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Noch keinen Studienplatz?

Interessenten für ein Bachelor- oder Master-Studium in den Bereichen Informatik, Technik oder Wirtschaft können sich an der Fachhochschule Wedel noch bis Ende September für den Studienbeginn zum kommenden Wintersemester bewerben. Studienanfängern wird ein Start ins Studium in Präsenz einschließlich Orientierungswoche geboten. Das Studienangebot an der FH Wedel umfasst zwölf Bachelor-Studiengänge sowie acht Master-Studiengänge in der Informatik sowie den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Eine hohe Praxisrelevanz und eine anwendungsorientierte Lehre in Präsenz zeichnen das Studium an der staatlich anerkannten privaten Hochschule aus. Das kommende Wintersemester organisiert die FH Wedel für alle ihre Studierenden in einem Hybridmodell, das digitale Lehrformate und Präsenzlehre verbindet. Bei der Planung der Präsenzveranstaltungen stehen die Erst- und Zweitsemester an erster Stelle. „Die sozialen Kontakte untereinander und der direkte kommunikative Austausch mit den Lehrenden haben gerade in der Anfangsphase des Studiums eine sehr hohe Bedeutung, die wir nicht außer Acht lassen dürfen“, erklärt Prof. Eike Harms, Präsident der Fachhochschule Wedel. So können sich die Studienanfänger noch vor dem Vorlesungsbeginn Mitte Oktober in einer Orientierungswoche mit den studentischen Angeboten in der Hochschule oder auch der Nutzung der Rechenzentren vertraut machen. Die Software-Angebote zur Studienorganisation und zum gemeinsamen Lernen wie Moodle oder Zoom und digitale Lehrformate wie Screencasts haben sich während des Sommersemesters bewährt und kommen auch zukünftig zum Einsatz. Zudem kommen Streaming-Angebote auch den Studierenden zugute, die zur Risikogruppe zählen und auf digitale Lehrformate angewiesen sind. Erweitertes Studienangebot Ab Oktober erweitert die FH Wedel ihr Studienangebot um die konsekutive Studienrichtung Data Science & Artificial Intelligence sowie den Master-Studiengang Wirtschaftsinformatik / IT-Management. In dem Bachelor- und Master-Studium Data Science & Artificial Intelligence lernen die Studierenden wie Unternehmensprozesse datengetrieben mittels Künstlicher Intelligenz, der Data Science und des Machine Learnings intelligent gelöst werden. Sie spezialisieren sich in Bereichen wie E-Commerce, Industrie 4.0 oder Operations Management und qualifizieren sich für den späteren Berufseinstieg als Analysten, Consultants, Systemarchitekten oder auch in der Forschung. Das Master-Studium Wirtschaftsinformatik / IT-Management umfasst die Kernthemen IT-Management im Digitalzeitalter, Daten-Management und Analytics sowie Soft Skills für Führungspositionen. Studierende befassen sich darin mit Fragestellungen dazu, wie digitale Technologien bestehende Geschäftsmodelle und Unternehmen verändern und welche Rolle IT dabei einnimmt. Studienstart mit Deutschlandstipendium Studieninteressierte können ihre Bewerbung an der FH Wedel auch noch mit einer Bewerbung für ein Deutschlandstipendium verknüpfen. Ziel der Initiative Deutschlandstipendium ist es, angehenden Studierenden einen Anschub zu ihrer Entscheidung für eine anspruchsvolle Ausbildung zu geben. Die Kosten für die monatliche Förderung von 300 Euro teilen sich der Bund und private Förderer. In Kooperation mit der FH Wedel sind dies die Werner Petersen-Stiftung sowie der Wedeler Hochschulbund e.V. Bewerbungsfrist für das Deutschlandstipendium ist der 15. September. Alle Informationen zum Bewerbungsprozess auf einen Blick: www.fh-wedel.de/deutschlandstipendium Einfaches Bewerbungsverfahren Unter Anmelden wird das Bewerbungsverfahren für ein Studium an der FH Wedel im Detail erklärt. Das Formular „Anmeldung zum Studium und Studienvertrag“ wird ausgefüllt mit den bisherigen Zeugnissen und dem tabellarischen Lebenslauf an die Hochschule geschickt oder vor Ort im Studierendensekretariat abgegeben. Die Studiengänge sind zulassungsfrei. Rückfragen zu Bewerbungen nimmt das Studierendensekretariat unter der Telefonnummer 04103 – 80 48 0 oder der E-Mail sekretariat@fh-wedel.de entgegen.

Wintersemester als Hybrid

Alle schleswig-holsteinischen Hochschulen starten aufgrund der Corona-Pandemie mit einem angepassten Konzept in das kommende Wintersemester. In einem sogenannten Hybridsemester soll künftig vor allem die praktische Ausbildung vor Ort stattfinden und darüber hinaus sollen insbesondere Erstsemester die Möglichkeit erhalten, den Hochschulbetrieb vor Ort in Präsenz kennenzulernen. „Ein Studium ist auch in Zeiten von Corona eine gute Wahl. Mehr denn je haben Studierende die Chance, die Gesellschaft zukünftig mitzugestalten und einen Beitrag zu leisten. Damit sie dafür die besten Voraussetzungen haben, arbeiten wir in Schleswig-Holstein eng zusammen, um digitale Angebote optimal mit der Präsenzlehre zu verbinden. So schaffen wir ein attraktives Studium, das Berufsperspektiven in der Gesellschaft von morgen eröffnet“, erklärte der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Dr. Christoph Jansen, in der heutigen Pressekonferenz zum Wintersemester 2020/2021 in Kiel. Großer Innovationsschub Nach Aussage von Wissenschaftsministerin Karin Prien habe es durch die Corona-Pandemie für Lehre und Lernen an den Hochschulen einen gewaltigen Innovationsschub gegeben. „Das war eine große Herausforderung für alle Beteiligten, aber auch ein gewaltiger Sprung nach vorn. Diese Entwicklung wollen wir mit unserem Digitalisierungsprogramm weiter unterstützen“, betonte sie. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur plant, die Hochschulen des Landes bei der Digitalisierung der Onlinelehre im kommenden Wintersemester mit bis zu fünf Millionen Euro zu unterstützen. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen die digitale Infrastruktur und Lehre an den Hochschulen weiter ausgebaut und nachhaltige Lösungen entwickelt werden. Unter anderem sollen gemeinschaftliche technische Lösungen zur Datensicherheit und zum Datenschutz im Rahmen eines landesweiten Konzeptes die Effizienz der gesamten Hochschulinfrastruktur erhöhen. „Unser Ziel ist es, den Studierenden an den schleswig-holsteinischen Hochschulen auch in Zeiten von Corona möglichst gute Studien- und Lernumgebungen zu bieten“, sagte Ministerin Prien und machte sich für ein Studium im Norden stark: „Lassen Sie sich von Corona nicht von Ihren Zukunftsplänen abbringen. Die Hochschulen im Land haben viel zu bieten.“ „Wir sind auf die neuen Herausforderungen gut vorbereitet“, ergänzte Jansen und sagte abschließend: „Wir freuen uns auf das kommende Wintersemester und auf alle Studieninteressierten, die sich für eine Hochschule in Schleswig-Holstein entscheiden.“ Gelungene Umstellung auf digitale Formate Mehrere interne Umfragen bei den Studierenden der schleswig-holsteinischen Hochschulen während des Sommersemesters hätten ergeben, dass die Mehrheit der Studierenden sich während der Pandemielage trotz deutlich eingeschränkten Betriebes gut auf den geänderten Lehrbetrieb umgestellt hätte. Dieses Stimmungsbild wird durch die hochschulinterne Umfrage der Fachhochschule Wedel bestätigt. Rund 350 Studierende hatten sich an der Umfrage bis Mitte Juli beteiligt. Mit großer Mehrheit sprachen sie sich dafür aus, dass der FH Wedel die Umstellung der Lehre im Sommersemester 2020 gut gelungen sei (Angaben in Prozent: 26 "sehr gut", 49 "gut", 20 "ok"). Gerade für Vorlesungen, in denen die Wissensvermittlung und die Erläuterung des wissenschaftlichen Denkens im Vordergrund stehen, haben sich die digitalen Formate als gut geeignet erwiesen. Auch die neuen Software-Angebote zur Studienorganisation und zum gemeinsamen Lernen wie Moodle, Zoom und MS Teams wurden von den Studierenden mit großer Zustimmung von über 80 Prozent angenommen. Hybridmodell kommt Erstsemestern zugute Unverändert ist jedoch das Selbstverständnis der Hochschule als Präsenzhochschule. „An der FH Wedel wertschätzen wir das kommunikative und motivierende Element der Präsenzlehre. Wir haben besondere Freude daran, mit unseren Studierenden in den persönlichen Kontakt zu kommen“, erklärte Prof. Eike Harms, Präsident der Fachhochschule Wedel. Bei der Planung der Präsenzveranstaltungen für das kommende Wintersemester erfahren die Erst- und Zweitsemester eine klare Priorität. Die sozialen Kontakte untereinander und der direkte kommunikative Austausch mit den Lehrenden haben gerade in der Anfangsphase des Studiums einen unschätzbaren Wert. Unter gewissenhafter Beachtung der Vorgaben des Infektionsschutzes soll insbesondere den jüngeren Semestern eine möglichst umfassende Präsenzlehre angeboten werden. Damit auch größere Gruppen vor Ort unterrichtet werden können, werden die technischen Voraussetzungen geschaffen, um Lehrveranstaltungen wenn nötig in mehrere Räume zu streamen und die Abstandsregelungen zu gewährleisten. Der Stream kann darüber hinaus auch von Studierenden genutzt werden, die sich beispielsweise zur Risikogruppe zählen müssen oder mit Risikopersonen in häuslicher Gemeinschaft leben. Auf die Vorteile der digitalen Lehre soll dennoch nicht verzichtet werden. Denn gut aufeinander abgestimmt sind die digitalen Lehrformate eine sinnvolle Ergänzung der Präsenzlehre. Vorlesungsbeginn an der Fachhochschule Wedel ist am 13. Oktober. Noch kein Studienplatz? Noch bis zum 30. September können sich Studieninteressierte für die Bachelor- und Master-Studiengänge der FH Wedel bewerben. Das Anmeldeverfahren ist denkbar einfach. Das Formular „Anmeldung zum Studium und Studienvertrag“ wird ausgefüllt mit den bisherigen Zeugnissen und dem tabellarischen Lebenslauf an die Hochschule geschickt oder vor Ort im Studierendensekretariat abgegeben. Die Studiengänge sind zulassungsfrei. Rückfragen zu Bewerbungen nimmt das Studierendensekretariat der Hochschule unter der Telefonnummer 04103 – 80 48 0 oder per E-Mail sekretariat@fh-wedel.de entgegen.

