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Applaus!

Nach mehreren Semestern, Lernphasen und bestandene Prüfungen kommen die Studierenden der Fachhochschule Wedel normalerweise im Audimax zusammen, um ihren Abschluss mit einer feierlichen Zeugnisübergabe zu begehen. Dieses Frühjahr war aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen eine solche Veranstaltung in ihrer ursprünglichen Form leider nicht möglich. Die Absolventinnen und Absolventen erhielten ihre Zeugnisse deshalb per Post. Um den Abschluss dennoch so feierlich wie möglich zu gestalten, hat die Hochschule alle Absolventinnen und Absolventen unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes am Freitag, den 16. April, zu einem Fotoshooting eingeladen. Eingekleidet in Robe und mit Hut ließen sich 75 ehemalige Studierende nacheinander im Audimax fotografieren. „So schicken wir unsere Absolventinnen und Absolventen mit einer schönen Erinnerung an ihre Studienzeit hier bei uns an der Fachhochschule Wedel ins Berufsleben und wünschen dafür alles Gute. Besonders freue ich mich, dass einige Bachelorabsolventen uns für ein anschließendes Masterstudium in Wedel erhalten bleiben“, sagte Prof. Harms. Auszeichnungen durch den Wedeler Hochschulbund Jedes Semester ragen einige Absolventinnen und Absolventen mit hervorragenden Leistungen in ihren Abschlussarbeiten heraus. Solche mit einem hohen Praxisbezug sowie realen Problemlösungen prämiert der Wedeler Hochschulbund (WHB), der Förderverein der FH Wedel, in den drei Kategorien Informatik, Technik und Wirtschaft. Für die Abschlussarbeiten des Wintersemesters 2020/2021 wurden insgesamt sechs Preise verliehen. Besonders beeindruckend ist die Leistung von Alexander Else, der sein Bachelorstudium im Fach Informatik in sechs Semestern absolviert hat und damit ein Semester unter der Regelstudienzeit liegt. In seiner Abschlussarbeit mit dem Titel „Optimierung von Geodaten mithilfe der OpenStreetMap“ korrigierte er anhand einer vollautomatischen Software Fehler in den Karten für den öffentlichen Personennahverkehr unter Einbindung von OpenStreetMap-Daten. Dabei lieferte Alexander Else tiefgehende Forschungsergebnisse unter Einhaltung wissenschaftlicher Standards. Bestehende Methoden wurden durch eigene Methoden optimal ergänzt. Die Arbeit zeichnet sich außerdem durch maximale Praxis- und Zielorientierung aus. „Bemerkenswert ist, dass Herr Else in nur fünf Monaten ein derart tolles Ergebnis einreichte“, erklärte Prof. Sebastian Iwanowski als Betreuer der Bachelorarbeit in seiner virtuellen und persönlich an den Preisträger gerichteten Laudatio. Weitere Auszeichnungen: Kim Köster (Master Betriebswirtschaftslehre, Vertiefungsrichtung Marketing- und Medienmanagement): „Vom Klick zum Kauf: Eine Clickstream Analyse für die Entwicklung von Surfertypologien in Relation zum Kaufverhalten für NIVEA.de“ Linn Jäpel (Master Betriebswirtschaftslehre): “Growth Mindset as an Enabler in the Digital Transformation” Børge Johnsen (Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen): „Steigerung der Energieeffizienz an einer Vorwärmstation zur Temperierung von Spritzgießwerkzeugen“ Tim-Lennart Schöning (Bachelor Wirtschaftsinformatik): „Social-Media-Monitoring des Electronic Word-of-Mouth: Entwicklung einer Sentiment-Analysis-Applikation” Constantin Van Ingen (Physikalisch-Technischer Assistent an der Berufsfachschule Wedel): “Erzeugen von kontrollierten Strömungen in mikroskopischen Proben mittels IR-Laser und Galvanometerscanner“

Führungskräftetraining an der FH Wedel

Gute Führungskräfte sind für jedes Unternehmen ein Gewinn, denn sie verstehen und motivieren ihre Mitarbeitenden. Diese Führungskompetenzen lassen sich trainieren. Jedes Semester findet ein entsprechendes Führungskräftetraining an der Fachhochschule Wedel statt – im Sommersemester an den Samstagen 5. und 12. Juni, jeweils von 9 bis 13 Uhr. Es richtet sich an Studierende, Mitarbeitende, Alumni sowie Interessenten außerhalb der Hochschule. Das Training inklusive Handout mit den Kursunterlagen ist kostenfrei. Im Kurs vermittelt Jörg Krüger die Grundlagen zur allgemeinen Rolle von Fachwissen in Kombination mit Soft Skills im Job und stellt verschiedene Personentypen sowie Persönlichkeiten und deren Präferenzen vor. Zusätzliche Themen sind zum Beispiel Motivation, Bildung erfolgreicher Teams und das DISC-Modell. Wer Interesse an einem Individual-Feedback hat, erhält nach einem zehnminütigen Online-Test einen ausführlichen Bericht zum eigenen Verhaltensprofil sowie dem individuellen Management-, Vertriebs- sowie Führungspotenzial. Die Kosten für die Persönlichkeitsanalyse sind nach Zielgruppen gestaffelt und starten ab 75 Euro für Studierende der Hochschule für das Verhaltensprofil und erhöhen sich für jeden weiteren Bericht um 25 Euro. Mitarbeitende der FH zahlen für das Gesamtpaket 295 Euro, Mitglieder des WHB 395 Euro und externe Teilnehmende 495 Euro. Anmeldungen sind noch bis Freitag, 28. Mai, möglich. Studierende und Mitarbeitende der FH Wedel melden sich bitte über Moodle  an. Externe können sich per E-Mail an weiterbildung@fh-wedel.de anmelden. Feedback ehemaliger Teilnehmenden Rico M.: „Das Führungskräftetraining bietet eine tiefere Einsicht in charakterliche Eigenschaften und Führungskompetenzen. Dies ermöglicht das gezielte Training von schwächeren und das Fördern von herausstechenden persönlichen Merkmalen. Durch den kurzen Online-Test und das anschließende Gespräch habe ich detaillierte Informationen erhalten, die sowohl mir persönlich als auch potenziellen Arbeitgebern eine gute Einschätzung meiner Fähigkeiten und Stärken gibt.“ Erik B. „Bei dem Führungskräftetraining wird genau das Handwerkszeug vermittelt, das im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten benötigt wird. Der Dozent präsentiert sehr einleuchtend und klar, verfügt über einen großen Erfahrungsschatz und findet immer wieder treffende Beispiele aus seiner Berufspraxis. Ich bin froh, das DISC-Verhaltensanalysemodell kennengelernt zu haben. Mit diesem lassen sich verschiedene Verhaltenstypen erkennen, was die Kommunikation im Betrieb deutlich einfacher macht. Der Kurs gibt zudem die Möglichkeit, sein eigenes Verhaltens-Profil erstellen zu lassen und mit dem Dozenten unter vier Augen durchzusprechen. Die Kombination aus Test und Besprechung hat mir mein Auftreten noch bewusster gemacht und mir viele AHA- Erlebnisse beschert. Mir bleiben zwei lebhafte Kurstage in Erinnerung, auch durch den Erfahrungsaustausch mit den anderen Kursteilnehmenden. Das vermittelte Wissen ist Gold wert für ein bevorstehendes Berufsleben.“

