Welten. Dr. Becherer arbeitet als Senior Engineering Manager für Angewandte Forschung im Adobe Video & Audio Team. Den Großteil seiner Arbeitszeit verbringt er damit, mit seinem Team den aktuellen Stand der Forschung zu evaluieren sowie Algorithmen und Code für Audition, Premiere Pro, After Effects und andere Adobe Produkte zu entwerfen. Sein Schwerpunkt liegt dabei in der Vereinfachung und Beschleunigung von Arbeitsabläufen unter Einsatz moderner Technologien wie dem Maschinellen Lernen oder Künstlicher Intelligenz. Seit 2008 hat Dr. Becherer an diversen großen und bekannten Media Applikationen gearbeitet und dabei mehrere Patente im Bereich Audio und Video Processing zugesprochen bekommen. Wenn er sich mal nicht mit Bild, Ton oder Musik beschäftigt, baut er Roboterspinnen und gibt Kurse für Improvisationstheater. Automating Machine Learning for Recommender Systems 04.11.2020 | 17 Uhr | Zoom-Session Dr. Nils Meins und Dr. Fabian Abel | New Work SE XING baut Empfehlungssysteme als Ensembles auf, die aus verschiedenen Empfehlungsstrategien, Filtern, Diversifizierungskomponenten und Ranking-Modellen bestehen. Dabei werden verschiedene Modelle des Maschinellen Lernens angewendet, um Nutzerinteressen besser abschätzen zu können, Schwellenwerte für das Filtern zu erlernen oder Modelle zu trainieren, die den Usern als Top-Elemente angezeigt werden. Da sich die Plattform XING, die Empfehlungsservices, das Nutzerverhalten und damit die Daten ständig ändern, ist es wichtig, die eingesetzten maschinellen Lernmodelle kontinuierlich anzupassen. In ihrem Vortrag geben die beiden Referenten einen Überblick über die Empfehlungssysteme bei XING, ermöglichen einen Einblick in ausgewählte Algorithmen und diskutieren Ansätze zur Automatisierung der verwendeten maschinellen Lernprozesse. Dr. Fabian Abel baut bei XING Such- und Empfehlungssysteme auf. Bevor er 2012 bei XING anfing, befasste er sich an der TU Delft in den Niederlanden mit den Themen der Nutzermodellierung und Personalisierung. Dr. Nils Meins hat langjährige Erfahrung als Software-Entwickler, wechselte dann in den Bereich des Maschinellen Lernens und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der autonomen Robotik und Bilderkennung an der Universität Hamburg. In 2018 stieg er bei XING als Data Scientist Building Recommender ein. The impact of radical process automation and (nearly) autonomous organizations 11.11.2020 | 17 Uhr | Zoom-Session Tim Behrens | Connected Innovations Künstliche Intelligenz gibt es seit mehr als 60 Jahren. Wellenartig war das Thema mal mehr, mal weniger präsent. Nun scheint es sich fest etabliert zu haben. Der Wirkungsgrad Künstlicher Intelligenz und intelligenter Automatisierung kratzt in der Wirtschaft bislang aber nur an der Oberfläche. Dieser Vortrag befasst sich tiefer gehend mit den technologischen Auswirkungen von KI-Anwendungen sowie mit den zugrunde liegenden technischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhängen. Die Automatisierung der Wissensarbeit könnte ähnliche Folgen für unsere Gesellschaft haben wie die Wende durch die industrielle Automatisierung, die Elektrifizierung oder die Entwicklung des Internets. Diese Erkenntnis antizipiert eine Veränderung des Bedarfs an Know-how, Talent und Denkweise und stellt die traditionellen Karrierewege infrage. Tim Behrens ist Senior Consultant bei Connected Innovations, einem Beratungsunternehmen für digitale Transformation und KI. Behrens arbeitet eng mit führenden Denkern und Unternehmern auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz zusammen und unterstützt Innovationsprojekte führender Unternehmen im Hinblick darauf, wie KI-Technologie zur Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle eingesetzt werden kann. Vor seiner Tätigkeit bei Connected Innovations war Behrens Berater und Chief of Staff bei Arago, einem europäischen AI-Plattform-Unternehmen, das sich auf Machine Reasoning und AI-basierte Prozessautomatisierung spezialisiert hat. Behrens hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und hat in Karlsruhe, an der ESB Business School in Reutlingen und in Querétaro, Mexiko studiert. Creating business insights through text classification 18.11.2020 | 17 Uhr | Zoom-Session Max Wiechmann und Lukas Skibowski | Qualitize Bei Qualitize werden jede Woche Tausende von Kommentaren von Nutzern gesammelt. Diese Kommentare können auf intelligente Weise beispielsweise nach Gefühl (positiv oder negativ) oder Thema zusammengefasst werden, um schnell relevante geschäftliche Erkenntnisse zu liefern. In der Größenordnung erfordert dies jedoch die Unterstützung durch Maschinelles Lernen, um Kommentare basierend auf zuvor gekennzeichneten Trainingsdaten automatisch zu klassifizieren. Um die veränderlichen Anforderungen an wirtschaftliche Erkenntnisse zu unterstützen und darauf basierend neue Klassifizierungsaufgaben zu definieren, muss die Klassifizierungssoftware flexibel und anpassungsfähig sein. Der Vortrag behandelt die Grundlagen des aktiven Lernens und der Textklassifizierung sowie die Entwicklung eines Open-Source-Kennzeichnungstools durch Qualitize, das maschinelles sowie aktives Lernen nutzt, um neue Modelle zu trainieren und vorhandene Modelle für Maschinelles Lernen zu aktualisieren. Abschließend werden Beispiele aus der Praxis und Business Insights gezeigt, die sich aus der Klassifizierung und Aggregation kundenseitigen Textfeedbacks ergeben haben. Lukas Skibowski, Chief Information Officer (CIO) von Qualitize, hat an der Technischen Universität Hamburg seinen Bachelor (B.Sc.) im Fach Informatik Ingenieurwesen abgeschlossen und anschließend an der Universität Hamburg den Master (M.Sc.) im Bereich IT Management & Consulting absolviert. Bei Qualitize verantwortet er die strategische Ausrichtung der IT und ist die Schnittstelle zwischen den Anforderungen an das Produkt und der entsprechenden informationstechnischen Umsetzung. Max Wiechmann, Software Engineer bei Qualitize, hat an der HAW Hamburg seinen B.Sc. in Media Systems und an der Universität Hamburg seinen M.Sc. in Informatik gemacht. Dabei hat er neben den Bereichen Software Engineering und Architektur seinen Fokus auf die Anwendung von Machine Learning im Kontext von Natural Language Processing (NLP) gelegt. Entsprechend ist er bei Qualitize für das Design und die Implementierung der Backend-Systeme sowie die Umsetzung von Machine Learning Solutions verantwortlich. Data integration using semantic graphs 25.11.2020 | 17 Uhr | Zoom-Session Dr. Edeltraud Leibrock | Connected Innovations Die Datenintegration ist in vielen Unternehmen eine zentrale Herausforderung, da die vorhandene IT und damit die Datenarchitekturen häufig in Silos organisiert sind, die die Organisationsstruktur widerspiegeln. Jede siloübergreifende Aktivität wie Prozessautomatisierung oder Geschäftsanalyse erfordert daher eine Datenintegration. Herkömmliche Ansätze scheitern häufig, wenn funktionale Datendefinitionen nicht eindeutig sind und Daten nur in ihrem Kontext verstanden werden. Es gibt jedoch eine Lösung: Ontologien und semantische Graphen – ursprünglich aus der Linguistik und Soziologie der 1960er-Jahre stammend – sind die einzigen bekannten Strukturen, die kontextgebundene Datenpools ermöglichen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass seit den 1990er-Jahren in der digitalen Forschung semantische Graphen (wieder) etabliert wurden, um Daten und ihre Beziehungen miteinander zu verknüpfen. Heutzutage verwenden Technologieplattformen wie Google semantische Graphen, um große Datenmengen zu organisieren und so eine hohe Leistung und Flexibilität zu gewährleisten. Der Vortrag erläutert, was ein semantischer Graph ist und wie er in verschiedenen Geschäftskontexten eingesetzt werden kann. Dr. Edeltraud Leibrock ist Mitgründerin, Partnerin und Geschäftsführerin von Connected Innovations, einem Beratungsunternehmen für digitale Transformation und KI. Sie engagiert sich auch als Aufsichts- und Beiratsmitglied mehrerer Fintech-Unternehmen und KI-Initiativen wie dem Artificial Intelligence Center Hamburg (ARIC) e.V. Zuvor war sie als Vorstandsmitglied für IT und Prozesse bei der KfW Bankengruppe, der weltweit größten nationalen Entwicklungsbank, verantwortlich. Dr. Leibrock studierte Physik und Biologie in Regensburg, promovierte an der Technischen Universität Hamburg und arbeitete als Postdoc bei der NOAA in Boulder, Colorado. Sie glaubt fest an die Innovationskraft des interdisziplinären Austauschs und der Zusammenarbeit. AI im Enterprise Software Umfeld 02.12.2020 | 17 Uhr | Zoom-Session Omar Hairani | Tchibo Tchibo vereint mit seinem einzigartigen Geschäftsmodell eine Supply Chain, zwei völlig unterschiedliche Produktsparten und drei Vertriebskanäle – ein spannendes Umfeld für datenbasierte Optimierungen. Omar Hairani erläutert in seinem Vortrag, mit welchen technischen und organisatorischen Ansätzen sich Tchibo dieser Herausforderung stellt und wie sich Künstliche Intelligenz im Enterprise Software-Umfeld immer mehr zu einem wesentliche Bestandteil der IT-Strategie bei Tchibo entwickelt hat. Omar Hairani ist Head of BI & Big Data Application bei Tchibo. Er verantwortet mit seinem Team die Entwicklung von Analytics & AI Applikationen sowohl im SAP-BI Umfeld für alle Core-Systeme als auch für den Open Source Bereich auf der Google Cloud Plattform. Einsatzmöglichkeiten für Data Science und KI in Versicherungsarchitekturen 09.12.2020 | 17 Uhr | Zoom-Session Jens Stäcker | msg nexinsure Der Versicherungssektor gilt als einer der Vorreiter beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Techniken zur Analyse großer Datenmengen. Doch wie laufen die Prozesse in den Bereichen der Krankenversicherung und der Kompositversicherung ab? Dieser Vortrag betrachtet zunächst die Architektur von Versicherungsunternehmen und beleuchtet anschließend konkrete Anwendungsmöglichkeiten, auch im Hinblick auf die Fragestellung, wie einzelne Komponenten ineinandergreifen. Abschließend wird diskutiert, wie künftige Anwendungsmöglichkeiten aussehen könnten. Jens Stäcker ist Alumnus der Fachhochschule Wedel und hat dort sein Studium der Wirtschaftsinformatik 1994 als Diplom-Informatiker abgeschlossen. Im gleichen Jahr begann er seine Karriere in der msg-Unternehmensgruppe. Seit 2018 ist er Co-Vorsitzender der msg nexinsure ag und verantwortet das Ressort Sales & Marketing.