Mit Rückenwind aus Hamburg

Ab Oktober erlernen Studierende im Master-Studiengang Wirtschaftsinformatik / IT-Management der Fachhochschule Wedel praxisrelevantes Wissen für das IT-Management im Digitalzeitalter. Die Inhalte des Studiums bauen unmittelbar auf Anforderung aus der Wirtschaft auf. Ein Beirat aus Vertretern 14 namhafter Unternehmen bürgt für Aktualität und Wissenstransfer. Studieninteressierte können sich noch bis Ende September um einen Studienplatz bewerben. Vertreter mehrerer Hamburger Unternehmen sowie führender Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und IT-Beratungshäuser trafen Mitte Juli per Videokonferenz auf Einladung der Fachhochschule Wedel zusammen, um aus ihrer Praxisperspektive heraus die Relevanz der Lehrinhalte des neuen Studienangebots in Wirtschaftsinformatik und IT-Management zu beurteilen. Der dreisemestrige Master-Studiengang Wirtschaftsinformatik / IT-Management schließt an das Bachelor-Studium IT-Management, Consulting & Auditing an, das sich seit dem Start im Wintersemester 2016/2017 zu einem beliebten Studiengang in Wedel entwickelt hat. „Für uns ist die Einführung des Master-Studiengangs Wirtschaftsinformatik / IT-Management die logische Fortsetzung und ein konsequenter Ausbau des bisherigen Studienangebots in diesem Bereich“, erläuterte Prof. Gerrit Remané, Leiter der beiden Studiengänge im Bereich IT-Management der FH Wedel. „Die Bedarfsevaluation unter unseren Studierenden und Partnerunternehmen hat uns eindeutig in diesem Kurs bestätigt. Mehr als 30 Unternehmen haben sich für eine stärkere Förderung der gleichermaßen bedeutenden technologischen, betriebswirtschaftlichen und sozialen Kompetenzen als Schlüsselqualifikationen für die digitale Transformation ausgesprochen. Mit dem weiterführenden Studienangebot in Wirtschaftsinformatik mit Fokus auf das IT-Management vermitteln wir die Problemlösungs- und Methodenkompetenz, die für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung im IT-Umfeld entscheidend ist“, ergänzte Remané. Mit Kompetenz in die digitale Transformation Das Master-Studium Wirtschaftsinformatik / IT-Management umfasst drei Kernthemen: IT-Management im Digitalzeitalter, Daten-Management und Analytics sowie Soft Skills für Führungspositionen. Studierende befassen sich darin mit Fragestellungen dazu, wie digitale Technologien bestehende Geschäftsmodelle und Unternehmen verändern und welche Rolle IT dabei einnimmt. Lehrveranstaltungen wie Digital Transformation, IT-Security, IT-Strategie und IT-Architektur machen den Kern des Studiums aus. In Modulen wie Business Intelligence und Künstliche Intelligenz erlernen die Studierenden eine konsequente, datengetriebene Entscheidungsfindung sowie Automatisierungen in Unternehmen umzusetzen. Im Bereich Soft Skills werden sie darauf vorbereitet, Führungsaufgaben im IT-Umfeld zu übernehmen und machen sich mit agilem Projektmanagement, Change Management und Modellen des Digital Leadership vertraut. In einer von drei Vertiefungsrichtungen schärfen die Studierenden ihr berufliches Profil zusätzlich – in Software-Gestaltung, Auditing oder IT-Consulting. Mit der Hamburger Wirtschaft vernetzt „Der Studiengang stellt eine sehr gelungene Symbiose aus Business, Informatik und Technik dar. Ich freue mich darauf, für Tchibo meinen Beitrag zur Ausbildung der Studierenden an der FH Wedel leisten zu können und Ihnen über unsere Anforderung an eine moderne IT und das IT-Management einen Einblick in die berufliche Praxis zu ermöglichen“, erklärte Severin Canisius, Director IT bei Tchibo, während der konstituierenden Sitzung des Beirats. René Krolow, Manager IT Supply Chain bei Hapag-Lloyd, ergänzte: „Das Zusammenspiel von Wirtschaft und Lehre ist ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland. Aus diesem Grund begrüßt Hapag-Lloyd ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Wedel für diesen neuen Master-Studiengang.“ Über die Sicherstellung der hohen Praxisausrichtung der Studieninhalte hinaus stehen die Mitglieder des Beirats den Studierenden auch persönlich als Ansprechpartner zur Verfügung oder bringen sich beispielsweise in Gastvorträgen aktiv in die Lehre ein. Dazu erklärte Dr. Axel Griewel, Associate Director der BCG Platinion, der seine Erfahrungen in der Lehrveranstaltung „IT-Consulting Methoden & Fallstudien“ mit den Studierenden teilen wird: „Mir gefällt besonders gut, dass der Studiengang sowohl theoretische als auch praktische Elemente in Kollaboration mit Unternehmen beinhaltet. Abgedeckt werden nicht nur das Handwerkszeug eines IT-Beraters, wie agiles Projektmanagement, sondern auch die aktuell relevanten Themen in der Industrie wie KI und digitale Strategie.“ Das Engagement der Partnerunternehmen soll sich langfristig auszahlen, denn laut Umfrage unter Partnerunternehmen der FH Wedel im Herbst 2019 sind 51,5 Prozent der Befragten sehr interessiert sowie 48,5 Prozent interessiert, Absolventen des neuen Studiengangs als Mitarbeiter zu rekrutieren. Frank Gerber, Partner der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, spricht aus Erfahrung: „Ich bin gerne für die FH Wedel tätig, weil die Absolventen unsere Mandanten mit Engagement, Eigenständigkeit und fachlicher Qualifikation überzeugen und wesentlich zum Projekterfolg beitragen.“ Der Beirat setzt sich zum Start des Studiengangs im Oktober aus Vertretern der Unternehmen Accenture, BCG Platinion, BDO, BIT-SERV, Capgemini, Ernst & Young, Hapag-Lloyd, KPMG, Lufthansa Technik, PwC Deutschland, SAP, SPIEGEL-Gruppe, Tchibo und Unity zusammen. Weitere Stimmen zum Studiengang Karsten Höppner, Head of IT Architecture, BIT-SERV: "Seit vielen Jahren sind Studenten der FH Wedel Teil des BIT-SERV Teams. Ich freue mich, zukünftig auch im Rahmen der Beiratstätigkeit für den Master Wirtschaftsinformatik / IT-Management Studenten auf ihrem Weg in den Beruf zu begleiten." Heiko Kramer, Director Consulting, KPMG: "Als eine der weltweit führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften schätzen wir die Kooperation mit der FH Wedel sehr, die ihre Studierende nicht nur fachlich hervorragend und praxisnah ausbildet, sondern auch wichtige Werte, wie Persönlichkeitsentwicklung und Verantwortungsbewusstsein, vermittelt." Johanna Sophie Tamm, Managerin, PwC Deutschland: "Die Ergänzung des wirtschaftlichen und technischen Fachspektrums um den Aufbau sozialer Kompetenzen im Kontext der Digitalisierung macht den Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik besonders praxisrelevant. Ein enger Austausch zwischen Lehre und Praxis prägte mich selbst während meines Studiums und meine Berufswahl. Daher unterstütze ich den offenen Zugang der FH Wedel für Unternehmen gerne mit meinem Engagement an der Hochschule." Sven Rathjen, Leiter IT & Einkauf, SPIEGEL-Gruppe: "Als ehemaliger Student der FH Wedel freue ich mich, dass ich als Mitglied im Beirat Wirtschaftsinformatik / IT-Management nun selbst mein Wissen mit dem IT-Nachwuchs teilen kann." Theresa Klingebiel, Team Lead Digitalization & Technology, Unity: "Als Managementberatung für Innovation und Digitalisierung freuen wir uns sehr, einen aktiven Beitrag in diesem spannenden Studiengang und damit zur Ausbildung der High Potentials von morgen leisten zu können."