Netzwerken für Wirtschaftsingenieure

Mit dem Start des Sommersemesters 2021 stellt sich eine neue Studierendenvereinigung für Studierende in Wirtschaftsingenieurwesen vor. Die Interessenvertretung der Hamburger Wirtschaftsingenieure Wi-Ing Aktiv, die schon seit vielen Jahren als gemeinnütziger Verein die Interessen der Studierenden des hochschulübergreifenden Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen Hamburg vertritt, hat seit diesem Jahr auch eine Abteilung an der Fachhochschule Wedel. Dieses Angebot geht auf das Engagement von zwei Studenten des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen zurück. Lorenz Peters und Julian Petersen nahmen den Kontakt zu dem Hamburger Netzwerk auf und verschafften sich für die Belange der Wedeler Studierenden Gehör. Schnell konnten mit Sina Alpers und Till Kreutner weitere Kommilitonen für eine Gruppe der FH Wedel überzeugt werden. Zu viert sind sie nun als WI-ING aktiv FH Wedel am Start. Ihr Ziel ist es, Studierende innerhalb der Jahrgänge besser miteinander zu vernetzen und den Wedeler Kommilitonen Zugang zu den Angeboten des Hamburger Netzwerks zu geben. Regelmäßige Treffen sollen den Austausch der Studierenden untereinander fördern und über die Unternehmenskooperationen des Vereins geben Exkursionen, Fachvorträge oder Workshops exklusive Einblicke in die Berufswelt der Wirtschaftsingenieure. Interessierte können als Mitglied des Vereins dabei sein. Die Gebühr für die Mitgliedschaft beträgt 10 Euro pro Jahr. Das Wedeler Team stellt sich allen Interessierten zum Auftakt in einer Online-Veranstaltung am 22. April um 18 Uhr vor. Die Zugangsdaten werden über die Webseite der Wedeler Gruppe bekannt gegeben. Das Event richtet sich an alle aktiven und ehemaligen Studierende des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Wedel.

Erstes Semester, erstes Projekt

Mit dem Wintersemester 2020/2021 hatte der Master-Studiengang Wirtschaftsinformatik / IT-Management an der FH Wedel seinen Auftakt und gleich im ersten Semester ging es für die Studierenden in der Vertiefungsrichtung IT-Consulting mit einem Praxisprojekt in die Vollen. Der SPIEGEL-Verlag hatte als Partner der Fachhochschule Wedel ein Projekt ausgeschrieben, das fortan das Semester von Lars Bennhoff, Duc Toan Nguyen und Robin Krüger bestimmen sollte. Ihre Aufgabenstellung lautete, eine Vermarktungsstrategie für die Pressearchiv-Lösung DIGAS zu entwickeln, um zusätzliche externe Kunden und Monetarisierungsmöglichkeiten zu erschließen. Eine Aufgabenstellung, die mustergültig für die Inhalte des dreisemestrigen Master-Studiums steht. Denn die Studierenden des Studiengangs befassen sich mit Fragestellungen dazu, wie digitale Technologien bestehende Geschäftsmodelle und Unternehmen verändern. Projektziel Go-to-Market-Strategie Die Archivierung anhand von DIGAS kommt im SPIEGEL-Verlag schon lange zum Einsatz. Für das Studierenden-Team standen daher sowohl die bestehenden als auch neue Wege hinsichtlich Vertrieb und Marketing im Vordergrund. So war als Projektziel die Entwicklung einer Go-to-Market-Strategie formuliert. Im Kern befassten sich Bennhoff, Nguyen und Krüger damit, eine Markt- und Wettbewerbsanalyse durchzuführen, das Werteversprechen zu überarbeiten, das Produkt neu zu positionieren sowie zielgruppenspezifische Marketingmaterialien zu erstellen. Eine ehrgeizige Zielsetzung, insbesondere im Hinblick auf den knapp bemessenen Projektzeitraum, denn das Team gab sich genau fünf Wochen in einwöchigen Sprints bis zum Projektabschluss. In diesen fünf Sprints (Kick-off, Marktanalyse, Positionierung, Erstellung von Marketingmaterialien, Abschluss) war auch der wöchentliche Austausch mit dem Projektpartner beim SPIEGEL ein etabliertes Moment. Die gesamte Teamarbeit wie auch der Austausch mit dem Projektpartner spielte sich einwandfrei digital über MS Teams ab. Größere Herausforderungen lagen jedoch darin, eine möglichst gute Datenbasis als Ausgangslage für die Analysen zu schaffen und ausreichend Interviewpartner zu finden. Denn in die Marktanalyse sollten Erkenntnisse aus Interviews mit SPIEGEL-Mitarbeitern, bestehenden Kunden und einem Wettbewerber einfließen. Für die Positionierung wurden die Ergebnisse in einem Value Proposition Canvas festgehalten. Als konkretes Output für den SPIEGEL in der Neukundengewinnung wurden erste Versionen an zielgruppenspezifischen Pitch Decks erstellt. Allen drei Team-Mitgliedern kam zugute, dass sie neben ihrem Wissen aus ihrem bisherigen Studium auch ihre Berufserfahrungen nutzen konnten. Lars Bennhoff ist neben seinem Studium als ERP-Consultant tätig, Robin Krüger als Software-Entwickler und Duc Toan Nguyen als Berater in der studentischen Unternehmensberatung Hanseatic Consulting. Komplexe Fragestellungen des IT-Managements in interdisziplinären Teams analysieren und für Kunden konkrete Deliverables herauslösen Als Learning aus diesem IT-Consulting-Projekt sind die Master-Studenten nun besser für eine mögliche zukünftige Tätigkeit als IT-Berater gewappnet, denn in diesem Projekt waren sie gefordert, verschiedene Fähigkeiten miteinander zu kombinieren. Auch die Kommunikation mit dem Kunden und ein effektives Projektmanagement spielten eine entscheidende Rolle für den Projekterfolg. Ein weiteres Projektteam aus der Vertiefung IT-Consulting ist derzeit noch dabei, das Unternehmen BIT-SERV zur Auswahl einer neuen Middleware als Herzstück der zukünftigen IT-Architektur zu beraten. Hier wird die Abschlusspräsentation im März stattfinden. Prof. Gerrit Remané, Leiter des Studiengangs Wirtschaftsinformatik / IT-Management resümiert: "Die Praxisprojekte mit unseren Partnerunternehmen stellen einen integralen Bestandteil des Studiengangs dar. Hier können die Studierenden ihre Kompetenzen unter Realbedingungen erproben und gezielt weiterentwickeln. Auf diese so konstruktive und für alle Beteiligten gewinnbringende Kooperation mit unseren Partnern sind wir sehr stolz." Neben dem IT-Consulting-Projekt bildet das Modul "IT-Consulting Methoden und Fallstudien" das zweite Kernelement dieser Vertiefungsrichtung. Hier werden die Studierenden im Sommersemester 2021 in Workshops mit den drei Beratungsunternehmen BCG Platinion, KPMG und Unity Beratungsmethoden zu Themen wie Agile Transformation, CIO Challenges und Geschäftsmodellinnovation lernen und ihr Wissen in Fallstudien vertiefen. Foto: Noshe | DER SPIEGEL