FH Wedel meets Airbus

Einen Steinwurf von der Fachhochschule Wedel entfernt, in Hamburg-Finkenwerder, befindet sich der drittgrößte Standort der Zivilluftfahrtindustrie weltweit. Zu den technischen Schlüsselkompetenzen des durch die AIRBUS SE betriebenen Standorts zählt beispielsweise die Entwicklung von Rumpfstrukturen und Kabinendesigns. In einem Projekt der Automatisierung im Bereich der Flugzeugendmontage durfte in den vergangenen Monaten sechs Studierenden der FH Wedel ihr Know-how in der Praxis ausprobieren. Mit Erfolg, wie der Rückblick des Teams zeigt. Um Lösungen für wachsenden Kunden- und Marktanforderungen zu finden und interne Prozesse effizienter und arbeitnehmerfreundlicher zu gestalten, ist das Wirken am Standort südlich der Elbe auf Innovationen ausgerichtet. So forscht und entwickelt Airbus in einem der vielen Projekte auch an einer Automatisierungslösung im Bereich der Flugzeugendmontage. Lange Zeit lag der Fokus des Projektes auf der Prüfung der technischen Machbarkeit und der Entwicklung des Produktes. Erste Prototypen wurden bereits erfolgreich getestet. Die Erweiterung um externe Komponenten unter Betrachtung des globalen Marktes stand fortan auf dem Plan. Ein Paradebeispiel für das BWL-Projekt der FH Wedel, in dem Studierende des Bachelor-Studiengangs zum Einsatz kommen können. Denn im Rahmen des BWL-Projekts werden von Unternehmen eingereichte praxisrelevante Problemstellungen von Studierenden weitestgehend eigenständig und in Absprache mit dem jeweiligen Unternehmen bearbeitet. Im Sommersemester eröffnete nun Airbus sechs Studierenden der FH Wedel die Chance, sich mit der anstehenden Marktbetrachtung zu befassen. Das Studierenden-Team sollte von Anfang Mai bis Ende Juli 2020 zu einem Teil des innovativen Projektes bei Airbus werden. Innerhalb von Airbus ist das Projekt im Intrapreneurship Programm aufgehängt und wird im Accelerator BizLab durch Antje Bulmann (BizLab Platform Lead Hamburg) betreut. Weiterer wichtiger Sparringspartner für das Studierendenteam war Projektleiter Christian Le Polotec (Airbus Cabin & Cargo Program Innovation Project Leader). Ihn unterstützte das studentische Team bei betriebswirtschaftlichen Fragestellungen und konnte das Wissen aus dem bisherigen betriebswirtschaftlichen Studium im Praxistest einsetzen. Das BWL-Projekt ist eine Studienleistung im fünften oder sechsten Semester und macht mit zehn ECTS-Punkten knapp fünf Prozent der gesamten Studienleistung im Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaftslehre aus. Über die Identifikation von Zielgruppen zur Risikoidentifikation und Lösungen für das Marketing Die Aufgabenstellung an die Studierenden war es, den Markt für das bereits entwickelte Produkt zu analysieren und so eine Prognose zu den Erfolgsaussichten des Produktes zu erstellen. Im Fokus stand die grundlegende Marktentwicklung, die Identifikation entsprechender Zielgruppen und Partner, die Risikoidentifikation sowie Ansätze für das interne und externe Marketing und ein Vergleich des Produktes mit bereits im Markt etablierten Produkten. Das Projekt konnte trotz der Corona-Pandemie erfolgreich umgesetzt werden. Dennoch empfanden die Studierenden es als ein Defizit, dass so der persönliche Kontakt fehlte. Das Kick-off-Meeting Mitte Mai sowie regelmäßige Status-Meetings mit den Ansprechpartnern bei Airbus und den betreuenden Professoren fanden anstatt dessen ausschließlich virtuell statt. Durch die seitens der FH Wedel bereitgestellten Software-Lösungen gelang es dem Team jedoch, das Projekt sehr gut zu bewältigen. Zum Abschluss konnte das Team die Projektergebnisse in Präsenz im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) präsentieren. Projektleiter Le Polotec zeigte sich von dem Endergebnis begeistert: „Die Studierenden haben uns mit den Ergebnissen ihrer Arbeit überzeugt. Ich werde die neu gewonnenen Erkenntnisse für weitere Schritte nutzen und gratuliere dem gesamten FH Wedel Projektteam für die sehr gute Arbeit.“ Die Studierenden waren sich einig, dass die vorangegangenen Wochen und Monate zwar herausfordernd waren, sie jedoch wichtige Erfahrungen im Projektmanagement machen konnten. Das Erlernen einer zielorientierten Zusammenarbeit mit einem global agierenden Unternehmen und das Weiterentwickeln und Stärken ihrer methodischen und persönlichen Kompetenzen bereicherte ihren Erfahrungsschatz sehr. Seitens der FH Wedel wurden die Studierenden in diesem Projekt von Prof. Franziska Bönte, Professorin für Controlling und Unternehmensführung, und Prof. Gunnar Harms, Professor für Produktions- und Logistikmanagement, betreut.