Neues Studienangebot ab Oktober

Im Wintersemester 2020/2021 startet an der Fachhochschule Wedel das konsekutive Bachelor- und Master-Studium Data Science & Artificial Intelligence. Studierende lernen darin Unternehmensprozesse datengetrieben und mittels IT intelligent zu lösen. Für einen guten Start in das Studium sind eine Affinität zu Informatik und Mathematik sowie gute analytische Fähigkeiten wichtig. Bewerbungen sind bis Ende August möglich. In der wirtschaftlichen oder wissenschaftlichen Analyse und Nutzung komplexer Daten steckt ein enormes Potenzial. Der Anwendungsbereich der Data Science ist überaus vielfältig. Data Scientists entwickeln datenbasierte Handlungsempfehlungen in so unterschiedlichen Bereichen wie der Medizinforschung, im Versicherungswesen, im Marketing oder im Qualitätsmanagement produzierender Unternehmen. Nach Einschätzung des Studiengangsleiters Dr. Hendrik Annuth ist das Berufsfeld ideal für diejenigen, die sich gerne und wiederholt in neue Themenbereiche einarbeiten und in kniffelige Fragestellungen vertiefen: „Ein Data Scientist ist vom Typus ein Tüftler und ein Generalist zugleich.“ Dem Datenpotenzial auf der Spur Das Erschließen interdisziplinärer Zusammenhänge ist in der Studienrichtung Data Science & Artificial Intelligence von zentraler Bedeutung. Sie verbindet die Bereiche Informatik, Statistik und Wirtschaftswissenschaften mit der Zielsetzung, dass die Studierenden die Kompetenz entwickeln, mittels Verfahren der Künstlichen Intelligenz, der Data Science und des Machine Learnings Probleme automatisiert zu lösen und dafür intelligente Prozesse zu implementieren. Von Beginn an stehen die praktische Anwendung und das eigenständige Arbeiten im Fokus. Studienprojekte werden anhand realer Datenbeispiele aus der Wirtschaft umgesetzt. So lernen die Studierenden unmittelbar den möglichen Nutzen für Unternehmen kennen. Während des siebensemestrigen Bachelor-Studiums befassen sich die angehenden Data Scientists mit der statistischen Analyse von Daten, mit der Einordnung der analysierten Daten in betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und mit Software, um Prozesse datengetrieben zu steuern. Ab dem dritten Semester prägt die Wahl einer Vertiefungsrichtung das weitere Studium. Eine Spezialisierung ist in den bedeutenden Einsatzbereichen E-Commerce, Industrie 4.0 und Operations Management möglich. Liegen die Interessen eher im wirtschaftlichen oder informationstechnischen Bereich sind die Vertiefungsrichtungen Informatik oder Marketing & Services eine Option. Interdisziplinärer Master offen für Quereinsteiger Data Science steht in einer unmittelbaren Abhängigkeit zu dem Wirtschafts- oder Industriezweig, der die Datenquelle für das Forschungsfeld liefert. Diese Abhängigkeit spiegelt sich in dem Aufbau des Master-Studiengangs Data Science & Artificial Intelligence an der FH Wedel wider. Er ist so konzipiert, dass das Curriculum aus Informatik und Wirtschaft integrativ praxisbezogene Inhalte aus ganz unterschiedlichen Anwendungsbereichen einbindet. Dies ermöglicht es auch Quereinsteigern ihren vorherigen Studienabschluss durch Expertise in Data Science sinnvoll zu erweitern. Das dreisemestrige Master-Studium zielt darauf ab, den weitreichenden Nutzen von Machine Learning und Artificial Intelligence Methoden als Werkzeuge der Unternehmensstrategie zu vermitteln. Studierende erlernen die strategische Planung und Steuerung von Projekten der Künstlichen Intelligenz und erforschen in einem umfangreichen Studienprojekt den vielseitigen Einsatz des Maschinellen Lernens in Kombination mit anderen Techniken und Wissensdisziplinen. Aussicht auf eine erfolgreiche Karriere Die Anforderungen der Industrie an zukünftige Data Scientists werden über die starke Einbindung von Unternehmensvertretern in die Lehre bereits während des Studiums transparent. Der Bedarf an qualifizierten Data Scientists ist hoch. Daher ist auch das Interesse der Wirtschaft an diesem Studienangebot und künftigen Absolventinnen und Absolventen aus Wedel bereits zu Beginn des neuen Studienangebots groß. Die FH Wedel konnte für die Finanzierung des zusätzlichen Lehrpersonals namhafte Stiftungspartner gewinnen: die Tchibo GmbH sowie die msg nexinsure AG. Branchenübergreifend und in unterschiedlichsten Unternehmensbereichen wird die Ausschöpfung der Potenziale bestehender oder noch zu erschließender Datenquellen nachgefragt. Hierzu zählen Banken und Versicherungen ebenso wie Handelsunternehmen unterschiedlicher Größe. Data Scientists werden als Analysten, Consultants, Systemarchitekten, im Management oder auch in der Forschung tätig. Für Absolventinnen und Absolventen der Studienrichtung Data Science & Artificial Intelligence könnten die Aussichten kaum besser sein, in eine erfolgreiche Karriere zu starten. Ausführliche Studiengangsinformationen Bachelor-Studium Data Science & Artificial Intelligence Master-Studium Data Science & Artificial Intelligence

Stellungnahme des Prüfungsausschusses

Das Bundesland Schleswig-Holstein hat ergänzende Gesetzestexte während der Corona-Pandemie erlassen. Abschnitt 11 des Hochschulgesetzes befasst sich mit Sonderregelungen, zu denen die Fachhochschule Wedel explizit Stellung nimmt: § 102 Übergang vom Bachelor zum Master Der befristete Zugang zum Masterstudium wird nach Einzelfallprüfung stattgegeben. § 103 Regelstudienzeit Die Frist zur Ablegung der Übergangsprüfung gemäß § 16a der Prüfungsverfahrensordnung (PVO) ist als privatrechtliche Vorgabe in den „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ geregelt und beträgt unverändert 5 Studiensemester. Der Prüfungsanspruch gemäß § 9 der PVO bleibt unverändert. Studierende, die am Ende der in § 9 Absatz 2 genannten Fristen sind, können beim Prüfungsausschuss einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Der Prüfungsausschuss entscheidet dann nach § 9 Absatz 2 Satz 3. § 105 Abweichende Lehr- und Prüfungsformate, Anrechnung, Freiversuch Aufgrund eines umfassenden digitalen Lehrangebotes gelten die Lehr-, Lern- und Prüfungsbedingungen an der FH Wedel nicht als wesentlich erschwert. Die Prüfungen werden ohne außergewöhnliche Einschränkungen durchgeführt. Klausuren können zweimal wiederholt werden. Lautet das Ergebnis auch dann noch „nicht bestanden“ findet noch eine mündliche Nachprüfung gemäß § 16 Absatz 5 statt, die an anderen Hochschulen im Regelfall unüblich ist. Für Studierende, die Kinder unter 14 Jahren pflegen oder betreuen und deren Lern- oder Prüfungssituation wegen der Schließung von Schulen und Kindertageseinrichtungen wesentlich erschwert ist, gilt eine im Sommersemester 2020 abgelegte und nicht bestandene Prüfung als Freiversuch. Studierende werden gebeten, die Geburtsurkunden bis zum 10.07.2020 im Sekretariat einzureichen. Des Weiteren hat der Prüfungsausschuss festgelegt, dass auf Grund der coronabedingten Hygienevorschriften Klausurnachmeldungen in diesem Semester nur bis 6 Werktage vor dem Prüfungstermin möglich sind. Fragen zu Prüfungs- und Studienordnungen können an Bettina Otto gestellt werden.