Zur Stärkung digitaler Kompetenzen

Die Bedeutung digitaler Kompetenz als Erfolgsfaktor wächst in unserer Gesellschaft zunehmend. Um die Digitalbildung gesellschaftlich voranzutreiben, sind innovative Bildungsformen und neue Zugänge gefragt. TechLabs, seit 2020 in Hamburg, beschreitet einen solchen Weg und startet ab dem Sommersemester 2021 eine Kooperation mit der FH Wedel. Laut einer repräsentativen Studie der ZiviZ im Stifterverband aus 2020 fühlen sich 70 Prozent der Deutschen unsicher im Umgang mit digitalen Technologien. Doch die Studie belegt zugleich eine große Lernbereitschaft. Wenn es um digitale Spezialfähigkeiten wie Programmieren oder die Datenanalyse geht, ist die Lernbereitschaft zwar geringer, doch geben 32 Prozent der Befragten an, dass sie solche Fähigkeiten erlernen möchten. Informellen Lernorten und digitalen Lernangeboten der Zivilgesellschaft wird in diesem Kontext eine zunehmende Bedeutung zugesprochen. Dies haben die Initiatoren des gemeinnützigen Vereins TechLabs mit der Gründung 2017 in Münster früh erkannt. Zukunft gemeinsam digital gestalten Seit Herbst 2020 bietet TechLabs auch am Standort Hamburg eine innovative Lernplattform für kostenfreie Bildung in digitalen Disziplinen wie Data Science, Artificial Intelligence und Webentwicklung an und setzt damit bewusst auf einen neuen Ansatz im Zugang für eine breite Zielgruppe mit Weiterbildungsinteresse in diesen Themen. Mit dem Start des Sommersemesters 2021 greifen die Angebote von TechLabs Hamburg und der Fachhochschule Wedel zukünftig ineinander. Studierende der FH Wedel können die TechLabs Angebote nutzen und sich bei einer erfolgreichen Teilnahme die Qualifikation als Studienleistung anrechnen lassen. Gleiches gilt für „Techies“ der TechLabs Community bei einem Studienstart an der FH Wedel. Wesentlicher Anreiz für die Studierenden der FH Wedel ist es, sich Programmierkenntnisse in einer Community außerhalb der Hochschule und in einem selbstorganisierten Prozess von der Problemidentifikation bis zur Umsetzung der Problemlösung anzueignen. Zudem birgt das Programm die Chance, die Fähigkeiten in interdisziplinärer Teamarbeit zu stärken und sich im professionellen Data Science und KI Umfeld zu vernetzen. Denjenigen, die noch nicht an der FH Wedel studieren, macht TechLabs ein Angebot, sich in den Themengebieten Data Science und Künstliche Intelligenz auszuprobieren und die vermeintliche Hürde in ein Studium in diesem Bereich leichter zu nehmen. Kooperation zwischen TechLabs Hamburg und FH Wedel Die FH Wedel erkennt die Abschlusszertifikate der beiden TechLabs Tracks Data Science und AI als Studienleistung an. Der Track AI ist Äquivalent zu dem Modul Applied Data Science & Machine Learning in Höhe von 5 ECTS, welches in den Bachelor-Studiengängen Data Science & Artificial Intelligence, Computer Games Technology, Informatik, Smart Technology sowie IT-Management, Consulting & Auditing integriert ist. Der Track Data Science entspricht mit einem Umfang von 2 ECTS einem Teil des Moduls Data Science, das neben dem Bachelor-Studiengang Data Science & Artificial Intelligence auch im Bachelor-Studium E-Commerce und Wirtschaftsingenieurwesen enthalten ist. Digital Shaper bei TechLabs Das Konzept der fünfmonatigen Qualifikation bei TechLabs umfasst insgesamt drei Teile und verbindet das Online- und Offline-Lernen mit Hands-on-Projektarbeit und einem Austausch in der Community. Teilnehmer im sogenannten Digital Shaper Programm eignen sich eigeninitiativ über die bereitgestellten Online-Kurse das erforderliche Wissen an. Erfahrene Mentoren und Partner aus Hamburger Unternehmen stehen ihnen zur Seite, insbesondere während der integrierten Projektphase. Zum Abschluss erfordert die Qualifikation eine schriftliche Ausarbeitung zum Projekt. Bewerbungsfrist für die Angebote in Data Science & Artificial Intelligence Für die TechLabs Tracks in Hamburg mit Start im April kann man sich ab dem 1. März bis einschließlich 31. März bewerben. Die Bewerbungen für das Sommersemester an der FH Wedel laufen bereits, werden aber bis zum 31. März verlängert. Die Anmeldung für die TechLabs Tracks erfolgt online. Für eine erfolgreiche Bewerbung bei TechLabs ist das Motivationsschreiben entscheidend. Das Anmeldeverfahren für ein Studium an der FH Wedel ist hier im Detail beschrieben. Die Studiengänge sind zulassungsfrei. Studieninteressierte füllen das Formular „Anmeldung zum Studium und Studienvertrag“ aus und schicken dies mit den bisherigen Zeugnissen und dem tabellarischen Lebenslauf an die Hochschule. Die Angebote der Kooperation werden ab dem Sommersemester 2021 fortlaufend sowohl im Winter- als auch im Sommersemester angeboten.

In internationaler Challenge am Start

In diesem Wintersemester stellten drei Master-Studierende der Fachhochschule Wedel in der internationalen Unilever Future Leaders League ihr Marketing Know-how im Pitch mit anderen studentischen Teams unter Beweis. Das Team der FH Wedel schaffte es in das DACH-Finale Ende Januar. Nicht nur der Blick hinter die Kulissen eines der weltweit größten Player der Konsumgüterindustrie belohnte das Team. Carina Eckart, Leonie Kottmann und Nicholas Albert sind so auch um professionelle Erfahrungen reicher, die einen wichtigen Eintrag in ihre berufliche Entwicklung liefern. Im Business Case der diesjährigen Challenge drehte sich alles um Unilevers Love Brand Ben & Jerry’s, genauer um die Werte-Kommunikation. Denn Ben & Jerry’s ist eine Eis-Marke, die soziales und ökologisches Engagement im Markenkern verankert hat. So sollte in der Challenge entwickelt werden, wie Ben & Jerry’s sich engagieren und die eigene Haltung kommunizieren kann und gleichzeitig den Spagat schafft, glaubhaft und authentisch wahrgenommen zu werden. Eine spannende Aufgabe fanden Carina, Leonie und Nicholas und reichten im Dezember als Bewerbung ihre Videobotschaft ein. „Ein Pitch-Video zu drehen hat sehr viel Spaß gemacht und war ein voller Erfolg. Damit kamen wir in das DACH-Finale, für das wir unsere Ideen für eine authentische Kommunikationsstrategie weiter ausarbeiten konnten, um sie schließlich der hochrangigen Jury präsentieren zu dürfen“, erzählte Leonie. Die Jury setzt sich jedes Jahr neu aus erfahrenen Unilever-Managern zusammen, die den Teams im Finale auch ein umfassendes Feedback zu ihrer Konzeption geben. Die Teams punkten im Hinblick auf ihre Kreativität, ihre Präsentationsskills und in der Machbarkeit des Konzepts. „Die Unilever Future Leaders League war die perfekte Möglichkeit, das Wissen aus dem Studium in der Praxis anzuwenden. Wir bekamen so die Chance, das ganze Marketing-Wissen von A bis Z auf eine reelle Marke anzuwenden und sogar Praxis-Feedback zu bekommen“, schwärmte Carina. In einem starken Team brachten Carina, Leonie und Nicholas ihre unterschiedliche Expertise und Erfahrungshintergründe ein. Alle drei vereint, dass sie sich in ihrem Studium für die Vertiefungsrichtung Marketing & Medien entschieden haben. Carina hatte bereits vor ihrem Master-Studium in Betriebswirtschaftslehre ihren Bachelor of Science in diesem Fach an der FH Wedel absolviert und brachte ihre Expertise im Bereich Corporate Social Responsibility in das Team ein. Leonie ist ebenfalls Master-Studentin in Betriebswirtschaftslehre mit Vorliebe für Social Media Marketing. Mit Nicholas wurde das interdisziplinäre Team perfekt, denn er ist Master-Student der Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen. Ihr Mentor und Unterstützer im Pitch mit den vielen anderen Teams war Prof. Dr. Alexander Fischer, Professor für Marketing- und Medienmanagement an der FH Wedel. Sichtlich beeindruckt resümierte er „In diesem hochkarätigen internationalen Wettbewerb zu dem höchst relevanten Thema authentischer und nachhaltiger Markenführung haben die drei Masteranden eine wirklich tolle Leistung gezeigt.“