Vision des neuen Radfahrens

Wie bewegen wir uns zukünftig unfallfrei in unserer Stadt? Über mehrere Monate tüftelte das Team Dataport der Cross Innovation Class an einer Lösung, die für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgt. Entstanden ist ein smarter Fahrradlenker "Saflr", mit dem sich Nicola, Daniel und Yaroslavna zuletzt einen Platz im Förderprogramm Call for Transfer sichern konnten. Wie gehts jetzt weiter? Das haben die Studierenden im Gespräch mit Mareike Borgstedt der Hamburg Kreativ Gesellschaft beantwortet. Daniel studiert im siebten Semester Smart Technology an der FH Wedel. Nicola und Yaroslavna studieren beide ebenfalls im siebten Semester Produkt Design an der AMD Akademie Mode & Design. Nehmt uns doch zum Einstieg einmal mit an den Anfang des Projekts: Wie habt ihr eure Idee zu Saflr gefunden? Nicola: Unsere Idee zu Saflr haben wir im Zusammenschluss mit Dataport gefunden. Wir haben uns am Anfang überlegt, welche Themen es zur Sicherheit im Straßenverkehr gibt. Was sind die Gefahren? Warum passieren Unfälle? Da ist uns aufgefallen, dass es unter vielen Unfallursachen einen Punkt gibt, den wir durchaus beeinflussen können: Das ist die Aufmerksamkeit. Denn es passieren zigtausend Unfälle, weil Verkehrsteilnehmer unkonzentriert sind. Und wie kann man Schlafmützen im Straßenverkehr wachrütteln? Nicola: Saflr setzt an zwei Punkten an: Zum einen rücken wir mit dem Produkt das Thema Aufmerksamkeit im Straßenverkehr wieder mehr in den Fokus. Zum anderen unterstützt Saflr die Verkehrsteilnehmer konkret dabei, sicher ans Ziel zu kommen. Nämlich? Daniel: Saflr ist ein Lenkergriff, der vibriert, sobald man sich einer Gefahrenzone nähert. Gleichzeitig sendet auch die App ein Warnsignal, indem sie die Gefahrenzone entlang der Route markiert. Wir sensibilisieren die Verkehrsteilnehmer also schon, bevor sie sich in eine brenzlige Situation begeben. Eurer Projektpartner Dataport ist in sechs Bundesländern vertreten und ein wichtiger Akteur im IT-Dienstleistungsbereich. Wie habt ihr als Studierende eure Rolle gegenüber einem so großen Unternehmen gefunden? Daniel: Wir hatten das Gefühl, auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden und eine tolle Ansprechpartnerin an unserer Seite. Sie ist für den Bereich Innovation zuständig, war immer für uns da, hat sich eingesetzt, neue Ideen mit eingebracht und ist selbst eine begeisterte Radfahrerin, was natürlich sehr gut gepasst hat. Wir wurden sogar eingeladen, um zu schauen, wie wir unsere Arbeit auch nach der Cross Innovation Class weiterführen könnten und wo man sich noch mit dem Projekt bewerben könnte. Darüber hinaus haben wir auch tolle Unterstützung durch unsere Dozenten und Mentoren an der Uni erfahren. Was habt ihr aus dem Austausch mit Dataport gelernt? Daniel: Dass ein großes Unternehmen beweglich, flexibel und innovativ sein kann und ein Interesse an studentischen Ideen hat. Dataport hat uns viel beim Thema Umgang, Beschaffung und Auswertung von Datenmaterial geholfen. Zum Beispiel hatten sie die Umweltdaten des Open Data Portal des Statistischen Bundesamts bereits im Blick. Da wären wir selbst nicht so schnell darauf gekommen. Überhaupt war Dataport in unseren Augen ein wahnsinnig dynamisches Unternehmen, wo die Mühlen keineswegs langsam mahlen. Ihr seid in das Förderprogramm Call for Transfer von Hamburg Innovation aufgenommen worden. Wo steht ihr momentan mit eurem Projekt?    Yaroslavna: Nach Semesterende hatten wir das Projekt eigentlich zur Seite gelegt und uns auf Uni und Job konzentriert. Die Bewerbung zur Förderung Call for Transfer lief da mehr so nebenbei. Doch als wir die Förderung dann bekommen haben, hat uns das einen Kick gegeben und die nötige Motivation weiterzumachen. Jetzt stehen wir wieder ein bisschen am Anfang: Wir wollen das Projekt analysieren und zurückschauen, was wir gemacht haben und neue Ideen entwickeln, um Saflr auf den Markt zu bringen und Kooperationspartner zu suchen. Wie hilft euch das Förderprogramm bei den nächsten Schritten? Nicola: Natürlich hilft es uns dabei, das Projekt finanzieren zu können. Wir haben uns natürlich auch selber eine Struktur gemacht. Wir geben regelmäßig Rückmeldung an Hamburg Innovation über den aktuellen Stand des Projektes. Am Ende steht dann das Schreiben eines Abschlussberichts an. Aber größtenteils liegt Saflr in unseren Händen. Könnt ihr konkretisieren und uns eine kleine Sneak Peak geben, was die nächsten Schritte sind, die ihr jetzt angehen möchtet? Nicola: Auf jeden Fall werden wir noch mal das komplette Design und auch die Funktion überdenken. Was macht wirklich Sinn? Was muss ausgebaut werden? Wir möchten auch schauen, wie wir eventuell für junge Menschen ein bisschen interessanter werden können. Daniel: Einen weiteren Fokus werden wir auf die App legen. Der Lenkergriff ohne die App funktioniert nicht, beides soll aber miteinander kommunizieren. Anschließend kann man die App natürlich auch als eigenständiges Produkt sehr gut vermarkten. Ihr habt gesagt, der nächste Schritt sei es, die jüngere Zielgruppe zu erreichen. Was wünscht euch für Saflr? Was ist das große Ziel? Yaroslavna: Das große Ziel ist, unser Produkt auf der Straße zu sehen und dass wir etwas schaffen, was den Leuten tatsächlich hilft, Unfälle zu vermeiden. Neben der Entwicklung eines Prototyps im Rahmen der Cross Innovation Class habt ihr auch Workshops und Methoden-Trainings besucht. Wie hat sich das auf eure Arbeit ausgewirkt? Nicola: Die Methoden und ihre Nutzung waren eine große Hilfe, gerade bei dem Kreativprozess. Teilweise arbeiten wir in der Uni schon kreativ z. B. mit Design Thinking. Aber wir haben darüber hinaus auch anderen Methoden kennengelernt, und das hat wirklich den Horizont erweitert und uns noch mehr Input gegeben. Yaroslavna: Ich erinnere mich z. B. an die Methode, bei der wir unsere Zielgruppe als eine Person vorstellen sollten. Das war sehr hilfreich, weil wir so die Nutzer/innen von Saflr gefunden und definiert haben. Auf welche Meilensteine in eurem Projekt seid ihr besonders stolz? Nicola: Es war eine wahnsinnig intensive Zeit, die wir an dem Projekt in der Cross Innovation Class gearbeitet haben. Wir sind richtig stolz auf die Präsentation am Ende, mit der wir den Preis für interdisziplinäre Zusammenarbeit bekommen haben. Aber der größte Meilenstein ist definitiv die Förderung durch Hamburg Innovation. Welche Chancen und Herausforderungen habt ihr in den vergangenen Monaten innerhalb dieser interdisziplinären Teamarbeit erlebt? Yaroslavna: Ich glaube, wir sind an dem Punkt, dass wir ehrlich miteinander sind, egal was gerade für den nächsten Schritt im Fokus steht. Ganz besonders wurde bei uns das Interesse an den anderen Disziplinen geweckt. Daniel ist sehr gut im Umgang mit Daten und Technik. Er ist unser Held, was das angeht, und wir freuen uns immer, wenn er uns Tricks verrät. Nicola kann sehr gut Visuelles und Grafisches beurteilen und ich habe einen Marketing-Background und kann somit von Verkaufsseite her argumentieren. Gibt es eine Disziplin, die euch im Team fehlt und euch bei weiteren Schritten unterstützen könnte? Yaroslavna: Nach dem heutigen Stand sind wir gut aufgestellt. Es kann natürlich sein, dass wir im Laufe des Projekts merken, dass wir noch weitere Qualifikationen bräuchten. Welche Tipps würdet ihr studentischen Teams bei einer kollaborativen Arbeit mit an die Hand geben? Yaroslavna: Traut euch mitzumachen und euch auszuprobieren. Motiviert euch selbst und andere. Und habt keine Angst! So war es zum Beispiel auch mit der Förderung bei uns. Wir sind nicht direkt davon ausgegangen, dass wir sie bekommen würden. Aber wir haben trotzdem gesagt: „Warum nicht?“ Dann investieren wir jetzt kurz die Zeit, fassen unser Projekt zusammen und bewerben uns. Das hat viel Arbeit gekostet, aber es hat sich am Ende ausgezahlt. Über die Cross Innovation Class Die Cross Innovation Class setzt dort an, wo Lehrpläne im Studium oftmals Lücken aufweisen – in der Entwicklung interdisziplinärer Kompetenzen für eine digitalisierte Arbeitswelt. In mehreren Teams arbeiten ein Semester lang Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen und Hochschulen an der Entwicklung smarter Produkte anhand konkreter Aufgabenstellungen aus der Praxis. Der Arbeitsprozess beinhaltet neben der Ideenfindung eine ausführliche Entwicklungsphase der Prototypen. Zwei Jahrgänge der Cross Innovation Class gab es bereits, in denen Studierende der Fachrichtungen Smart Technology (FH Wedel), Produktdesign (AMD Akademie Mode & Design Hamburg), Digital Media (Leuphana Universität Lüneburg), Stadtplanung (HafenCity Universität) und Media Systems (HAW Hamburg) gemeinsam in Projekten tüftelten. Veranstalter der Cross Innovation Class ist die Hamburg Kreativ Gesellschaft.