Duales Studium in Corona-Zeiten

Katharina absolviert an der FH Wedel ihr duales Studium in Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Dienstleistungsmanagement. Zurzeit läuft aber aufgrund der Corona-Pandemie alles anders als geplant. Im Interview mit dem akquinet Karriereblog erzählt sie mehr davon.  Hallo Katharina, wie läuft dein duales Studium ab? Normalerweise bin ich innerhalb des Semesters vor Ort an der FH Wedel und in den Semesterferien bei akquinet. Unter normalen Umständen wäre ich genau jetzt in der FH, doch durch Corona studiere ich den ganzen Tag remote von zuhause. Werden jetzt alle Kurse remote angeboten und wie laufen sie ab? Vereinzelt können Studierende wieder in die FH, das sind aber nur kleine Kurse, gerade die, die praktisch zusammenarbeiten müssen, z. B. im Labor. Um den Abstand zu gewährleisten, brauchen diese Kurse mehr Platz. Die meisten Studenten bleiben daher nach wie vor zuhause. Ich verpasse aber nichts, da alle Kurse digital angeboten werden. In einer meiner Vorlesungen sind wir nur zu viert. Da treffen wir uns eventuell gegen Ende des Semesters noch einmal in der FH, um Fragen zur Klausur zu klären, bei gutem Wetter dann auch eventuell draußen im gerade erst neu gestalteten Innenhof. Und wie genau läuft so eine digitale Vorlesung ab? Das ist unterschiedlich und hängt auch immer von der Gruppengröße, dem Thema und dem Professor oder der Professorin ab. In meinem Studiengang finden alle Kurse live über Zoom oder Microsoft Teams statt. In kleinen Kursen ist es recht einfach in den gemeinsamen Austausch zu gehen. In den meisten sind wir aber über 50 bis 100 Personen, da überlegen sich die Dozenten ganz gute Methoden, um den Austausch anzuregen. Was denn zum Beispiel? Das Material zur Vorlesung bekommen wir über Moodle bereitgestellt. Zwischenfragen laufen eigentlich immer über den Chat oder Mentimeter. In einer Vorlesung haben wir auch sogenannte Breakout-Sessions gemacht. Wir konnten digital schnell in Kleingruppen arbeiten, der Professor hat uns dann die nötigen Dokumente über Google Drive zur Verfügung gestellt. Man konnte die Kleingruppe für die nächste Aufgabe auch schnell neu mischen oder wieder in den digitalen „großen Vorlesungssaal“ zurückkehren. Und jederzeit war es möglich, den Professor hinzuzuziehen, wenn man Fragen hatte. Welche Chancen siehst du in dieser neuen Art der Vorlesung? Ich kann mir vorstellen, dass es langfristige Folgen haben wird. Normalweise bedeutet Gruppenarbeit, dass man sich zusammenfinden muss, einen Raum suchen muss und so weiter. Meist arbeiten die gleichen Personen zusammen. Mit den Breakout-Sessions geht das aber ganz schnell und problemlos und mit dem Zufallsprinzip kommen unterschiedliche Sichtweisen zusammen. Ich kann mir auch vorstellen, dass Mentimeter auch zukünftig noch häufiger auch im Hörsaal genutzt wird. Mit wenigen Klicks kommen viele Ideen zusammen. Und als duale Studentin sehe ich nicht nur die FH-Seite. Ich bin mir sicher, dass auch Unternehmen viel aus dieser Zeit mitnehmen werden. Bei akquinet läuft es einwandfrei und das habe ich durch Praxisvorträge auch bei anderen Unternehmen gesehen. Viele Start-ups entwickeln durch die Krise neue Business-Modelle. Vermisst du überhaupt etwas? Ja! Ganz klar den persönlichen Austausch mit meinen Kommilitonen. Normalerweise lernen wir zusammen und nutzen die Freistunden. Wenn man dann abends nach Hause kommt, hat man schon richtig was geschafft. Das Motivationsgefühl allein zuhause ist einfach anders und den ganzen Tag auf einen Bildschirm starren, kann wirklich ermüdend sein. Der Hochschulsport, bei dem man sich noch mal mit anderen Leuten austauschen konnte und im Sommer sogar segeln gehen konnte, fällt weg. Auch Gruppenarbeiten fallen schwerer und es braucht mehr Abstimmungen. Ich habe mich wirklich auf dieses Sommersemester gefreut. Da macht das Studium immer noch mehr Spaß, weil man die freie Zeit zusammen in der Sonne und am Elbstrand verbringen kann. Das letzte Semester war ein Praxis- beziehungsweise Auslandssemester und ich habe viele Kommilitonen schon länger nicht mehr gesehen und kann sie jetzt nur einzeln treffen. Ich hoffe, dass ich zumindest nach den Prüfungen mit vielen ein Feierabendgetränk am Elbstrand trinken kann. Wie läuft es mit deinen Prüfungen? Der vorläufige Klausurplan wurde vor wenigen Tagen veröffentlicht. Allerdings steht er erst endgültig in der letzten Vorlesungswoche, also könnten Prüfungen, beispielsweise aufgrund von fehlenden Hörsaalkapazitäten, noch verschoben werden. Für die Studenten, die ihre Prüfungen im regulären Semester schreiben, wird aber darauf geachtet, dass keine dieser Prüfungen gleichzeitig stattfinden, deshalb mach ich mir da wenig Sorgen. Diese Woche habe ich mit einer Kommilitonin zusammen ein Referat via Microsoft Teams gehalten. Die Vorbereitung war zwar durch die häufigeren digitalen Abstimmungen deutlich zeitaufwendiger als sonst, im Normalfall hätten wir uns dafür ein paar Stunden zusammen in der FH hingesetzt, aber letztendlich lief die Präsentation dann sehr gut. Warum hast du dich überhaupt für ein duales Studium entschieden? Ich habe vorher schon zwei Jahre nicht dual studiert und mir fehlte die Praxis. Ich habe mich zwar extra für eine FH entschieden, doch auch diese war nicht wirklich praxisnah, daher habe ich mich an einen Neustart gewagt. Warum bei akquinet? Ich bin im Netz auf akquinet gestoßen. Ich kannte das Unternehmen vorher nicht und auch mit IT konnte ich vorher nicht so viel anfangen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich mich durch die Website geklickt habe. Erst da wurde mir bewusst, wie viel man mit IT machen kann. Und dass akquinet darüber hinaus sozial aktiv ist, indem es als IT-Unternehmen einen Inklusionsbetrieb aufbaute, das hat mich überzeugt. Was ist das Besondere an deinem Partnerunternehmen? Das Besondere wurde mir eigentlich schon in den ersten zwei Wochen klar: die Vielfalt. In der ersten Zeit lernten wir unterschiedliche akquinet GmbHs kennen und wir konnten schauen, mit welchem Team wir uns eine Zusammenarbeit vorstellen können und wo welche Fähigkeiten gebraucht werden. Ein weiterer Vorteil ist das Netzwerk unter den dualen Studenten. Die Studenten aus den höheren Semestern geben uns Tipps und wir den neu eingestiegenen. Ich hatte also schon vor dem Studienbeginn Kontakte an der FH und das erleichtert das Studentenleben sehr.  Einen Überblick über die dualen Studienangebote mit dem Partnerunternehmen akquinet AG gibt es hier.

Unter den beliebtesten Hochschulen Deutschlands

Im gestern veröffentlichten Hochschulranking 2020 des Hochschulbewertungsportals StudyCheck erreicht die Fachhochschule Wedel den siebten Platz und zählt damit zu den Top Hochschulen in Deutschland. In 2019 sprachen sich 99 Prozent ihrer Studierenden und Absolventen für eine Weiterempfehlung aus und bewerteten ihre Hochschule mit durchschnittlich 4,2 von 5 Sternen. Mit Spannung wurde gestern in der FH Wedel das für Anfang März angekündigte Hochschulranking 2020 des Hochschulbewertungsportals StudyCheck erwartet. StudyCheck zeichnet jedes Jahr jeweils zehn Universitäten und Hochschulen Deutschlands als Top aus. Basierend auf insgesamt 40.320 Bewertungen im Jahr 2019 belegt die FH Wedel nicht nur den siebten Platz im bundesweiten Ranking, sondern ist damit auch Schleswig-Holsteins beliebteste Hochschule. „Wir bedanken uns für die große Verbundenheit.“ „Wir sind überwältigt von diesem positiven Feedback unserer Studierenden und Absolventen und bedanken uns herzlich für diese große Verbundenheit“, äußerte sich Prof. Eike Harms, Präsident der Fachhochschule Wedel, zu der Auszeichnung als Top Hochschule. Bestätigt wird das Ergebnis des Hochschulrankings von StudyCheck auch durch eine Befragung unter Absolventen der FH Wedel in 2019. Darin gaben 92 Prozent der Befragten an, dass sie auch heute noch der FH Wedel gegenüber anderen Hochschulen den Vorzug geben und sich erneut für ein Studium an der FH Wedel entscheiden würden. Der selbst gesteckte Qualitätsanspruch der Hochschule ist hoch, denn Studierende an der FH Wedel sollen nicht nur während ihres Studiums, sondern auch langfristig mit ihrer Hochschule zufrieden sein, da sie durch ihre Ausbildung und den dort erlangten fachlichen und persönlichen Kompetenzen nachhaltig einen erfolgreichen Berufsweg einschlagen sollen. Der Fokus des Qualitätsmanagements liegt auf der Lehrqualität. Insbesondere dieses Engagement der Hochschule wird durch ihre Studierenden honoriert, denn unter den derzeit insgesamt 150 relevanten Bewertungen bei StudyCheck wurden durchschnittlich für die Studieninhalte 4,5 und für die Dozenten 4,4 von 5 Sternen vergeben. Der offene Dialog mit ihren Studierenden und auch die Thematisierung von kritischen Punkten hat für die FH Wedel stets eine hohe Relevanz. Die Nähe zwischen Studierenden, Lehrenden und Verwaltungspersonal ermöglicht es, im direkten Kontakt und im Austausch an Verbesserungen für die Hochschule zu arbeiten. Über die obligatorische Lehrevaluation hinaus werden Studierende und Absolventen zudem regelmäßig zu verschiedenen Stadien befragt, um aus dem Feedback frühzeitig mögliche Kritikpunkte erkennen und hierfür zeitnah Lösungen entwickeln zu können. Als unmittelbare Reaktion auf Feedback von Studierenden wurden beispielsweise in 2018 Lernbereiche in der Hochschule erweitert und erneuert und derzeit wird die Implementierung einer neuen Verwaltungssoftware zur stärkeren Digitalisierung der Verwaltungsprozesse vorbereitet. Hohe Relevanz für die Studienwahl Das ungeschönte Feedback über öffentliche Bewertungen fließt ebenfalls in die interne Reflexion ein. Das unabhängige Hochschulbewertungsportal StudyCheck ermöglicht Studierenden und Alumni seit 2013, Meinungen zu ihrem Studium abzugeben. Als Informationsquelle für Studieninteressierte hat sich das Portal seit dem eine führende Position erarbeitet und wird zusätzlich zu inhaltlich ausgerichteten Portalen wie dem Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz für die Entscheidungsfindung, welche Hochschule und welcher Studiengang individuell am besten passen, berücksichtigt.