Vielseitige E-Commerce-Lösungen

Der Master-Studiengang E-Commerce der Fachhochschule Wedel zielt auf eine Qualifizierung für Management-Aufgaben im digitalen Handel. Das Erwerben von praktischen Fähigkeiten und angewandtem Know-how bereits während des Studiums spielt daher für den reibungslosen Übergang in Führungsaufgaben eine entscheidende Rolle. Mit zehn ECTS bietet das E-Commerce-Projekt den Master-Studierenden im letzten Vorlesungssemester den idealen Zeitpunkt und Umfang, um sich auszuprobieren und praktische Erfahrungen im Projekt-Management und in den Bereichen Projektplanung, Zeitmanagement, Aufgabenteilung und Controlling zu sammeln. Seit dem Start des Wintersemesters im Oktober erarbeiten fünf Teams mit bis zu fünf Studierenden im Rahmen des Moduls "Projekt E-Commerce" Lösungen für aktuelle Frage- und Problemstellungen, die in Kooperation mit Unternehmen der Branche entwickelt werden. Mit bonprix, elbwalker, foreverontheblockchain, Fricke und minubo konnten interessante Praxispartner für diese Lehrveranstaltung gewonnen werden. Allesamt hatten sie zum Semesterstart spannende Aufgabenpakete im Gepäck. Für den 2. Dezember stand die Zwischenpräsentation im Projektplan. Es galt den bisherigen Projektfortschritt zu bemessen und eventuelle Unsicherheiten in die richtigen Bahnen zu lenken. In diesen Prozess gaben die Studierenden und die Projektpartner Einblick. Für bonprix steht in diesem Praxisprojekt das Recruiting im Fokus, für das eine Ausarbeitung zu Performance Marketing als Ergänzung innerhalb der agilen Recruiting-Strategie erwünscht war. Nach einer konzeptionellen und analytischen Auseinandersetzung mit den Zielgruppen und deren Mediennutzung, dem Arbeitsmarkt und der Konkurrenzsituation wurden KPI und relevante Kanäle definiert. In der folgenden Umsetzung wird das Studierenden-Team beispielsweise ein Tracking aufsetzen und konkrete Maßnahmen für eine HR-Kampagne entwickeln. Die Ergebnisse der Kampagne werden abschließend ausgewertet, um daraus Handlungsempfehlungen zu generieren. elbwalker ist ein von Studierenden der FH Wedel gegründetes Start-up, das innovative Lösungen zur Webanalyse entwickelt. In diesem Projekt stellen also Alumni den Studierenden die Aufgabe. Sie sollen Analyse-Dashboards entwickeln, die je nach Zweck einer Webseite konfiguriert werden können. Die Studierenden nahmen die Ansprüche von Blogs, Online-Shops, Recruiting-Portalen und Software-as-a-Service-Webseiten genauer unter die Lupe. Pro Typus wurden KPI und Conversions definiert und die User Flows analysiert. Weitere Zielsetzungen sind die Entwicklung von Leitfäden zur Implementierung sowie die technische Umsetzung der Dashboards zur Bereitstellung über die elbwalker Web App. Auch die Blockchain-Technologie bietet spannende Einsatzmöglichkeiten im E-Commerce. Das zeigt das Projekt des Software-as-a-Service-Start-up foreverontheblockchain. Die Idee des Start-ups ist es, die dezentrale Datenbank der Blockchain für personalisierte Verewigungen zu nutzen. Die Studierenden der FH Wedel wurden eingeladen, in einer aktuellen Umsetzung dieser Geschäftsidee für einen Kunden mitzuarbeiten. Ihre Aufgabe ist es, für den B2B- und B2C-Vertrieb ein Online- und Affiliate-Marketing aufzusetzen. Das Studierenden-Team setzt dabei einerseits auf eine Marketing-Kampagne mit attraktiven Handelspartnern und andererseits auf die Strahlkraft von Influencern. Dafür wurden zunächst mögliche Kooperationspartner identifiziert und in den sozialen Medien rund 200 passende Influencer selektiert. Im Folgenden soll das Affiliate-Netzwerk ADCELL für das Ausrollen der Kampagne genutzt werden. Bei der familiengeführten FRICKE Gruppe sind Landmaschinen das Business. In ihrem Projekt mit den Studierenden der FH Wedel geht es um ein Online-Marketing-Konzept für den Unternehmensbereich GRANIT mit einer Fokussierung auf die Bestandskunden. Auch hier starteten die Studierenden mit einer ausführlichen Analysephase zum Markt und zum Wettbewerb sowie zu der Kundenstruktur und dem bisherigen B2B-Web-Shop. Innerhalb der Marketing-Kanäle werden sie sich auf E-Mail-Marketing und Social-Media-Marketing fokussieren. Dafür wurden in einer explorativen Datenanalyse Kundencluster gebildet, mit dem Ziel, in den folgenden Marketing-Maßnahmen eine maßgeschneiderte Ansprache zu finden. In dem Praxisprojekt mit minubo schlüpfen die E-Commerce-Studierenden in die Beraterrolle für einen realen Kunden. In einem Pilotprojekt sollen Echtzeit Onsite-Personalisierungsmaßnahmen mit Produkt- und Kundensegmenten basierend auf historischen Transaktionsdaten verknüpft werden. In ihrer Analyse haben die Studierenden die Problemstellung auf Details heruntergebrochen und ein A/B-Test-Konzept entwickelt. So nähern sie sich der Zielsetzung, ihre Erkenntnisse für weitere Shops nutzbar zu machen und das Konzept der Personalisierung in Kombination mit Business Intelligence Daten auf den Prüfstand zu stellen. Bis Ende Februar haben die Studierenden Zeit, ihre Projekte auszuarbeiten. Dann kommen die fünf Teams sowie die Praxispartner zur Abschlusspräsentation zusammen. Prof. Jan-Paul Lüdtke, Leiter des Studiengangs E-Commerce, ist schon jetzt gespannt auf die Resultate und erläutert: "Das Master-Projekt ist in meinen Augen eine der wichtigsten Veranstaltungen des Studiengangs, da die Studierenden hier das Erlernte in einer praktischen Aufgabe einbringen und durchweg echte Probleme und Herausforderungen im E-Commerce lösen".