Unter den beliebtesten Hochschulen Deutschlands

Im gestern veröffentlichten Hochschulranking 2020 des Hochschulbewertungsportals StudyCheck erreicht die Fachhochschule Wedel den siebten Platz und zählt damit zu den Top Hochschulen in Deutschland. In 2019 sprachen sich 99 Prozent ihrer Studierenden und Absolventen für eine Weiterempfehlung aus und bewerteten ihre Hochschule mit durchschnittlich 4,2 von 5 Sternen. Mit Spannung wurde gestern in der FH Wedel das für Anfang März angekündigte Hochschulranking 2020 des Hochschulbewertungsportals StudyCheck erwartet. StudyCheck zeichnet jedes Jahr jeweils zehn Universitäten und Hochschulen Deutschlands als Top aus. Basierend auf insgesamt 40.320 Bewertungen im Jahr 2019 belegt die FH Wedel nicht nur den siebten Platz im bundesweiten Ranking, sondern ist damit auch Schleswig-Holsteins beliebteste Hochschule. „Wir bedanken uns für die große Verbundenheit.“ „Wir sind überwältigt von diesem positiven Feedback unserer Studierenden und Absolventen und bedanken uns herzlich für diese große Verbundenheit“, äußerte sich Prof. Eike Harms, Präsident der Fachhochschule Wedel, zu der Auszeichnung als Top Hochschule. Bestätigt wird das Ergebnis des Hochschulrankings von StudyCheck auch durch eine Befragung unter Absolventen der FH Wedel in 2019. Darin gaben 92 Prozent der Befragten an, dass sie auch heute noch der FH Wedel gegenüber anderen Hochschulen den Vorzug geben und sich erneut für ein Studium an der FH Wedel entscheiden würden. Der selbst gesteckte Qualitätsanspruch der Hochschule ist hoch, denn Studierende an der FH Wedel sollen nicht nur während ihres Studiums, sondern auch langfristig mit ihrer Hochschule zufrieden sein, da sie durch ihre Ausbildung und den dort erlangten fachlichen und persönlichen Kompetenzen nachhaltig einen erfolgreichen Berufsweg einschlagen sollen. Der Fokus des Qualitätsmanagements liegt auf der Lehrqualität. Insbesondere dieses Engagement der Hochschule wird durch ihre Studierenden honoriert, denn unter den derzeit insgesamt 150 relevanten Bewertungen bei StudyCheck wurden durchschnittlich für die Studieninhalte 4,5 und für die Dozenten 4,4 von 5 Sternen vergeben. Der offene Dialog mit ihren Studierenden und auch die Thematisierung von kritischen Punkten hat für die FH Wedel stets eine hohe Relevanz. Die Nähe zwischen Studierenden, Lehrenden und Verwaltungspersonal ermöglicht es, im direkten Kontakt und im Austausch an Verbesserungen für die Hochschule zu arbeiten. Über die obligatorische Lehrevaluation hinaus werden Studierende und Absolventen zudem regelmäßig zu verschiedenen Stadien befragt, um aus dem Feedback frühzeitig mögliche Kritikpunkte erkennen und hierfür zeitnah Lösungen entwickeln zu können. Als unmittelbare Reaktion auf Feedback von Studierenden wurden beispielsweise in 2018 Lernbereiche in der Hochschule erweitert und erneuert und derzeit wird die Implementierung einer neuen Verwaltungssoftware zur stärkeren Digitalisierung der Verwaltungsprozesse vorbereitet. Hohe Relevanz für die Studienwahl Das ungeschönte Feedback über öffentliche Bewertungen fließt ebenfalls in die interne Reflexion ein. Das unabhängige Hochschulbewertungsportal StudyCheck ermöglicht Studierenden und Alumni seit 2013, Meinungen zu ihrem Studium abzugeben. Als Informationsquelle für Studieninteressierte hat sich das Portal seit dem eine führende Position erarbeitet und wird zusätzlich zu inhaltlich ausgerichteten Portalen wie dem Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz für die Entscheidungsfindung, welche Hochschule und welcher Studiengang individuell am besten passen, berücksichtigt.

Prototyping Lab mit Hamburger Medienunternehmen

Das Prototyping Lab von nextMedia.Hamburg sucht Antworten auf die Frage nach der Zukunft der Medien und lässt experimentierfreudige Unternehmen mit talentierten Studierenden aus dem Hamburger Raum ein Semester lang einsetzbare Prototypen entwickeln. Nach der Premiere vor einem Jahr fokussierte das zweite Prototyping Lab den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. In interdisziplinären Teams tüftelten Studierende der Fachhochschule Wedel, der Hamburg Media School und der Universität Hamburg gemeinsam an herausfordernden Fragestellungen der Hamburger Medienhäuser N-JOY, SPIEGEL MEDIA und Bauer Media Group. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: eine Music Prediction Machine, ein Filter gegen betrügerische und unpassende Werbung und eine intelligente Rezeptdatenbank. Kürzlich wurden die entsprechenden Prototypen in einer spannenden Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert, mitten drin drei Bachelor-Studenten der FH Wedel. Den ersten Case des Abends stellte das Team N-JOY vor, das die Aufgabe hatte, der Musikredaktion mittels KI dabei zu helfen, neue Songs auszuwählen, die den Hörern des Senders mit hoher Wahrscheinlichkeit gefallen. Der Sender hatte den Studierenden hierfür Umfrageergebnisse sowie 500 bewertete Songs zur Verfügung gestellt, auf deren Basis die KI entwickelt und trainiert werden konnte. Es galt, die Musiktitel nach verschiedenen Merkmalen zu analysieren und die Wahrscheinlichkeit zu bestimmten, mit der ein Song dem durchschnittlichen Hörer des Radiosenders gefällt. Der