Ideen für die Smart City von morgen

Mitte Oktober trafen Studierende in Smart Technology (FH Wedel), Produktdesign (AMD Akademie Mode & Design), Digital Media (Leuphana Universität), Stadtplanung (HafenCity Universität) und Media Systems (HAW Hamburg) auf fünf Unternehmen ganz unterschiedlicher Branchen. Für die 2. Cross Innovation Class hatten Ströer, dataport, Remondis, Vitronic und Unibail-Rodamco-Westfield anspruchsvolle Herausforderungen zum Thema Smart City Solutions eingereicht, die nach einer kurzen Kennenlernrunde den insgesamt 36 Studierenden vorgestellt wurden. Es folgte eine Phase der Themenrecherche, der interdisziplinären Gruppenfindung sowie ein Besuch beim Praxispartner, um offene Fragen zu klären und sich ein Bild von dem Betrieb zu machen. Mit viel Input ging es in die Konzeptionierung und ins Prototyping, begleitet von einer Reihe an Workshops und Methodentrainings. Zentraler Ort im Prototyping war für die Studierendenteams die SmartArea der Fachhochschule Wedel. Dort kamen die Tüftler zum Brainstorming und zur konzeptionellen Entwicklung zusammen. Am Whiteboard wurden Schaltpläne skizziert und gleich nebenan, im SmartLab, begutachteten prüfende Blicke die Versuche im 3D-Druck und die Präzision der Bauteile aus dem Lasercutter. Ende Januar kamen schließlich alle Teilnehmer der 2. Cross Innovation Class im designxport in der HafenCity zusammen, um in einer öffentlichen Abschlussveranstaltung die finalisierten Prototypen zu präsentieren. Über 90 Besucherinnen und Besucher waren zur Präsentation der zehn Prototypen erschienen. Unter den Studierenden wechselten Anspannung und Vorfreude im Minutentakt. Eine Jury, bestehend aus Branchenexpertinnen und -experten, hatte in der ersten Reihe Platz genommen und bekam nach jeder Präsentation die Gelegenheit, Rückfragen zu stellen. Doch nicht nur die Jury sollte Feedback geben. Im Rahmen der anschließenden Preisverleihung erhielt auch das Publikum die Chance, mit abzustimmen. Insgesamt wurden sechs Preise an die im Pitch angetretenen Teams verliehen. Die fünf Smart Technology Studierenden der FH Wedel zählten alle zu den glücklichen Preisträgern. Preis für die beste technische Umsetzung Der Prototyp "Intelligent Light System" im Auftrag von Vitronic überzeugte die Jury in seiner technischen Bandbreite. Das Studierenden-Team hatte eine intelligente Straßenlaterne konzipiert, die per Sensorik auf die Umwelt reagiert. Das Konzept vereinte die Bestandteile aus Technik, Elektronik und Programmierung optimal. Preis "Beste Smart City Solution" Der Preis für die beste Smart City Solution ging ebenfalls an ein Team, das sich mit den Herausforderungen von Vitronic befasst hat. Der "SilentGuide" ist ein Blindenstock, mit dessen Hilfe sich eine Ampel bereits aus der Entfernung bedienen lässt. Er vibriert, sobald die Ampel auf grün springt. Der Prototyp überzeugte die Jury in seiner Visualisierung, seiner Haptik und in der Partizipation. Preis für das beste Design Den Preis für das beste Design erhielt das Team, das den Prototypen "The Kinetic Box" im Auftrag für das Westfield Hamburg-Überseequartier finalisiert hatte. Sowohl das Konzept einer kinetischen Fassade bestehend aus beweglichen Elementen, die auf Bewegung der Außenwelt reagieren (Gestik, Ton, Licht), als auch die visuelle Gestaltung hatten die Jury überzeugt. Preis für die beste interdisziplinäre Zusammenarbeit Der Prototyp "saflr - alles im Griff" im Auftrag von dataport entstand in einer vorbildlichen interdisziplinären Zusammenarbeit. "saflr" ist ein smarter Fahrradlenker, der die Verkehrsteilnehmer für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren soll. Auf Basis von Unfallstatistiken löst "saflr" eine Vibration aus: Bewegt sich ein Radfahrer auf einen Gefahrenpunkt zu, bekommt er sowohl eine optische Warnung über die ebenfalls entwickelte App, als auch ein haptisches Feedback über die Vibration des Griffes, der mit der App verbunden ist. Ergänzt wird die Funktionalität von "saflr" durch aktuelle Nachrichten mit dem Schwerpunkt Verkehr. "Das interdisziplinäre Zusammenarbeiten mit Studierenden anderer Hochschulen war eine spannende Erfahrung", erzählt Daniel Tamm, der im 5. Semester Smart Technology an der FH Wedel studiert. "Durch die unterschiedlichen Studiengänge gab es verschiedene Blickwinkel, von der die Problemstellung betrachtet wurde. Dies konnte aber dazu führen, dass man andere auch mal über die möglicherweise schwierige Realisierbarkeit ihrer Ideen und Wünsche aufklären musste." Publikumspreis Die meisten Stimmen aus dem Publikum erhielt das "Mood Display", das im Auftrag von Ströer entstanden war. Das Display registriert die Gestik von Menschen ab einer Körpergröße von 1,5 Metern und macht so eine Bürgerbeteiligung per Armzeichen möglich (Heben und Senken des linken/rechten Arms). Preis für den besten Pitch Das Team rund um den Prototypen "Limpio" für Remondis präsentierte wortgewandt und setzte sich so im Pitch durch. "Limpio" ist ein intelligentes Mülltrennungssystem für Büros, das den Müll mittels Machine Learning anhand seiner Materialbeschaffenheit erkennt und entsprechenden Entsorgungsfächern zuteilt. Heiko Jedamski, ebenfalls Bachelor-Student in Smart Technololgy, erzählte, dass ihm in der Prototyping-Phase das Konstruieren mittels CAD-Software ungemein weitergeholfen habe. "Anhand der ersten Konstruktion konnte ich immer wieder neue Features in das Modell einbauen und simulieren. Aus den einzelnen Komponenten der Konstruktion lassen sich Zeichnungen erstellen. So hatte jedes Gruppenmitglied zu jeder Zeit einen Anhaltspunkt beim Zusammenbau des Prototypen." Zudem hatte er sich während des Projektes erstmalig mit dem Ansatz des Deep Learnings beschäftigt, das wesentlich zum Gelingen des Projektes beigetragen hatte. Prof. Ulrich Hoffmann, Initiator der Cross Innovation Class und Leiter des Studiengangs Smart Technology, zog als Fazit "Alle Beteiligten haben einen gewaltigen Lernprozess hinter sich" und war sichtlich stolz auf die Leistungen der Wedeler Studierenden. Foto: Laura Müller Photography

Prototyping Lab mit Hamburger Medienunternehmen

Das Prototyping Lab von nextMedia.Hamburg sucht Antworten auf die Frage nach der Zukunft der Medien und lässt experimentierfreudige Unternehmen mit talentierten Studierenden aus dem Hamburger Raum ein Semester lang einsetzbare Prototypen entwickeln. Nach der Premiere vor einem Jahr fokussierte das zweite Prototyping Lab den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. In interdisziplinären Teams tüftelten Studierende der Fachhochschule Wedel, der Hamburg Media School und der Universität Hamburg gemeinsam an herausfordernden Fragestellungen der Hamburger Medienhäuser N-JOY, SPIEGEL MEDIA und Bauer Media Group. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: eine Music Prediction Machine, ein Filter gegen betrügerische und unpassende Werbung und eine intelligente Rezeptdatenbank. Kürzlich wurden die entsprechenden Prototypen in einer spannenden Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert, mitten drin drei Bachelor-Studenten der FH Wedel. Den ersten Case des Abends stellte das Team N-JOY vor, das die Aufgabe hatte, der Musikredaktion mittels KI dabei zu helfen, neue Songs auszuwählen, die den Hörern des Senders mit hoher Wahrscheinlichkeit gefallen. Der Sender hatte den Studierenden hierfür Umfrageergebnisse sowie 500 bewertete Songs zur Verfügung gestellt, auf deren Basis die KI entwickelt und trainiert werden konnte. Es galt, die Musiktitel nach verschiedenen Merkmalen zu analysieren und die Wahrscheinlichkeit zu bestimmten, mit der ein Song dem durchschnittlichen Hörer des Radiosenders gefällt. Der Versuch eines solchen Zielgruppen-Targetings für das Radio stellte sich schnell als Neuland heraus. Denn derzeit gibt es keine vergleichbaren Anwendungen – weder national noch international. Das Projekt-Team entwickelte im ersten Schritt einen Audio Analyzer, der Musiktitel nach 33 Kriterien wie Geschwindigkeit, Stimmung oder Genre untersucht und die Ergebnisse dann an eine KI-Anwendung ausspielt. Diese gleicht die Resultate mit den Umfrageergebnissen und dem bisherigen Hörverhalten und Geschmack der Zielgruppe ab, ehe das User Interface die Erkenntnisse für die Redaktion aufbereitet. Die Redakteure könnten so zukünftig bei der Auswahl von Neuerscheinungen unterstützt werden. Der menschliche Faktor solle jedoch laut N-JOY bei der Songauswahl die entscheidende Instanz bleiben. Niklas Drews, Bachelor-Student an der FH Wedel in Informatik erzählt, dass ihm insbesondere die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesem Team sehr viel Spaß gemacht hat. "Es war interessant zu sehen, wie meine Teampartner an die Aufgabe herangegangen sind. Durch die Zusammenarbeit konnte ich viel lernen, mich aber gleichzeitig auch gut einbringen. Meine Teampartner waren allesamt Master-Studenten. Ich hatte aber nicht das Gefühl, ihnen fachlich nachzustehen." Das Team SPIEGEL MEDIA stellte einen Prototypen vor, der schon bald die Markensicherheit vieler Online-Produkte erhöhen könnte. Anlass der Aufgabenstellung von SPIEGEL MEDIA, Fakes in Werbemitteln zu identifizieren, ist, dass Fake-Ads, also nicht-legitimierte Werbung beispielsweise mit Prominenten oder mit Verweisen auf unseriöse Webseiten, einen großen Schaden anrichten. Betrügerische und unpassende Werbung soll mithilfe der Anwendung herausgefiltert und im GoogleAdManager automatisch blockiert werden. Bei 2,5 Millionen Werbemitteln, die potenziell automatisiert ausgespielt werden können, liegt es auf der Hand, dass Fake Ads nicht händisch zu identifizieren sind. Um ihr Ziel zu erreichen, nutzten die Studierenden eine sogenannte Support Vector Machine, die basierend auf klassifizierten Daten Vorhersagen über den Urheber der Werbemittel trifft. Konstantin von Wendt, Student im Bachelor-Studiengang Computer Games Technology an der FH Wedel, erzählt, dass die größte Herausforderung darin lag, eine Datengrundlage zu erhalten, anhand derer man die KI trainieren kann. "Der ursprüngliche Plan war, diese über die Google API direkt aus dem genutzten GoogleAdManager zu ziehen. Diese Funktion ist aber nicht vorgesehen." Daher entwickelten die Studierenden einen Bot, der das Durchsuchen des GoogleAdManagers ermöglicht. Creative für Creative kam es so zur Verifizierung und die KI konnte anhand dieser Erkenntnisse trainiert werden. Mit großem Erfolg: Bei einer Testmenge von 2.000 Daten glänzte der Prototyp bereits mit einer Trefferquote von 95 Prozent. Auch bei fremden, größeren Datenmengen seien ähnliche Trefferquoten erreicht worden. Konstantin ist sichtlich stolz: "Wenn ich den Prototypen sehe, freue ich mich sehr über das Ergebnis. Zwischenzeitlich war nicht sicher, ob wir tatsächlich ein Ergebnis präsentieren könnten. Die Genauigkeit unseres Ergebnisses hat nun alle unsere Erwartungen übertroffen." Auch für das dritte Medienunternehmen, die Bauer Media Group, konnte ein Prototyp fertiggestellt werden. Das Team Bauer Media Group entwickelte eine strukturierte, intelligente Datenbank, die das Archiv von Deutschlands größtem Food-Verlag, dem HOUSE OF FOOD, rückwirkend mit Metadaten versieht und so neue Suchmöglichkeiten eröffnet. Auf Grundlage von 100.000 Bildern und Rezepten hatten die Studierenden hierfür zunächst eine Reihe an Merkmalen definiert und rund 2.000 Dateien manuell getaggt, ehe ein neuronales Netz trainiert werden konnte. Dieses kann nun die vorhandenen Rezepte und Bilder nach Merkmalen wie Farbe und Zutat automatisch taggen. Darüber hinaus integrierten die jungen Entwickler eine Reverse-Searching-Funktion. Der Prototyp ermöglicht Redakteuren nicht nur das Auffinden von noch unbekannten Rezepten, sondern bietet eine Durchsuchbarkeit der Datensätze nach Kalorien oder Ernährungsformen wie vegan oder glutenfrei und kann mittels der Suchergebnisse neue Foodtrends mit dem vorhandenen Archivmaterial neu verbinden. Das Fazit der beteiligten Unternehmen, Studierenden und Projektpartner war durchweg positiv. Der Projektverantwortliche seitens der FH Wedel, Prof. Christian-Arved Bohn, Leiter des Studiengangs Medieninformatik, gestand, dass er anfangs skeptisch war. "Unsere drei Studenten wurden doch in ein recht ungewohntes Umfeld geschubst: externe Betreuung, Projektarbeit mit Studierenden anderer Unis, eine riesige Erwartungshaltung von namhaften und großen Unternehmen. Und dann waren die Themen selbst nicht etwa schlicht Aufgaben, sondern wirkliche Problemstellungen der Unternehmen, die zudem sehr schwierig erschienen. Die Ergebnisse in der Abschlusspräsentation haben mich fast sprachlos gemacht. Scheinbar mühelos hatten sich abgestimmte Teams der verschiedensten Fachbereiche gebildet und in gerade mal drei Monaten drei Systeme entwickelt, die die Herausforderungen der Unternehmen gelöst und auf einen guten Weg gebracht haben." Foto: Laura Müller Photography for nextMedia.Hamburg