Brücken schlagen für das Gründen

Eine neue Phase in der Gründungsförderung an der FH Wedel ist eingeläutet. In den letzten Wochen hat sich das Team der Startup Bridge zusammen gefunden und sogleich mit viel Elan losgelegt. Erste Veranstaltungsangebote sind aufgesetzt, die Webseite ist live und das Netzwerken ist in vollem Gang. Damit knüpft das derzeit dreiköpfige Team der Startup Bridge an das an, was Ende 2019 einen Meilenstein in der Historie der Fachhochschule Wedel markiert: Die FH Wedel zählt zu den Preisträgern des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie initiierten Wettbewerbs EXIST-Potentiale und erhält für einen Zeitraum von vier Jahren eine Förderung in Höhe von 750.000 Euro, um sich so nachhaltig als Gründerhochschule entwickeln zu können. Wofür steht die Startup Bridge und was sind ihre Ziele? Die Startup Bridge steht für Inspirieren, Qualifizieren, Fördern. Dreh- und Angelpunkt ihres Wirkens ist die Founders' Journey. Im Fokus steht die Ermutigung für das Vernetzen und Austauschen untereinander. Denn so entstehen Ideen, die oftmals großes Potential haben. Dafür stellt das junge Team der Startup Bridge Werkzeuge und Ressourcen zur Verfügung, die den Studierenden helfen sollen, ihre Ideen umzusetzen und Gründungsziele zu erreichen. Ganz konkret wird es in der Gründungsberatung. Dort werden Geschäftsmodelle auch mal kritisch hinterfragt. Denn die Startup Bridge versteht sich als wertvolle Schnittstelle, die Studierenden bei der Förderung ihrer Gründungsvorhaben zur Seite steht und so zu einem erfolgreichen Gelingen beitragen möchte. Wer ist das Team der Startup Bridge? Das kleine heterogene Team vereint in sich viele verschiedene Kompetenzen und Erfahrungshorizonte. Zwei der Teammitglieder kennen die Fragestellungen der Studierenden in Wedel aus eigener Erfahrung ziemlich gut. Henrik Sabban und Maximilian Holtkamp haben beide einige Semester als Studenten an der Fachhochschule Wedel verbracht. Der Jüngste im Team ist Maximilian. Er studiert seit Oktober im Master-Studiengang Wirtschaftsinformatik / IT-Management. Vor einem Jahr hat er sein duales Bachelor-Studium Wirtschaftsinformatik in Wedel abgeschlossen. Seitdem hat er als IT-Consultant in unterschiedlichen Projekten gearbeitet und nebenbei angefangen, seine Selbstständigkeit zu planen. Über sein Studium und die Gründungsberatung in der Startup Bridge hinaus arbeitet er nebenberuflich als Freelancer in der Software-Entwicklung und bringt im Team der Startup Bridge insbesondere sein IT-Know-how ein. Henrik hat sowohl sein Bachelor- als auch sein Master-Studium im Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Wedel absolviert. Danach hat er als M&A Berater in einer Corporate Finance Boutique mehrere Unternehmenstransaktionen abgeschlossen und mittelständische Unternehmer strategisch und finanziell beraten. Auch er ist nebenberuflich selbstständig im Bereich der Unternehmensbewertung tätig und als Gründungsberater der Startup Bridge für die Studierenden der FH Wedel ein idealer Ansprechpartner in allen Fragen rund um die Finanzierung von Gründungsideen. Die Dritte im Team, Camila Munhoz, kommt ursprünglich aus Brasilien und lebt seit fünf Jahren in Deutschland. In 2019 hat sie an der Universität Hohenheim ihren Master of Science in International Business and Economics abgeschlossen. Anschließend konnte sie in einem großen internationalen deutschen Konzern Berufserfahrungen in den Bereichen Entrepreneurship, Marketing und Business Development sammeln. Ihre Herzensangelegenheit ist Social Entrepreneurship. So möchte sie auch ein eigenes Sozialunternehmen gründen. Im Team der Startup Bridge ist sie der kreative Kopf. In 2021 wird außerdem noch Carl Rehmann zum Team der Startup Bridge dazu stoßen, sobald er sein Bachelor-Studium in E-Commerce abgeschlossen hat. Das gesamte Team der Startup Bridge freut sich schon jetzt auf das Kennenlernen von spannenden Startup-Ideen, das Vernetzen innerhalb der Hochschule und das Verbinden des Know-hows aus den unterschiedlichen Fachrichtungen zu gemeinsamen Gründungsaktivitäten. Denn getreu dem Motto "Der Weg ist das Ziel" geht es um die Entfaltung der Potentiale am Hochschulstandort Wedel. Was ist das Angebot der Startup Bridge? Die Startup Bridge unterstützt die Studierenden der FH Wedel während des gesamten Gründungsprozesses. Im Ideation Semester entwickeln Studierende im Team über den Zeitraum eins Semesters im Rahmen des Lean-Startup Ansatzes eine Geschäftsidee. Hier ist das Motto "Build. Test. Learn.". Für das Vernetzen gibt es eine MS Teams Gruppe und auch einen lockeren Stammtisch. Die offene Diskussion über Gründungsthemen und das Kennenlernen anderer Gründungsinteressierter stehen dabei im Vordergrund. Zusätzlich bietet die Startup Bridge spannende Vorträge von erfahrenen Gründern und deren Startups in den Gründungs Meetups an. Den gesamten Überblick und weitere Informationen sind auf startupbridge.de zu finden. Was steht an? Noch im November hat die Startup Bridge einen spannenden Workshop im Angebot. Am 25. November geht es um Tipps zum Networking. Ein Roundtable bringt die Studierenden der FH Wedel in direkten Kontakt mit Experten, die es geschafft haben, ein solides Netzwerk aufzubauen. Hier geht es zur Anmeldung.

FH Wedel meets Airbus

Einen Steinwurf von der Fachhochschule Wedel entfernt, in Hamburg-Finkenwerder, befindet sich der drittgrößte Standort der Zivilluftfahrtindustrie weltweit. Zu den technischen Schlüsselkompetenzen des durch die AIRBUS SE betriebenen Standorts zählt beispielsweise die Entwicklung von Rumpfstrukturen und Kabinendesigns. In einem Projekt der Automatisierung im Bereich der Flugzeugendmontage durfte in den vergangenen Monaten sechs Studierenden der FH Wedel ihr Know-how in der Praxis ausprobieren. Mit Erfolg, wie der Rückblick des Teams zeigt. Um Lösungen für wachsenden Kunden- und Marktanforderungen zu finden und interne Prozesse effizienter und arbeitnehmerfreundlicher zu gestalten, ist das Wirken am Standort südlich der Elbe auf Innovationen ausgerichtet. So forscht und entwickelt Airbus in einem der vielen Projekte auch an einer Automatisierungslösung im Bereich der Flugzeugendmontage. Lange Zeit lag der Fokus des Projektes auf der Prüfung der technischen Machbarkeit und der Entwicklung des Produktes. Erste Prototypen wurden bereits erfolgreich getestet. Die Erweiterung um externe Komponenten unter Betrachtung des globalen Marktes stand fortan auf dem Plan. Ein Paradebeispiel für das BWL-Projekt der FH Wedel, in dem Studierende des Bachelor-Studiengangs zum Einsatz kommen können. Denn im Rahmen des BWL-Projekts werden von Unternehmen eingereichte praxisrelevante Problemstellungen von Studierenden weitestgehend eigenständig und in Absprache mit dem jeweiligen Unternehmen bearbeitet. Im Sommersemester eröffnete nun Airbus sechs Studierenden der FH Wedel die Chance, sich mit der anstehenden Marktbetrachtung zu befassen. Das Studierenden-Team sollte von Anfang Mai bis Ende Juli 2020 zu einem Teil des innovativen Projektes bei Airbus werden. Innerhalb von Airbus ist das Projekt im Intrapreneurship Programm aufgehängt und wird im Accelerator BizLab durch Antje Bulmann (BizLab Platform Lead Hamburg) betreut. Weiterer wichtiger Sparringspartner für das Studierendenteam war Projektleiter Christian Le Polotec (Airbus Cabin & Cargo Program Innovation Project Leader). Ihn unterstützte das studentische Team bei betriebswirtschaftlichen Fragestellungen und konnte das Wissen aus dem bisherigen betriebswirtschaftlichen Studium im Praxistest einsetzen. Das BWL-Projekt ist eine Studienleistung im fünften oder sechsten Semester und macht mit zehn ECTS-Punkten knapp fünf Prozent der gesamten Studienleistung im Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaftslehre aus. Über die Identifikation von Zielgruppen zur Risikoidentifikation und Lösungen für das Marketing Die Aufgabenstellung an die Studierenden war es, den Markt für das bereits entwickelte Produkt zu analysieren und so eine Prognose zu den Erfolgsaussichten des Produktes zu erstellen. Im Fokus stand die grundlegende Marktentwicklung, die Identifikation entsprechender Zielgruppen und Partner, die Risikoidentifikation sowie Ansätze für das interne und externe Marketing und ein Vergleich des Produktes mit bereits im Markt etablierten Produkten. Das Projekt konnte trotz der Corona-Pandemie erfolgreich umgesetzt werden. Dennoch empfanden die Studierenden es als ein Defizit, dass so der persönliche Kontakt fehlte. Das Kick-off-Meeting Mitte Mai sowie regelmäßige Status-Meetings mit den Ansprechpartnern bei Airbus und den betreuenden Professoren fanden anstatt dessen ausschließlich virtuell statt. Durch die seitens der FH Wedel bereitgestellten Software-Lösungen gelang es dem Team jedoch, das Projekt sehr gut zu bewältigen. Zum Abschluss konnte das Team die Projektergebnisse in Präsenz im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) präsentieren. Projektleiter Le Polotec zeigte sich von dem Endergebnis begeistert: „Die Studierenden haben uns mit den Ergebnissen ihrer Arbeit überzeugt. Ich werde die neu gewonnenen Erkenntnisse für weitere Schritte nutzen und gratuliere dem gesamten FH Wedel Projektteam für die sehr gute Arbeit.“ Die Studierenden waren sich einig, dass die vorangegangenen Wochen und Monate zwar herausfordernd waren, sie jedoch wichtige Erfahrungen im Projektmanagement machen konnten. Das Erlernen einer zielorientierten Zusammenarbeit mit einem global agierenden Unternehmen und das Weiterentwickeln und Stärken ihrer methodischen und persönlichen Kompetenzen bereicherte ihren Erfahrungsschatz sehr. Seitens der FH Wedel wurden die Studierenden in diesem Projekt von Prof. Franziska Bönte, Professorin für Controlling und Unternehmensführung, und Prof. Gunnar Harms, Professor für Produktions- und Logistikmanagement, betreut.