Versuch eines solchen Zielgruppen-Targetings für das Radio stellte sich schnell als Neuland heraus. Denn derzeit gibt es keine vergleichbaren Anwendungen – weder national noch international. Das Projekt-Team entwickelte im ersten Schritt einen Audio Analyzer, der Musiktitel nach 33 Kriterien wie Geschwindigkeit, Stimmung oder Genre untersucht und die Ergebnisse dann an eine KI-Anwendung ausspielt. Diese gleicht die Resultate mit den Umfrageergebnissen und dem bisherigen Hörverhalten und Geschmack der Zielgruppe ab, ehe das User Interface die Erkenntnisse für die Redaktion aufbereitet. Die Redakteure könnten so zukünftig bei der Auswahl von Neuerscheinungen unterstützt werden. Der menschliche Faktor solle jedoch laut N-JOY bei der Songauswahl die entscheidende Instanz bleiben. Niklas Drews, Bachelor-Student an der FH Wedel in Informatik erzählt, dass ihm insbesondere die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesem Team sehr viel Spaß gemacht hat. "Es war interessant zu sehen, wie meine Teampartner an die Aufgabe herangegangen sind. Durch die Zusammenarbeit konnte ich viel lernen, mich aber gleichzeitig auch gut einbringen. Meine Teampartner waren allesamt Master-Studenten. Ich hatte aber nicht das Gefühl, ihnen fachlich nachzustehen." Das Team SPIEGEL MEDIA stellte einen Prototypen vor, der schon bald die Markensicherheit vieler Online-Produkte erhöhen könnte. Anlass der Aufgabenstellung von SPIEGEL MEDIA, Fakes in Werbemitteln zu identifizieren, ist, dass Fake-Ads, also nicht-legitimierte Werbung beispielsweise mit Prominenten oder mit Verweisen auf unseriöse Webseiten, einen großen Schaden anrichten. Betrügerische und unpassende Werbung soll mithilfe der Anwendung herausgefiltert und im GoogleAdManager automatisch blockiert werden. Bei 2,5 Millionen Werbemitteln, die potenziell automatisiert ausgespielt werden können, liegt es auf der Hand, dass Fake Ads nicht händisch zu identifizieren sind. Um ihr Ziel zu erreichen, nutzten die Studierenden eine sogenannte Support Vector Machine, die basierend auf klassifizierten Daten Vorhersagen über den Urheber der Werbemittel trifft. Konstantin von Wendt, Student im Bachelor-Studiengang Computer Games Technology an der FH Wedel, erzählt, dass die größte Herausforderung darin lag, eine Datengrundlage zu erhalten, anhand derer man die KI trainieren kann. "Der ursprüngliche Plan war, diese über die Google API direkt aus dem genutzten GoogleAdManager zu ziehen. Diese Funktion ist aber nicht vorgesehen." Daher entwickelten die Studierenden einen Bot, der das Durchsuchen des GoogleAdManagers ermöglicht. Creative für Creative kam es so zur Verifizierung und die KI konnte anhand dieser Erkenntnisse trainiert werden. Mit großem Erfolg: Bei einer Testmenge von 2.000 Daten glänzte der Prototyp bereits mit einer Trefferquote von 95 Prozent. Auch bei fremden, größeren Datenmengen seien ähnliche Trefferquoten erreicht worden. Konstantin ist sichtlich stolz: "Wenn ich den Prototypen sehe, freue ich mich sehr über das Ergebnis. Zwischenzeitlich war nicht sicher, ob wir tatsächlich ein Ergebnis präsentieren könnten. Die Genauigkeit unseres Ergebnisses hat nun alle unsere Erwartungen übertroffen." Auch für das dritte Medienunternehmen, die Bauer Media Group, konnte ein Prototyp fertiggestellt werden. Das Team Bauer Media Group entwickelte eine strukturierte, intelligente Datenbank, die das Archiv von Deutschlands größtem Food-Verlag, dem HOUSE OF FOOD, rückwirkend mit Metadaten versieht und so neue Suchmöglichkeiten eröffnet. Auf Grundlage von 100.000 Bildern und Rezepten hatten die Studierenden hierfür zunächst eine Reihe an Merkmalen definiert und rund 2.000 Dateien manuell getaggt, ehe ein neuronales Netz trainiert werden konnte. Dieses kann nun die vorhandenen Rezepte und Bilder nach Merkmalen wie Farbe und Zutat automatisch taggen. Darüber hinaus integrierten die jungen Entwickler eine Reverse-Searching-Funktion. Der Prototyp ermöglicht Redakteuren nicht nur das Auffinden von noch unbekannten Rezepten, sondern bietet eine Durchsuchbarkeit der Datensätze nach Kalorien oder Ernährungsformen wie vegan oder glutenfrei und kann mittels der Suchergebnisse neue Foodtrends mit dem vorhandenen Archivmaterial neu verbinden. Das Fazit der beteiligten Unternehmen, Studierenden und Projektpartner war durchweg positiv. Der Projektverantwortliche seitens der FH Wedel, Prof. Christian-Arved Bohn, Leiter des Studiengangs Medieninformatik, gestand, dass er anfangs skeptisch war. "Unsere drei Studenten wurden doch in ein recht ungewohntes Umfeld geschubst: externe Betreuung, Projektarbeit mit Studierenden anderer Unis, eine riesige Erwartungshaltung von namhaften und großen Unternehmen. Und dann waren die Themen selbst nicht etwa schlicht Aufgaben, sondern wirkliche Problemstellungen der Unternehmen, die zudem sehr schwierig erschienen. Die Ergebnisse in der Abschlusspräsentation haben mich fast sprachlos gemacht. Scheinbar mühelos hatten sich abgestimmte Teams der verschiedensten Fachbereiche gebildet und in gerade mal drei Monaten drei Systeme entwickelt, die die Herausforderungen der Unternehmen gelöst und auf einen guten Weg gebracht haben." Foto: Laura Müller Photography for nextMedia.Hamburg