Nische oder starke Marke?

Die Konzeption und der Betrieb von Online-Shops stehen im Fokus des Studiums E-Commerce. In jedem Wintersemester steht für die Bachelor-Studierenden des fünften oder sechsten Semesters in E-Commerce das Modul "Online-Plattform – Aufbau und Betrieb" auf dem Stundenplan. Bis dahin haben sie sich schon mit den Grundlagen des E-Commerce, Digital Marketing und Web-Technologien befasst. Höchste Zeit, sich einmal selbst im Aufbau eines Online-Shops auszuprobieren. Von der Ideenfindung bis zum finalen Go-live haben die Studierenden genau 13 Wochen Zeit, wobei der Online-Shop bereits nach sechs Wochen als Minimum Viable Product, kurz MVP, also als erste funktionsfähige Version online gehen soll, um sie dann zu finalisieren. Ein ambitioniertes Programm, denn auch ein Praxispartner, der etwa vor einem Relaunch oder gar dem Einstieg in den Onlinehandel steht, muss eigenständig – in der Regel bereits in den Semesterferien – gefunden werden. Von der Akquisition über das Projektmanagement bis hin zum Web-Design und der Auswahl des Shopsystems machen die Studierenden also alles in Eigenregie. Einen besseren Praxistest mit wertvollen Referenzen für die weitere berufliche Entwicklung kann es kaum geben. Zu Beginn des Wintersemesters im Oktober 2019 fanden sich rund 20 Studierende rund um Prof. Florian Schatz, Studiengangsleiter E-Commerce, zusammen. Sie bildeten insgesamt sieben Teams, die nun zum Semesterabschluss sieben reale Online-Plattformen präsentierten. Die Produkte und Branchen der Shops waren ebenso vielfältig wie die Herausforderungen, denen sich die Studierenden stellen mussten. Bei Captain Svenson geht es um Fair Fashion, MARTA PRESS ist ein Independent-Verlag mit einem Schwerpunkt auf gesellschaftskritischen Themen und Natascha Maas ist eine Künstlerin aus Hamburg, die ihre Aquarelle besser online präsentiert haben möchte. Längst überregional bekannt ist das Hamburger Mode-Label derbe, für das der B2B-Online-Shop einen Refresh brauchte. Weiter geht es mit Pflegeprodukten für Mensch und Tier auf Basis des japanischen Schnurbaums von Sofoxin. Die Maldonado Collection vertrieb ihre Schmuckstücke aus Peru bislang nur auf Weihnachtsmärkten und einen Shop rund um ein eigenes Produkt schufen drei Studenten mit dem Leadbook, einem hochwertigen Notizbuch in einem Umschlag aus Metall. Während der Abschlusspräsentation waren die Studierenden sichtlich stolz auf ihre Leistungen und positiv gestimmt, auch was das Feedback ihrer Kunden anbelangte. Folgte man den Präsentationen, fielen viele Stichworte, die in der Welt des Onlinehandels dauerhaft von hoher Relevanz sind – egal ob Nischenprodukt für eine enge Zielgruppe oder bekannter Markenartikelhersteller. Einen wesentlichen Teil macht das Online-Marketing aus. So entwickelten die einzelnen Teams die zum Online-Shop passende Marketing-Strategie, befassten sich mit Content Marketing, SEO- und SEA-Maßnahmen und kreierten ein Storytelling beispielsweise in eigenen Blogs oder auch über Social Media Kanäle. Als Herausforderung wurde auch die technische Umsetzung empfunden, funktionierte etwa die Auslieferung der Webseite nicht optimal auf allen Endgeräten oder in allen Browsern. Das Team derbe brachte beispielsweise auch Vorschläge zur Erhöhung der Automatisierung ein und die gute Konfigurierbarkeit des zur Verfügung gestellten Backends war gleich für mehrere Kunden ein wichtiges Kriterium. Viel Detailarbeit steckt auch in der Produktbebilderung, wobei ansprechende Produktbilder von Käufern einerseits als selbstverständlich vorausgesetzt werden, andererseits aber oftmals kein Bewusstsein dafür vorhanden ist, welch mühevoller Prozess mit der Bebilderung verbunden ist. Wesentlich ist darüber hinaus auch eine intuitive Navigation sowie ein praktikables Shop-System, das zu kurzen Wegen für den Kunden im Bestellprozess führt. "Die Lerneffekte im Modul "Online-Plattform" sind enorm. Die Studierenden durchlaufen quasi eine Reifeprüfung", kommentierte Schatz die Abschlusspräsentationen. "Zwar stehen den Teams erfahrene Projektmanager zur Seite, dennoch müssen sie ein komplexes Projekt selbstständig und eigenverantwortlich durchführen“, ergänzt er und strahlt „Mir macht diese Lehrveranstaltung immer ganz besonders viel Spaß, da es sehr spannend ist, zu sehen, was bei den Projekten herauskommt. Mehr Praxis geht kaum!“