Vision des neuen Radfahrens

Wie bewegen wir uns zukünftig unfallfrei in unserer Stadt? Über mehrere Monate tüftelte das Team Dataport der Cross Innovation Class an einer Lösung, die für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgt. Entstanden ist ein smarter Fahrradlenker "Saflr", mit dem sich Nicola, Daniel und Yaroslavna zuletzt einen Platz im Förderprogramm Call for Transfer sichern konnten. Wie gehts jetzt weiter? Das haben die Studierenden im Gespräch mit Mareike Borgstedt der Hamburg Kreativ Gesellschaft beantwortet. Daniel studiert im siebten Semester Smart Technology an der FH Wedel. Nicola und Yaroslavna studieren beide ebenfalls im siebten Semester Produkt Design an der AMD Akademie Mode & Design. Nehmt uns doch zum Einstieg einmal mit an den Anfang des Projekts: Wie habt ihr eure Idee zu Saflr gefunden? Nicola: Unsere Idee zu Saflr haben wir im Zusammenschluss mit Dataport gefunden. Wir haben uns am Anfang überlegt, welche Themen es zur Sicherheit im Straßenverkehr gibt. Was sind die Gefahren? Warum passieren Unfälle? Da ist uns aufgefallen, dass es unter vielen Unfallursachen einen Punkt gibt, den wir durchaus beeinflussen können: Das ist die Aufmerksamkeit. Denn es passieren zigtausend Unfälle, weil Verkehrsteilnehmer unkonzentriert sind. Und wie kann man Schlafmützen im Straßenverkehr wachrütteln? Nicola: Saflr setzt an zwei Punkten an: Zum einen rücken wir mit dem Produkt das Thema Aufmerksamkeit im Straßenverkehr wieder mehr in den Fokus. Zum anderen unterstützt Saflr die Verkehrsteilnehmer konkret dabei, sicher ans Ziel zu kommen. Nämlich? Daniel: Saflr ist ein Lenkergriff, der vibriert, sobald man sich einer Gefahrenzone nähert. Gleichzeitig sendet auch die App ein Warnsignal, indem sie die Gefahrenzone entlang der Route markiert. Wir sensibilisieren die Verkehrsteilnehmer also schon, bevor sie sich in eine brenzlige Situation begeben. Eurer Projektpartner Dataport ist in sechs Bundesländern vertreten und ein wichtiger Akteur im IT-Dienstleistungsbereich. Wie habt ihr als Studierende eure Rolle gegenüber einem so großen Unternehmen gefunden? Daniel: Wir hatten das Gefühl, auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden und eine tolle Ansprechpartnerin an unserer Seite. Sie ist für den Bereich Innovation zuständig, war immer für uns da, hat sich eingesetzt, neue Ideen mit eingebracht und ist selbst eine begeisterte Radfahrerin, was natürlich sehr gut gepasst hat. Wir wurden sogar eingeladen, um zu schauen, wie wir unsere Arbeit auch nach der Cross Innovation Class weiterführen könnten und wo man sich noch mit dem Projekt bewerben könnte. Darüber hinaus haben wir auch tolle Unterstützung durch unsere Dozenten und Mentoren an der Uni erfahren. Was habt ihr aus dem Austausch mit Dataport gelernt? Daniel: Dass ein großes Unternehmen beweglich, flexibel und innovativ sein kann und ein Interesse an studentischen Ideen hat. Dataport hat uns viel beim Thema Umgang, Beschaffung und Auswertung von Datenmaterial geholfen. Zum Beispiel hatten sie die Umweltdaten des Open Data Portal des Statistischen Bundesamts bereits im Blick. Da wären wir selbst nicht so schnell darauf gekommen. Überhaupt war Dataport in unseren Augen ein wahnsinnig dynamisches Unternehmen, wo die Mühlen keineswegs langsam mahlen. Ihr seid in das Förderprogramm Call for Transfer von Hamburg Innovation aufgenommen worden. Wo steht ihr momentan mit eurem Projekt?    Yaroslavna: Nach Semesterende hatten wir das Projekt eigentlich zur Seite gelegt und uns auf Uni und Job konzentriert. Die Bewerbung zur Förderung Call for Transfer lief da mehr so nebenbei. Doch als wir die Förderung dann bekommen haben, hat uns das einen Kick gegeben und die nötige Motivation weiterzumachen. Jetzt stehen wir wieder ein bisschen am Anfang: Wir wollen das Projekt analysieren und zurückschauen, was wir gemacht haben und neue Ideen entwickeln, um Saflr auf den Markt zu bringen und Kooperationspartner zu suchen. Wie hilft euch das Förderprogramm bei den nächsten Schritten? Nicola: Natürlich hilft es uns dabei, das Projekt finanzieren zu können. Wir haben uns natürlich auch selber eine Struktur gemacht. Wir geben regelmäßig Rückmeldung an Hamburg Innovation über den aktuellen Stand des Projektes. Am Ende steht dann das Schreiben eines Abschlussberichts an. Aber größtenteils liegt Saflr in unseren Händen. Könnt ihr konkretisieren und uns eine kleine Sneak Peak geben, was die nächsten Schritte sind, die ihr jetzt angehen möchtet? Nicola: Auf jeden Fall werden wir noch mal das komplette Design und auch die Funktion überdenken. Was macht wirklich Sinn? Was muss ausgebaut werden? Wir möchten auch schauen, wie wir eventuell für junge Menschen ein bisschen interessanter werden können. Daniel: Einen weiteren Fokus werden wir auf die App legen. Der Lenkergriff ohne die App funktioniert nicht, beides soll aber miteinander kommunizieren. Anschließend kann man die App natürlich auch als eigenständiges Produkt sehr gut vermarkten. Ihr habt gesagt, der nächste Schritt sei es, die jüngere Zielgruppe zu erreichen. Was wünscht euch für Saflr? Was ist das große Ziel? Yaroslavna: Das große Ziel ist, unser Produkt auf der Straße zu sehen und dass wir etwas schaffen, was den Leuten tatsächlich hilft, Unfälle zu vermeiden. Neben der Entwicklung eines Prototyps im Rahmen der Cross Innovation Class habt ihr auch Workshops und Methoden-Trainings besucht. Wie hat sich das auf eure Arbeit ausgewirkt? Nicola: Die Methoden und ihre Nutzung waren eine große Hilfe, gerade bei dem Kreativprozess. Teilweise arbeiten wir in der Uni schon kreativ z. B. mit Design Thinking. Aber wir haben darüber hinaus auch anderen Methoden kennengelernt, und das hat wirklich den Horizont erweitert und uns noch mehr Input gegeben. Yaroslavna: Ich erinnere mich z. B. an die Methode, bei der wir unsere Zielgruppe als eine Person vorstellen sollten. Das war sehr hilfreich, weil wir so die Nutzer/innen von Saflr gefunden und definiert haben. Auf welche Meilensteine in eurem Projekt seid ihr besonders stolz? Nicola: Es war eine wahnsinnig intensive Zeit, die wir an dem Projekt in der Cross Innovation Class gearbeitet haben. Wir sind richtig stolz auf die Präsentation am Ende, mit der wir den Preis für interdisziplinäre Zusammenarbeit bekommen haben. Aber der größte Meilenstein ist definitiv die Förderung durch Hamburg Innovation. Welche Chancen und Herausforderungen habt ihr in den vergangenen Monaten innerhalb dieser interdisziplinären Teamarbeit erlebt? Yaroslavna: Ich glaube, wir sind an dem Punkt, dass wir ehrlich miteinander sind, egal was gerade für den nächsten Schritt im Fokus steht. Ganz besonders wurde bei uns das Interesse an den anderen Disziplinen geweckt. Daniel ist sehr gut im Umgang mit Daten und Technik. Er ist unser Held, was das angeht, und wir freuen uns immer, wenn er uns Tricks verrät. Nicola kann sehr gut Visuelles und Grafisches beurteilen und ich habe einen Marketing-Background und kann somit von Verkaufsseite her argumentieren. Gibt es eine Disziplin, die euch im Team fehlt und euch bei weiteren Schritten unterstützen könnte? Yaroslavna: Nach dem heutigen Stand sind wir gut aufgestellt. Es kann natürlich sein, dass wir im Laufe des Projekts merken, dass wir noch weitere Qualifikationen bräuchten. Welche Tipps würdet ihr studentischen Teams bei einer kollaborativen Arbeit mit an die Hand geben? Yaroslavna: Traut euch mitzumachen und euch auszuprobieren. Motiviert euch selbst und andere. Und habt keine Angst! So war es zum Beispiel auch mit der Förderung bei uns. Wir sind nicht direkt davon ausgegangen, dass wir sie bekommen würden. Aber wir haben trotzdem gesagt: „Warum nicht?“ Dann investieren wir jetzt kurz die Zeit, fassen unser Projekt zusammen und bewerben uns. Das hat viel Arbeit gekostet, aber es hat sich am Ende ausgezahlt. Über die Cross Innovation Class Die Cross Innovation Class setzt dort an, wo Lehrpläne im Studium oftmals Lücken aufweisen – in der Entwicklung interdisziplinärer Kompetenzen für eine digitalisierte Arbeitswelt. In mehreren Teams arbeiten ein Semester lang Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen und Hochschulen an der Entwicklung smarter Produkte anhand konkreter Aufgabenstellungen aus der Praxis. Der Arbeitsprozess beinhaltet neben der Ideenfindung eine ausführliche Entwicklungsphase der Prototypen. Zwei Jahrgänge der Cross Innovation Class gab es bereits, in denen Studierende der Fachrichtungen Smart Technology (FH Wedel), Produktdesign (AMD Akademie Mode & Design Hamburg), Digital Media (Leuphana Universität Lüneburg), Stadtplanung (HafenCity Universität) und Media Systems (HAW Hamburg) gemeinsam in Projekten tüftelten. Veranstalter der Cross Innovation Class ist die Hamburg Kreativ Gesellschaft.