Nische oder starke Marke?

Die Konzeption und der Betrieb von Online-Shops stehen im Fokus des Studiums E-Commerce. In jedem Wintersemester steht für die Bachelor-Studierenden des fünften oder sechsten Semesters in E-Commerce das Modul "Online-Plattform – Aufbau und Betrieb" auf dem Stundenplan. Bis dahin haben sie sich schon mit den Grundlagen des E-Commerce, Digital Marketing und Web-Technologien befasst. Höchste Zeit, sich einmal selbst im Aufbau eines Online-Shops auszuprobieren. Von der Ideenfindung bis zum finalen Go-live haben die Studierenden genau 13 Wochen Zeit, wobei der Online-Shop bereits nach sechs Wochen als Minimum Viable Product, kurz MVP, also als erste funktionsfähige Version online gehen soll, um sie dann zu finalisieren. Ein ambitioniertes Programm, denn auch ein Praxispartner, der etwa vor einem Relaunch oder gar dem Einstieg in den Onlinehandel steht, muss eigenständig – in der Regel bereits in den Semesterferien – gefunden werden. Von der Akquisition über das Projektmanagement bis hin zum Web-Design und der Auswahl des Shopsystems machen die Studierenden also alles in Eigenregie. Einen besseren Praxistest mit wertvollen Referenzen für die weitere berufliche Entwicklung kann es kaum geben. Zu Beginn des Wintersemesters im Oktober 2019 fanden sich rund 20 Studierende rund um Prof. Florian Schatz, Studiengangsleiter E-Commerce, zusammen. Sie bildeten insgesamt sieben Teams, die nun zum Semesterabschluss sieben reale Online-Plattformen präsentierten. Die Produkte und Branchen der Shops waren ebenso vielfältig wie die Herausforderungen, denen sich die Studierenden stellen mussten. Bei Captain Svenson geht es um Fair Fashion, MARTA PRESS ist ein Independent-Verlag mit einem Schwerpunkt auf gesellschaftskritischen Themen und Natascha Maas ist eine Künstlerin aus Hamburg, die ihre Aquarelle besser online präsentiert haben möchte. Längst überregional bekannt ist das Hamburger Mode-Label derbe, für das der B2B-Online-Shop einen Refresh brauchte. Weiter geht es mit Pflegeprodukten für Mensch und Tier auf Basis des japanischen Schnurbaums von Sofoxin. Die Maldonado Collection vertrieb ihre Schmuckstücke aus Peru bislang nur auf Weihnachtsmärkten und einen Shop rund um ein eigenes Produkt schufen drei Studenten mit dem Leadbook, einem hochwertigen Notizbuch in einem Umschlag aus Metall. Während der Abschlusspräsentation waren die Studierenden sichtlich stolz auf ihre Leistungen und positiv gestimmt, auch was das Feedback ihrer Kunden anbelangte. Folgte man den Präsentationen, fielen viele Stichworte, die in der Welt des Onlinehandels dauerhaft von hoher Relevanz sind – egal ob Nischenprodukt für eine enge Zielgruppe oder bekannter Markenartikelhersteller. Einen wesentlichen Teil macht das Online-Marketing aus. So entwickelten die einzelnen Teams die zum Online-Shop passende Marketing-Strategie, befassten sich mit Content Marketing, SEO- und SEA-Maßnahmen und kreierten ein Storytelling beispielsweise in eigenen Blogs oder auch über Social Media Kanäle. Als Herausforderung wurde auch die technische Umsetzung empfunden, funktionierte etwa die Auslieferung der Webseite nicht optimal auf allen Endgeräten oder in allen Browsern. Das Team derbe brachte beispielsweise auch Vorschläge zur Erhöhung der Automatisierung ein und die gute Konfigurierbarkeit des zur Verfügung gestellten Backends war gleich für mehrere Kunden ein wichtiges Kriterium. Viel Detailarbeit steckt auch in der Produktbebilderung, wobei ansprechende Produktbilder von Käufern einerseits als selbstverständlich vorausgesetzt werden, andererseits aber oftmals kein Bewusstsein dafür vorhanden ist, welch mühevoller Prozess mit der Bebilderung verbunden ist. Wesentlich ist darüber hinaus auch eine intuitive Navigation sowie ein praktikables Shop-System, das zu kurzen Wegen für den Kunden im Bestellprozess führt. "Die Lerneffekte im Modul "Online-Plattform" sind enorm. Die Studierenden durchlaufen quasi eine Reifeprüfung", kommentierte Schatz die Abschlusspräsentationen. "Zwar stehen den Teams erfahrene Projektmanager zur Seite, dennoch müssen sie ein komplexes Projekt selbstständig und eigenverantwortlich durchführen“, ergänzt er und strahlt „Mir macht diese Lehrveranstaltung immer ganz besonders viel Spaß, da es sehr spannend ist, zu sehen, was bei den Projekten herauskommt. Mehr Praxis geht kaum!“