Preisträger von EXIST-Potentiale

Die Fachhochschule Wedel ist unter den Preisträgern des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie initiierten Wettbewerbs EXIST-Potentiale. Für einen Zeitraum von vier Jahren erhält die FH Wedel eine Förderung in Höhe von 750.000 Euro und kann sich nachhaltig als Gründerhochschule entwickeln. In drei Kategorien hatten sich 220 Universitäten und Hochschulen bei der Ausschreibung EXIST-Potentiale beworben. Für die akademische Gründungsförderung stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie insgesamt 150 Millionen Euro bereit. Ziel des Programms ist es, die Rahmenbedingungen für Start-ups und wissensbasierte Ausgründungen aus Hochschulen nachhaltig zu verbessern. Die Fachhochschule Wedel hatte sich in der Kategorie „Potentiale heben“ beworben, um den Anforderungen gründungsinteressierter Studierender entsprechend zukünftig ein systematisches Angebot machen zu können. Im Fokus: Anforderungen in der „Founders‘ Journey“ Drei Leitideen bilden das Fundament für den Ausbau der Gründungskultur an der FH Wedel: Studierende haben von Studienbeginn an Anknüpfungspunkte an das Gründen. Die Gründungslehre und Gründungskultur werden interdisziplinär gestaltet. Die FH Wedel bildet die Qualifizierung zur Gründung in ihrem Mittelpunkt ab. In ihrem Konzept hatte sich die FH Wedel auf die Fragestellungen in der „Founders‘ Journey“ fokussiert. Diese lässt sich in vier Phasen einteilen, die jeweils unterschiedliche Angebote erfordern. So geht es bei Studienanfängern primär um die Sensibilisierung für das Thema Gründen. Darauf folgt eine Phase der Qualifikation, die sich an Studierende jeglichen Studienfortschritts richtet. Die Phase der Entscheidung implementiert Angebote für Studierende im fortgeschrittenen Studium mit ersten eigenen Vorgründungsaktivitäten. Die letzte Phase dient dem nachhaltigen Engagement von Gründerteams in unterschiedlichen Stadien. Für jede dieser Phasen sollen Angebote sowohl innerhalb des Studienverlaufs als auch in Ergänzung zum Studienangebot eingeführt werden. „Das Brückenbauen bildet für uns den Kern unseres Vorhabens“, erläuterte Prof. Florian Schatz, der gemeinsam mit Prof. Jan-Paul Lüdtke Treiber der Gründungsinitiative an der FH Wedel ist. „Wir brauchen Brücken zwischen gründungsinteressierten Studierenden innerhalb der Hochschule, zu Angeboten in unserer Region sowie der Metropolregion Hamburg, aber ebenso zu Gründern mit relevanten Erfahrungen“, führte Schatz fort. Lüdtke ergänzte „Wir sind sehr glücklich über die großzügige Förderung unserer Vorhaben für mehr Gründungskultur an der Fachhochschule Wedel. Wir haben in unserer Initiative sehr viel Rückhalt im gesamten Kollegium erfahren und danken allen, die uns bei der Gestaltung unseres Vorhabens unterstützt haben.“ Der Rückhalt in der Region und insbesondere in der Stadt Wedel ist der FH Wedel ebenso gewiss. Bürgermeister Niels Schmidt kommentierte „Die Stadt Wedel freut sich sehr über die Förderempfehlung der Fachhochschule Wedel. Schon jetzt übernimmt die Hochschule eine immens wichtige Brückenfunktion, indem sie Studierenden und damit den Tempomachern kommender Jahre zeigt, dass Innovation und Dynamik im Hamburger Westen nicht am Hamburger Ortsschild enden. Auch mit Blick auf ein geplantes Gründerzentrum für den Kreis Pinneberg sind es deshalb gute Nachrichten, wenn die Fachhochschule Wedel durch eine starke Förderung noch attraktiver wird. Die Stadt bedankt sich für die tolle Arbeit der Fachhochschule, die Wedel deutschlandweit als guten Standort für die dynamische Verbindung von Innovation und Wirtschaftsentwicklung ausweist.“ Über die Bewerbung in der Kategorie „Potentiale heben“ hinaus, ist die FH Wedel auch Teil des Verbundprojekts „Startup Port“, das innerhalb der Kategorie „Regional vernetzen“ den Zuschlag zu 3,5 Millionen Euro zur Stärkung regionaler Start-up-Förderung erhielt. Insgesamt zählen sieben norddeutsche Bildungs- und Forschungsstätten zu diesem Projekt.

Erfahrungsaustausch im Silicon Valley

Für Mitte Oktober hatte Aaron Tal ein Flugticket nach San Francisco gelöst. Wenn auch das obligatorische Selfie an der Golden Gate Bridge mit auf dem Programm stand, befand sich der Absolvent des Master-Studiengangs E-Commerce nicht etwa auf ausgetretenen Touristenpfaden, sondern auf einer Studienreise für Start-ups und Unternehmer. Eine Woche lang drehte sich alles um das Lernen von den Erfahrungen ausgewählter IT-Unternehmen aus dem Silicon Valley. Das Motto der Reise: die Digitalisierung gemeinsam aus einer neuen Perspektive entdecken, um die Technologie von morgen besser zu verstehen. Unterstützt wurde Aaron vom Wedeler Hochschulbund, dem Förderverein der Fachhochschule Wedel. Bereits zum zweiten Mal war in diesem Jahr das "Silicon Valley Stipendium" ausgeschrieben worden. Der Zuschlag und die Unterstützung in Höhe von 3.000 Euro gingen an Alumnus Aaron. Nach seiner Ankunft in San Francisco befand sich Aaron inmitten einer kleinen, exklusiven, aber dennoch bunt gemischten Reisegruppe aus Charakteren von Start-ups bis hin zum Mittelständler. Die Gruppe war zu Gast bei Unternehmen wie HAX oder swissnex. Spannend war insbesondere, dass es sich sowohl um privatwirtschaftliche als auch öffentliche, also von Ländern geförderte Accelerator handelte. Besonderen Eindruck bei Aaron hatte aber der Besuch bei Plug and Play hinterlassen. "Neben einer Führung durch die Räumlichkeiten durften wir auch an einer Reihe von Übungs-Pitches teilnehmen. Diese Pitches sind als Trainingseinheiten für Entrepreneurs gedacht, die an dem Programm des Accelerators beteiligt sind. So wurde jeder Pitch kritisch durchleuchtet, welches für uns eine lehrreiche Erfahrung war." Aarons Schlüsselerlebnis war die Wahrnehmung des "Silicon Valley Mindset". "Das Silicon Valley präsentierte sich mir als ein Ort, der für die Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Ideen steht. Das stets präsente Silicon Valley Mindset beschreibt den positiven Umgang mit dem Risiko und dem steten Drang nach Fortschritt. So wird mit dem Risiko immer eine positive Chance verbunden. Bei einer neuen Idee wird nicht zunächst nach Gründen gesucht, warum diese träumerisch oder unnötig ist. Stattdessen wird die Idee kritisch weitergesponnen, um Wege aufzuzeigen, wie diese noch größer werden kann. Es steht also nicht das "aber" im Vordergrund, sondern vielmehr das "und" ebenso wie das "oder". Im Fokus steht somit das Ziel, eine Idee in die Realität umzusetzen. Ist dies geschafft, so folgt man der Devise "Throw it against the wall and see what sticks". Es wird also nur mit dem weitergearbeitet, was sprichwörtlich "kleben geblieben" ist. Im Hinblick auf die deutsche Unternehmermentalität, die so häufig durch einen Zukunftspessimismus geprägt ist, ist dies eine sehr erfrischende Perspektive. Ich bin mir sicher, dass das „Silicon Valley Mindset“ mir eine inspirative Stütze für die Zukunft sein wird." Seit 2018 vergibt der Wedeler Hochschulbund jährlich ein Stipendium in Höhe von 3.000 Euro. Das "Silicon Valley Stipendium" ist ein Zuschuss für einen Besuch der Gründerhochburg im Rahmen einer organisierten Reise. Für das Stipendium können Studierende vorgeschlagen werden, die sich in den letzten beiden Semestern in ihrer Abschlussarbeit mit einem Thema rund um das Gründen beschäftigt haben oder unmittelbar im Anschluss an ihr Studium gegründet haben. Aaron Tal hat bereits während seines Studiums Gründungserfahrung gesammelt und sein Vorhaben im Anschluss an sein Studium fortgesetzt. Weitere Stipendiatin war E-Commerce-Absolventin Kristina Engel, die gemeinsam mit FH-Absolvent Alexander Kirtzel das Unternehmen elbWalker gründete.

Planspiel im Bundesrat

Anfang November waren Studierende des Master-Studiengangs IT-Sicherheit auf einer spannenden Mission in Berlin. Sie waren eingeladen, im Rahmen einer internen Schulung des Bundesrats zu IT-Sicherheitsrisiken aufzuklären. In der Schulung mit rund 60 Teilnehmern sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesrats im Bereich der IT-Sicherheit sensibilisiert werden. Die Schulung basierte auf einem Planspiel von known_sense. In insgesamt sechs Stationen wurde darin spielerisch jeweils ein Aspekt der IT-Sicherheit untersucht. Fünf Studierende und Prof. Gerd Beuster, Leiter des Studiengangs IT-Sicherheit, betreuten jeweils eine Station. In einer Station sollten beispielsweise Phishing-Mails von legitimen Mails unterschieden werden. An einer anderen Station wurden die Schäden geschätzt, die durch IT-Sicherheitsvorfälle angefallen sind. An einer dritten Station sollten auf einem Wimmelbild typische IT-Sicherheitsprobleme auf Dienst- und Geschäftsreisen identifiziert werden. Zum Abschluss der Veranstaltung konnte die Delegation aus Wedel dann noch das Spionagemuseum in Berlin besuchen. Im Rahmen einer Führung durch den Bundesrat in Begleitung des IT-Sicherheitsbeauftragten des Bundesrates, Danijel Vollstädt, konnten die Wedeler Studierenden außerdem Interessantes über das Verfassungsorgan lernen. Vollstädt erklärte unter anderem die besonderen Herausforderungen der IT-Sicherheit dieser Institution, der es im Unterschied zu einer Firma nicht um den Schutz besonderer Firmengeheimnisse geht. Oberste Priorität habe vielmehr, dass die Abläufe im Bundesrat nicht gestört werden. Beuster zog zu der Exkursion nach Berlin eine durchweg positive Bilanz: "Für unsere Studierenden war das eine tolle Möglichkeit, die Praxis der IT-Sicherheit bei einem Bundesorgan kennenzulernen. In ihrem Berufsleben wird es eine ihrer Hauptaufgaben sein, als IT-Sicherheitsexperten Sensibilisierungstrainings durchzuführen. Die Schulung gab ihnen Gelegenheit, darin unter Expertenaufsicht erste Erfahrungen zu sammeln. Das ist bei beiden Seiten gut angekommen. Die Studierenden konnten praktische Erfahrungen bei der Wissensvermittlung sammeln, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesrats haben einiges über aktuelle Bedrohungen in der IT-Sicherheit gelernt."