Prototyping Lab mit Hamburger Medienunternehmen

Das Prototyping Lab von nextMedia.Hamburg sucht Antworten auf die Frage nach der Zukunft der Medien und lässt experimentierfreudige Unternehmen mit talentierten Studierenden aus dem Hamburger Raum ein Semester lang einsetzbare Prototypen entwickeln. Nach der Premiere vor einem Jahr fokussierte das zweite Prototyping Lab den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. In interdisziplinären Teams tüftelten Studierende der Fachhochschule Wedel, der Hamburg Media School und der Universität Hamburg gemeinsam an herausfordernden Fragestellungen der Hamburger Medienhäuser N-JOY, SPIEGEL MEDIA und Bauer Media Group. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: eine Music Prediction Machine, ein Filter gegen betrügerische und unpassende Werbung und eine intelligente Rezeptdatenbank. Kürzlich wurden die entsprechenden Prototypen in einer spannenden Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert, mitten drin drei Bachelor-Studenten der FH Wedel. Den ersten Case des Abends stellte das Team N-JOY vor, das die Aufgabe hatte, der Musikredaktion mittels KI dabei zu helfen, neue Songs auszuwählen, die den Hörern des Senders mit hoher Wahrscheinlichkeit gefallen. Der Sender hatte den Studierenden hierfür Umfrageergebnisse sowie 500 bewertete Songs zur Verfügung gestellt, auf deren Basis die KI entwickelt und trainiert werden konnte. Es galt, die Musiktitel nach verschiedenen Merkmalen zu analysieren und die Wahrscheinlichkeit zu bestimmten, mit der ein Song dem durchschnittlichen Hörer des Radiosenders gefällt. Der Versuch eines solchen Zielgruppen-Targetings für das Radio stellte sich schnell als Neuland heraus. Denn derzeit gibt es keine vergleichbaren Anwendungen – weder national noch international. Das Projekt-Team entwickelte im ersten Schritt einen Audio Analyzer, der Musiktitel nach 33 Kriterien wie Geschwindigkeit, Stimmung oder Genre untersucht und die Ergebnisse dann an eine KI-Anwendung ausspielt. Diese gleicht die Resultate mit den Umfrageergebnissen und dem bisherigen Hörverhalten und Geschmack der Zielgruppe ab, ehe das User Interface die Erkenntnisse für die Redaktion aufbereitet. Die Redakteure könnten so zukünftig bei der Auswahl von Neuerscheinungen unterstützt werden. Der menschliche Faktor solle jedoch laut N-JOY bei der Songauswahl die entscheidende Instanz bleiben. Niklas Drews, Bachelor-Student an der FH Wedel in Informatik erzählt, dass ihm insbesondere die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesem Team sehr viel Spaß gemacht hat. "Es war interessant zu sehen, wie meine Teampartner an die Aufgabe herangegangen sind. Durch die Zusammenarbeit konnte ich viel lernen, mich aber gleichzeitig auch gut einbringen. Meine Teampartner waren allesamt Master-Studenten. Ich hatte aber nicht das Gefühl, ihnen fachlich nachzustehen." Das Team SPIEGEL MEDIA stellte einen Prototypen vor, der schon bald die Markensicherheit vieler Online-Produkte erhöhen könnte. Anlass der Aufgabenstellung von SPIEGEL MEDIA, Fakes in Werbemitteln zu identifizieren, ist, dass Fake-Ads, also nicht-legitimierte Werbung beispielsweise mit Prominenten oder mit Verweisen auf unseriöse Webseiten, einen großen Schaden anrichten. Betrügerische und unpassende Werbung soll mithilfe der Anwendung herausgefiltert und im GoogleAdManager automatisch blockiert werden. Bei 2,5 Millionen Werbemitteln, die potenziell automatisiert ausgespielt werden können, liegt es auf der Hand, dass Fake Ads nicht händisch zu identifizieren sind. Um ihr Ziel zu erreichen, nutzten die Studierenden eine sogenannte Support Vector Machine, die basierend auf klassifizierten Daten Vorhersagen über den Urheber der Werbemittel trifft. Konstantin von Wendt, Student im Bachelor-Studiengang Computer Games Technology an der FH Wedel, erzählt, dass die größte Herausforderung darin lag, eine Datengrundlage zu erhalten, anhand derer man die KI trainieren kann. "Der ursprüngliche Plan war, diese über die Google API direkt aus dem genutzten GoogleAdManager zu ziehen. Diese Funktion ist aber nicht vorgesehen." Daher entwickelten die Studierenden einen Bot, der das Durchsuchen des GoogleAdManagers ermöglicht. Creative für Creative kam es so zur Verifizierung und die KI konnte anhand dieser Erkenntnisse trainiert werden. Mit großem Erfolg: Bei einer Testmenge von 2.000 Daten glänzte der Prototyp bereits mit einer Trefferquote von 95 Prozent. Auch bei fremden, größeren Datenmengen seien ähnliche Trefferquoten erreicht worden. Konstantin ist sichtlich stolz: "Wenn ich den Prototypen sehe, freue ich mich sehr über das Ergebnis. Zwischenzeitlich war nicht sicher, ob wir tatsächlich ein Ergebnis präsentieren könnten. Die Genauigkeit unseres Ergebnisses hat nun alle unsere Erwartungen übertroffen." Auch für das dritte Medienunternehmen, die Bauer Media Group, konnte ein Prototyp fertiggestellt werden. Das Team Bauer Media Group entwickelte eine strukturierte, intelligente Datenbank, die das Archiv von Deutschlands größtem Food-Verlag, dem HOUSE OF FOOD, rückwirkend mit Metadaten versieht und so neue Suchmöglichkeiten eröffnet. Auf Grundlage von 100.000 Bildern und Rezepten hatten die Studierenden hierfür zunächst eine Reihe an Merkmalen definiert und rund 2.000 Dateien manuell getaggt, ehe ein neuronales Netz trainiert werden konnte. Dieses kann nun die vorhandenen Rezepte und Bilder nach Merkmalen wie Farbe und Zutat automatisch taggen. Darüber hinaus integrierten die jungen Entwickler eine Reverse-Searching-Funktion. Der Prototyp ermöglicht Redakteuren nicht nur das Auffinden von noch unbekannten Rezepten, sondern bietet eine Durchsuchbarkeit der Datensätze nach Kalorien oder Ernährungsformen wie vegan oder glutenfrei und kann mittels der Suchergebnisse neue Foodtrends mit dem vorhandenen Archivmaterial neu verbinden. Das Fazit der beteiligten Unternehmen, Studierenden und Projektpartner war durchweg positiv. Der Projektverantwortliche seitens der FH Wedel, Prof. Christian-Arved Bohn, Leiter des Studiengangs Medieninformatik, gestand, dass er anfangs skeptisch war. "Unsere drei Studenten wurden doch in ein recht ungewohntes Umfeld geschubst: externe Betreuung, Projektarbeit mit Studierenden anderer Unis, eine riesige Erwartungshaltung von namhaften und großen Unternehmen. Und dann waren die Themen selbst nicht etwa schlicht Aufgaben, sondern wirkliche Problemstellungen der Unternehmen, die zudem sehr schwierig erschienen. Die Ergebnisse in der Abschlusspräsentation haben mich fast sprachlos gemacht. Scheinbar mühelos hatten sich abgestimmte Teams der verschiedensten Fachbereiche gebildet und in gerade mal drei Monaten drei Systeme entwickelt, die die Herausforderungen der Unternehmen gelöst und auf einen guten Weg gebracht haben." Foto: Laura Müller Photography for nextMedia.Hamburg