Erfahrungsaustausch im Silicon Valley

Für Mitte Oktober hatte Aaron Tal ein Flugticket nach San Francisco gelöst. Wenn auch das obligatorische Selfie an der Golden Gate Bridge mit auf dem Programm stand, befand sich der Absolvent des Master-Studiengangs E-Commerce nicht etwa auf ausgetretenen Touristenpfaden, sondern auf einer Studienreise für Start-ups und Unternehmer. Eine Woche lang drehte sich alles um das Lernen von den Erfahrungen ausgewählter IT-Unternehmen aus dem Silicon Valley. Das Motto der Reise: die Digitalisierung gemeinsam aus einer neuen Perspektive entdecken, um die Technologie von morgen besser zu verstehen. Unterstützt wurde Aaron vom Wedeler Hochschulbund, dem Förderverein der Fachhochschule Wedel. Bereits zum zweiten Mal war in diesem Jahr das "Silicon Valley Stipendium" ausgeschrieben worden. Der Zuschlag und die Unterstützung in Höhe von 3.000 Euro gingen an Alumnus Aaron. Nach seiner Ankunft in San Francisco befand sich Aaron inmitten einer kleinen, exklusiven, aber dennoch bunt gemischten Reisegruppe aus Charakteren von Start-ups bis hin zum Mittelständler. Die Gruppe war zu Gast bei Unternehmen wie HAX oder swissnex. Spannend war insbesondere, dass es sich sowohl um privatwirtschaftliche als auch öffentliche, also von Ländern geförderte Accelerator handelte. Besonderen Eindruck bei Aaron hatte aber der Besuch bei Plug and Play hinterlassen. "Neben einer Führung durch die Räumlichkeiten durften wir auch an einer Reihe von Übungs-Pitches teilnehmen. Diese Pitches sind als Trainingseinheiten für Entrepreneurs gedacht, die an dem Programm des Accelerators beteiligt sind. So wurde jeder Pitch kritisch durchleuchtet, welches für uns eine lehrreiche Erfahrung war." Aarons Schlüsselerlebnis war die Wahrnehmung des "Silicon Valley Mindset". "Das Silicon Valley präsentierte sich mir als ein Ort, der für die Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Ideen steht. Das stets präsente Silicon Valley Mindset beschreibt den positiven Umgang mit dem Risiko und dem steten Drang nach Fortschritt. So wird mit dem Risiko immer eine positive Chance verbunden. Bei einer neuen Idee wird nicht zunächst nach Gründen gesucht, warum diese träumerisch oder unnötig ist. Stattdessen wird die Idee kritisch weitergesponnen, um Wege aufzuzeigen, wie diese noch größer werden kann. Es steht also nicht das "aber" im Vordergrund, sondern vielmehr das "und" ebenso wie das "oder". Im Fokus steht somit das Ziel, eine Idee in die Realität umzusetzen. Ist dies geschafft, so folgt man der Devise "Throw it against the wall and see what sticks". Es wird also nur mit dem weitergearbeitet, was sprichwörtlich "kleben geblieben" ist. Im Hinblick auf die deutsche Unternehmermentalität, die so häufig durch einen Zukunftspessimismus geprägt ist, ist dies eine sehr erfrischende Perspektive. Ich bin mir sicher, dass das „Silicon Valley Mindset“ mir eine inspirative Stütze für die Zukunft sein wird." Seit 2018 vergibt der Wedeler Hochschulbund jährlich ein Stipendium in Höhe von 3.000 Euro. Das "Silicon Valley Stipendium" ist ein Zuschuss für einen Besuch der Gründerhochburg im Rahmen einer organisierten Reise. Für das Stipendium können Studierende vorgeschlagen werden, die sich in den letzten beiden Semestern in ihrer Abschlussarbeit mit einem Thema rund um das Gründen beschäftigt haben oder unmittelbar im Anschluss an ihr Studium gegründet haben. Aaron Tal hat bereits während seines Studiums Gründungserfahrung gesammelt und sein Vorhaben im Anschluss an sein Studium fortgesetzt. Weitere Stipendiatin war E-Commerce-Absolventin Kristina Engel, die gemeinsam mit FH-Absolvent Alexander Kirtzel das Unternehmen elbWalker gründete.