Controlling im Versandhandel

Ob Amazon, Babywalz oder Babymarkt: Im Internet gibt es eine Vielzahl von Händlern für Baby- und Kinderprodukte. Für einen Spezialanbieter wie Hans Natur ist es in diesem Marktumfeld grundlegend, die Besonderheiten des eigenen Produktsortiments in den Vordergrund zu rücken und so Käufer von sich zu überzeugen. Um seinen Versandhandel für ökologische Baby- und Kinderprodukte weiter voranzutreiben und zukünftige Entscheidungen besser quantifizieren zu können, wandte sich Firmeninhaber Michael Hans mit seinen Fragestellungen an die Fachhochschule Wedel. Im Austausch wurde daraus ein Aufgabenpaket geschnürt, mit dem sich im vergangenen Sommersemester ein Team aus sechs Studierenden der Hochschule befasste. Ihr Projektziel lautete, ein zukunftsweisendes Controlling-System für Hans Natur zu erstellen. Die Entwicklung eines solchen Controlling-Systems für ein mittelständisches Unternehmen schien für die sechs Studierenden zunächst ein überschaubares Projekt zu sein. Nach der Kick-off-Veranstaltung Anfang Mai ließen sich der Umfang und die Komplexität des Projektes realistischer einschätzen und das Team sah sich doch mit einer größeren Herausforderung konfrontiert. Für diese sahen sie sich jedoch mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen aus ihrem Bachelorstudium Betriebswirtschaftslehre gut gewappnet. Alle sechs studieren ihr Fach in den höheren Semestern, zwei von ihnen mit der Vertiefung Dienstleistungsmanagement und die weiteren vier mit der Vertiefung Financial Accounting & Auditing. Sie absolvierten dieses Praxisprojekt im Rahmen des BWL-Projekts, in dem Studierende der Hochschule im fünften und sechsten Semester die Möglichkeit haben, reale Problemstellungen aus der Praxis im Kontext ihrer Vertiefungsrichtungen zu bearbeiten. Unternehmen reichen hierfür Projektthemen ein, die von Studierenden-Teams ausgewählt und bearbeitet werden. Die Aufgabe der Studierenden ist es, das Projekt zu strukturieren und zielorientiert durchzuführen. Im Sommersemester 2017 hat die FH Wedel das Praxisprojekt erstmalig im Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaftslehre eingebunden und mit diesem Konzept durchweg positive Erfahrungen gemacht. Mit zehn ECTS-Punkten macht das Praxisprojekt knapp fünf Prozent der gesamten Studienleistung in diesem Studiengang aus. Intensive Analyse führt zu konkreten Ansätzen für mögliche Optimierungen Im September war die Analyse der bereitgestellten Daten von Hans Natur für die Bereiche Finanzbuchhaltung, Lager und Web abgeschlossen und das Studierenden-Team präsentierte dem Firmeninhaber mögliche Handlungsempfehlungen, um Prozesse zu optimieren und Kosten zu senken. Michael Hans zeigte sich von der Zusammenarbeit mit den Studierenden begeistert: "Wir konnten in allen Bereichen des Controllings für uns neue Blickwinkel entdecken und Herangehensweisen lernen. Insbesondere die Bereiche Finanzen, Web und Sortimentsgestaltung brachten wertvolle Hinweise für zukünftige Betrachtungen und Maßnahmen. Es war eine bereichernde Zusammenarbeit." Auch die Studierenden zogen Bilanz. "Es war eine einzigartige Erfahrung, ein Controlling-System für ein mittelständisches Unternehmen zu entwickeln. Zum einen kann man in einem solchen Projekt als Studierender sein Wissen aus dem Studium anwenden. Zum anderen wurden durch das Projekt und die enge Zusammenarbeit im Team als auch mit Hans Natur eigene Kompetenzen weiterentwickelt, insbesondere im Bereich der Soft Skills", erzählte Jonas Meißner. Seine Kommilitonin Sarah Biesenbaum ergänzte: "Ich habe viele neue Aspekte eines Unternehmens im Bereich Webanalytics kennengelernt. Neben vielen neuen Informationen über das Arbeiten mit Google Analytics konnte ich mein bereits erlerntes Wissen weiter festigen und ausbauen". Seitens der FH Wedel wurden die Studierenden in diesem Projekt von Prof. Franziska Bönte, Professorin für Controlling und Unternehmensführung, und Prof. Gunnar Harms, Professor für Produktions- und Logistikmanagement, betreut.

Marktanalyse für Softwareauswahl

Vier Studierende im Bachelor-Studiengang IT-Management, Consulting & Auditing durchliefen in diesem Sommersemester ihr erstes Praxismodul. Für den erst im Wintersemester 2016 gestarteten Studiengang war die Durchführung dieses Projekts das erste seiner Art und die Premiere wartete mit einem hochkarätigen Praxispartner auf: dem SPIEGEL-Verlag. Anfang Mai trafen sich die Leitung IT & Einkauf des Verlagshauses, Mitarbeiter der Abteilung, die vier Studierenden und die Leitung des Studiengangs IT-Management, Consulting & Auditing zum Kick-off. Die Ausgangssituation: Um die Errungenschaften der Digitalisierung sinnvoll zu nutzen, möchte der SPIEGEL-Verlag mit seinen über 1.100 Mitarbeitern die internen Einkaufsprozesse verbessern und ein weitestgehend automatisiertes Bestellverfahren einführen. Also machte sich das Studenten-Team auf, die internen Prozesse der Abteilung kennenzulernen, zu hinterfragen und nach Lösungen in Form einer passenden Software zu suchen. In drei Phasen zur idealen Software-Lösung Um sich inhaltlich der Aufgabenstellung zu nähern und in einzelnen Teilschritten den Weg zur bestmöglichen Lösung für ihren Kunden zu gehen, wählten die Studierenden ein typisches 3-Phasen-Modell: Initialisierung, Problemverständnis, Lösungsentwicklung. Zunächst ging es also darum, Verantwortlichkeiten und Aufgaben zu klären sowie Letztere zu terminieren. Zum besseren Problemverständnis wurden anschließend mehrere Interviews mit Mitarbeitern aus verschiedenen Positionen und Bereichen geführt. Entscheidend voran brachte das Projekt ein gemeinsamer Workshop. "Der letzte große Schritt zur Analyse über die Feinheiten war ein an Design Thinking angelehnter Workshop", erzählt der Student Erik Bardenhewer. "Bei diesem Workshop ging es noch mal ganz granular darum, herauszufinden, was die imaginär perfekte Software denn können müsste. Eine Vielzahl an bislang im Hintergrund stehenden, innovativen Anforderungen konnte identifiziert werden." Über die Entwicklung eines Ideen-Soll-Prozesses und die Definition von K. O.-Kriterien wollten die Studierenden dann anhand eines exakten Anforderungskataloges den Markt nach passenden Angeboten durchforsten. Nach einer ersten Marktanalyse landeten zunächst rund 20 Software-Anbieter auf der Longlist der Studierenden. Unter den sehr unterschiedlichen Angeboten die gewinnbringende und passgenaue Lösung herauszufiltern, war für das studentische Team eine der größten Herausforderungen und Erik schlüpfte auch in eine bislang unbekannte Rolle. "Bei diesem Projekt war ich als Vertreter der SPIEGEL-Gruppe ja selber der Kunde und musste erst einmal lernen, mich von den Vertrieblern nicht zu stark einwickeln zu lassen." Für die bestmögliche Bewertung der Angebote entwickelten die Studierenden ein Scoring Modell mit Kriterien wie Integrierbarkeit, Implementationszeit und Funktionsumfang. Anhand der Punktevergabe schafften es drei Anbieter auf die Shortlist, welche in gemeinsamen Terminen mit dem SPIEGEL ihre Software vorführten. Ende August hatten die Studierenden ihre Abschlusspräsentation. Der SPIEGEL plant nun, in den kommenden Monaten eine der drei Software-Lösungen in das Intranet zu integrieren. Sven Rathjen, Leiter der IT des SPIEGEL-Verlags und Alumnus der Fachhochschule Wedel, zeigte sich sehr zufrieden: "Wir haben durch die Zusammenarbeit mit den Studierenden mehrere neue Anbieter kennengelernt und in Summe deutlich mehr herausbekommen als wir investieren mussten." "Wir haben uns schnell nicht mehr als fremde Studenten gefühlt, sondern eher wie Mitarbeiter." Auch die Studierenden bewerteten das Projekt durchweg positiv. "Die Zusammenarbeit mit der SPIEGEL Gruppe hat uns allen sehr viel Spaß bereitet", erzählt Erik und ergänzt "Wir haben uns schnell nicht mehr als fremde Studenten gefühlt, sondern viel eher wie vollwertige Mitarbeiter." Als Einstieg in die Aufgabenstellung sahen die Studierenden insbesondere das Wissen aus den Lehrveranstaltungen "IT-Management & Prüfung", "Strategisches IT-Management" und "Lebenszyklus von IT-Systemen" als sehr hilfreich an. Alle vier Studenten brachten darüber hinaus auch hilfreiche Praxiserfahrung mit. Eric Bardenhewer und Niclas Kreutner engagieren sich beide in der studentischen Unternehmensberatung Hanseatic Consulting. Matthias Keßler hat Projektexpertise durch Praktika im Audit Bereich und auch Max Schumann hat bereits Projekt- und Beratungserfahrung. Die Kooperation zwischen der SPIEGEL-Gruppe und der Fachhochschule Wedel wird auch über dieses Projekt hinaus weiter fortgesetzt. Die SPIEGEL-Gruppe zählt inzwischen zu den Partnern im dualen Studium der FH Wedel und rekrutiert derzeit für das Bachelor-Studium (Wirtschafts-)Informatik zum Studienstart im Oktober 2020.

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