Erfahrungsaustausch im Silicon Valley

Für Mitte Oktober hatte Aaron Tal ein Flugticket nach San Francisco gelöst. Wenn auch das obligatorische Selfie an der Golden Gate Bridge mit auf dem Programm stand, befand sich der Absolvent des Master-Studiengangs E-Commerce nicht etwa auf ausgetretenen Touristenpfaden, sondern auf einer Studienreise für Start-ups und Unternehmer. Eine Woche lang drehte sich alles um das Lernen von den Erfahrungen ausgewählter IT-Unternehmen aus dem Silicon Valley. Das Motto der Reise: die Digitalisierung gemeinsam aus einer neuen Perspektive entdecken, um die Technologie von morgen besser zu verstehen. Unterstützt wurde Aaron vom Wedeler Hochschulbund, dem Förderverein der Fachhochschule Wedel. Bereits zum zweiten Mal war in diesem Jahr das "Silicon Valley Stipendium" ausgeschrieben worden. Der Zuschlag und die Unterstützung in Höhe von 3.000 Euro gingen an Alumnus Aaron. Nach seiner Ankunft in San Francisco befand sich Aaron inmitten einer kleinen, exklusiven, aber dennoch bunt gemischten Reisegruppe aus Charakteren von Start-ups bis hin zum Mittelständler. Die Gruppe war zu Gast bei Unternehmen wie HAX oder swissnex. Spannend war insbesondere, dass es sich sowohl um privatwirtschaftliche als auch öffentliche, also von Ländern geförderte Accelerator handelte. Besonderen Eindruck bei Aaron hatte aber der Besuch bei Plug and Play hinterlassen. "Neben einer Führung durch die Räumlichkeiten durften wir auch an einer Reihe von Übungs-Pitches teilnehmen. Diese Pitches sind als Trainingseinheiten für Entrepreneurs gedacht, die an dem Programm des Accelerators beteiligt sind. So wurde jeder Pitch kritisch durchleuchtet, welches für uns eine lehrreiche Erfahrung war." Aarons Schlüsselerlebnis war die Wahrnehmung des "Silicon Valley Mindset". "Das Silicon Valley präsentierte sich mir als ein Ort, der für die Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Ideen steht. Das stets präsente Silicon Valley Mindset beschreibt den positiven Umgang mit dem Risiko und dem steten Drang nach Fortschritt. So wird mit dem Risiko immer eine positive Chance verbunden. Bei einer neuen Idee wird nicht zunächst nach Gründen gesucht, warum diese träumerisch oder unnötig ist. Stattdessen wird die Idee kritisch weitergesponnen, um Wege aufzuzeigen, wie diese noch größer werden kann. Es steht also nicht das "aber" im Vordergrund, sondern vielmehr das "und" ebenso wie das "oder". Im Fokus steht somit das Ziel, eine Idee in die Realität umzusetzen. Ist dies geschafft, so folgt man der Devise "Throw it against the wall and see what sticks". Es wird also nur mit dem weitergearbeitet, was sprichwörtlich "kleben geblieben" ist. Im Hinblick auf die deutsche Unternehmermentalität, die so häufig durch einen Zukunftspessimismus geprägt ist, ist dies eine sehr erfrischende Perspektive. Ich bin mir sicher, dass das „Silicon Valley Mindset“ mir eine inspirative Stütze für die Zukunft sein wird." Seit 2018 vergibt der Wedeler Hochschulbund jährlich ein Stipendium in Höhe von 3.000 Euro. Das "Silicon Valley Stipendium" ist ein Zuschuss für einen Besuch der Gründerhochburg im Rahmen einer organisierten Reise. Für das Stipendium können Studierende vorgeschlagen werden, die sich in den letzten beiden Semestern in ihrer Abschlussarbeit mit einem Thema rund um das Gründen beschäftigt haben oder unmittelbar im Anschluss an ihr Studium gegründet haben. Aaron Tal hat bereits während seines Studiums Gründungserfahrung gesammelt und sein Vorhaben im Anschluss an sein Studium fortgesetzt. Weitere Stipendiatin war E-Commerce-Absolventin Kristina Engel, die gemeinsam mit FH-Absolvent Alexander Kirtzel das Unternehmen elbWalker gründete.

Planspiel im Bundesrat

Anfang November waren Studierende des Master-Studiengangs IT-Sicherheit auf einer spannenden Mission in Berlin. Sie waren eingeladen, im Rahmen einer internen Schulung des Bundesrats zu IT-Sicherheitsrisiken aufzuklären. In der Schulung mit rund 60 Teilnehmern sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesrats im Bereich der IT-Sicherheit sensibilisiert werden. Die Schulung basierte auf einem Planspiel von known_sense. In insgesamt sechs Stationen wurde darin spielerisch jeweils ein Aspekt der IT-Sicherheit untersucht. Fünf Studierende und Prof. Gerd Beuster, Leiter des Studiengangs IT-Sicherheit, betreuten jeweils eine Station. In einer Station sollten beispielsweise Phishing-Mails von legitimen Mails unterschieden werden. An einer anderen Station wurden die Schäden geschätzt, die durch IT-Sicherheitsvorfälle angefallen sind. An einer dritten Station sollten auf einem Wimmelbild typische IT-Sicherheitsprobleme auf Dienst- und Geschäftsreisen identifiziert werden. Zum Abschluss der Veranstaltung konnte die Delegation aus Wedel dann noch das Spionagemuseum in Berlin besuchen. Im Rahmen einer Führung durch den Bundesrat in Begleitung des IT-Sicherheitsbeauftragten des Bundesrates, Danijel Vollstädt, konnten die Wedeler Studierenden außerdem Interessantes über das Verfassungsorgan lernen. Vollstädt erklärte unter anderem die besonderen Herausforderungen der IT-Sicherheit dieser Institution, der es im Unterschied zu einer Firma nicht um den Schutz besonderer Firmengeheimnisse geht. Oberste Priorität habe vielmehr, dass die Abläufe im Bundesrat nicht gestört werden. Beuster zog zu der Exkursion nach Berlin eine durchweg positive Bilanz: "Für unsere Studierenden war das eine tolle Möglichkeit, die Praxis der IT-Sicherheit bei einem Bundesorgan kennenzulernen. In ihrem Berufsleben wird es eine ihrer Hauptaufgaben sein, als IT-Sicherheitsexperten Sensibilisierungstrainings durchzuführen. Die Schulung gab ihnen Gelegenheit, darin unter Expertenaufsicht erste Erfahrungen zu sammeln. Das ist bei beiden Seiten gut angekommen. Die Studierenden konnten praktische Erfahrungen bei der Wissensvermittlung sammeln, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesrats haben einiges über aktuelle Bedrohungen in der IT-Sicherheit gelernt."

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