Planspiel im Bundesrat

Anfang November waren Studierende des Master-Studiengangs IT-Sicherheit auf einer spannenden Mission in Berlin. Sie waren eingeladen, im Rahmen einer internen Schulung des Bundesrats zu IT-Sicherheitsrisiken aufzuklären. In der Schulung mit rund 60 Teilnehmern sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesrats im Bereich der IT-Sicherheit sensibilisiert werden. Die Schulung basierte auf einem Planspiel von known_sense. In insgesamt sechs Stationen wurde darin spielerisch jeweils ein Aspekt der IT-Sicherheit untersucht. Fünf Studierende und Prof. Gerd Beuster, Leiter des Studiengangs IT-Sicherheit, betreuten jeweils eine Station. In einer Station sollten beispielsweise Phishing-Mails von legitimen Mails unterschieden werden. An einer anderen Station wurden die Schäden geschätzt, die durch IT-Sicherheitsvorfälle angefallen sind. An einer dritten Station sollten auf einem Wimmelbild typische IT-Sicherheitsprobleme auf Dienst- und Geschäftsreisen identifiziert werden. Zum Abschluss der Veranstaltung konnte die Delegation aus Wedel dann noch das Spionagemuseum in Berlin besuchen. Im Rahmen einer Führung durch den Bundesrat in Begleitung des IT-Sicherheitsbeauftragten des Bundesrates, Danijel Vollstädt, konnten die Wedeler Studierenden außerdem Interessantes über das Verfassungsorgan lernen. Vollstädt erklärte unter anderem die besonderen Herausforderungen der IT-Sicherheit dieser Institution, der es im Unterschied zu einer Firma nicht um den Schutz besonderer Firmengeheimnisse geht. Oberste Priorität habe vielmehr, dass die Abläufe im Bundesrat nicht gestört werden. Beuster zog zu der Exkursion nach Berlin eine durchweg positive Bilanz: "Für unsere Studierenden war das eine tolle Möglichkeit, die Praxis der IT-Sicherheit bei einem Bundesorgan kennenzulernen. In ihrem Berufsleben wird es eine ihrer Hauptaufgaben sein, als IT-Sicherheitsexperten Sensibilisierungstrainings durchzuführen. Die Schulung gab ihnen Gelegenheit, darin unter Expertenaufsicht erste Erfahrungen zu sammeln. Das ist bei beiden Seiten gut angekommen. Die Studierenden konnten praktische Erfahrungen bei der Wissensvermittlung sammeln, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesrats haben einiges über aktuelle Bedrohungen in der IT-Sicherheit gelernt."

Marktanalyse für Softwareauswahl

Vier Studierende im Bachelor-Studiengang IT-Management, Consulting & Auditing durchliefen in diesem Sommersemester ihr erstes Praxismodul. Für den erst im Wintersemester 2016 gestarteten Studiengang war die Durchführung dieses Projekts das erste seiner Art und die Premiere wartete mit einem hochkarätigen Praxispartner auf: dem SPIEGEL-Verlag. Anfang Mai trafen sich die Leitung IT & Einkauf des Verlagshauses, Mitarbeiter der Abteilung, die vier Studierenden und die Leitung des Studiengangs IT-Management, Consulting & Auditing zum Kick-off. Die Ausgangssituation: Um die Errungenschaften der Digitalisierung sinnvoll zu nutzen, möchte der SPIEGEL-Verlag mit seinen über 1.100 Mitarbeitern die internen Einkaufsprozesse verbessern und ein weitestgehend automatisiertes Bestellverfahren einführen. Also machte sich das Studenten-Team auf, die internen Prozesse der Abteilung kennenzulernen, zu hinterfragen und nach Lösungen in Form einer passenden Software zu suchen. In drei Phasen zur idealen Software-Lösung Um sich inhaltlich der Aufgabenstellung zu nähern und in einzelnen Teilschritten den Weg zur bestmöglichen Lösung für ihren Kunden zu gehen, wählten die Studierenden ein typisches 3-Phasen-Modell: Initialisierung, Problemverständnis, Lösungsentwicklung. Zunächst ging es also darum, Verantwortlichkeiten und Aufgaben zu klären sowie Letztere zu terminieren. Zum besseren Problemverständnis wurden anschließend mehrere Interviews mit Mitarbeitern aus verschiedenen Positionen und Bereichen geführt. Entscheidend voran brachte das Projekt ein gemeinsamer Workshop. "Der letzte große Schritt zur Analyse über die Feinheiten war ein an Design Thinking angelehnter Workshop", erzählt der Student Erik Bardenhewer. "Bei diesem Workshop ging es noch mal ganz granular darum, herauszufinden, was die imaginär perfekte Software denn können müsste. Eine Vielzahl an bislang im Hintergrund stehenden, innovativen Anforderungen konnte identifiziert werden." Über die Entwicklung eines Ideen-Soll-Prozesses und die Definition von K. O.-Kriterien wollten die Studierenden dann anhand eines exakten Anforderungskataloges den Markt nach passenden Angeboten durchforsten. Nach einer ersten Marktanalyse landeten zunächst rund 20 Software-Anbieter auf der Longlist der Studierenden. Unter den sehr unterschiedlichen Angeboten die gewinnbringende und passgenaue Lösung herauszufiltern, war für das studentische Team eine der größten Herausforderungen und Erik schlüpfte auch in eine bislang unbekannte Rolle. "Bei diesem Projekt war ich als Vertreter der SPIEGEL-Gruppe ja selber der Kunde und musste erst einmal lernen, mich von den Vertrieblern nicht zu stark einwickeln zu lassen." Für die bestmögliche Bewertung der Angebote entwickelten die Studierenden ein Scoring Modell mit Kriterien wie Integrierbarkeit, Implementationszeit und Funktionsumfang. Anhand der Punktevergabe schafften es drei Anbieter auf die Shortlist, welche in gemeinsamen Terminen mit dem SPIEGEL ihre Software vorführten. Ende August hatten die Studierenden ihre Abschlusspräsentation. Der SPIEGEL plant nun, in den kommenden Monaten eine der drei Software-Lösungen in das Intranet zu integrieren. Sven Rathjen, Leiter der IT des SPIEGEL-Verlags und Alumnus der Fachhochschule Wedel, zeigte sich sehr zufrieden: "Wir haben durch die Zusammenarbeit mit den Studierenden mehrere neue Anbieter kennengelernt und in Summe deutlich mehr herausbekommen als wir investieren mussten." "Wir haben uns schnell nicht mehr als fremde Studenten gefühlt, sondern eher wie Mitarbeiter." Auch die Studierenden bewerteten das Projekt durchweg positiv. "Die Zusammenarbeit mit der SPIEGEL Gruppe hat uns allen sehr viel Spaß bereitet", erzählt Erik und ergänzt "Wir haben uns schnell nicht mehr als fremde Studenten gefühlt, sondern viel eher wie vollwertige Mitarbeiter." Als Einstieg in die Aufgabenstellung sahen die Studierenden insbesondere das Wissen aus den Lehrveranstaltungen "IT-Management & Prüfung", "Strategisches IT-Management" und "Lebenszyklus von IT-Systemen" als sehr hilfreich an. Alle vier Studenten brachten darüber hinaus auch hilfreiche Praxiserfahrung mit. Eric Bardenhewer und Niclas Kreutner engagieren sich beide in der studentischen Unternehmensberatung Hanseatic Consulting. Matthias Keßler hat Projektexpertise durch Praktika im Audit Bereich und auch Max Schumann hat bereits Projekt- und Beratungserfahrung. Die Kooperation zwischen der SPIEGEL-Gruppe und der Fachhochschule Wedel wird auch über dieses Projekt hinaus weiter fortgesetzt. Die SPIEGEL-Gruppe zählt inzwischen zu den Partnern im dualen Studium der FH Wedel und rekrutiert derzeit für das Bachelor-Studium (Wirtschafts-)Informatik zum Studienstart im Oktober 2020.

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