Die FH Wedel verbindet seit ihrer Gründung die technologische Exzellenz mit dem Anspruch, Menschen nicht nur auszubilden, sondern zu befähigen — zur Übernahme von Verantwortung, zur Gestaltung von Wandel, zum Denken über das Naheliegende hinaus. Was sich verändert hat, ist die Welt, in der dieser Anspruch eingelöst werden muss. Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und globale Unsicherheit stellen Hochschulen vor Fragen, die keine Lehrpläne allein beantworten. Unsere Antwort darauf ist keine Reaktion — sie ist eine Entscheidung: Wir gestalten aktiv mit. Was das bedeutet, beschreiben unsere Vision, unsere Mission und unsere Strategie.
Als private Hochschule mit technologischem Kern und gewachsener Tradition setzen wir Maßstäbe in der Qualifizierung von Menschen. Wir motivieren und befähigen sie, mit exzellenter Kompetenz innovative Lösungen für eine lebenswerte und widerstandsfähige Zukunft zu schaffen.
Wir qualifizieren unsere Studierenden für zukünftige Anforderungen, maximieren ihr Leistungsvermögen und verhelfen ihnen zu den besten Karrierechancen. Sie bauen Fach- und Methodenkompetenz auf und entwickeln ihre Persönlichkeit weiter, so dass sie weit reichende Verantwortung übernehmen können.
Wir fördern eine zielgerichtete und inspirierende Lernkultur, die intrinsische Motivation und Eigenverantwortung stärkt. Dafür arbeiten wir in kollegialer Selbstorganisation mit dem Willen zur agilen Veränderung zusammen, setzen moderner Technologien ein und antizipieren zukünftige Kompetenzbedarfe.
Künstliche Intelligenz verändert Wissenschaft, Lehre, Arbeitswelt und Gesellschaft grundlegend. Als Hochschule verstehen wir diese Entwicklung als Gestaltungsauftrag. Richtig eingesetzt unterstützt KI das Lernen, Lehren und Forschen, ohne eigenständiges Denken, Verantwortung oder akademische Integrität zu ersetzen.
Unser Ziel: eine reflektierte und kompetenzorientierte Nutzung von KI über alle Studienphasen hinweg — als Werkzeug im Lernprozess, als Gegenstand der Lehre und als Thema wissenschaftlicher Auseinandersetzung. Unsere KI-Vision, -Mission und -Strategie beschreiben, wie wir diesen Anspruch in Forschung, Studium, Verwaltung und Transfer konkret einlösen.
Künstliche Intelligenz ist eine neue Dimension unseres Gestaltungsraums. Wir befähigen Menschen, KI-Systeme kritisch zu bewerten, wertschöpfend einzusetzen und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln – für Lösungen, die anpassbar und wirksam sind.
Im Bereich der Künstlichen Intelligenz schaffen wir eine der tiefsten akademischen Ausbildungen im deutschsprachigen Raum – von der mathematischen Grundlage bis zur angewandten Systementwicklung. Unsere Absolventinnen und Absolventen gestalten KI, statt sie zu konsumieren.
Künstliche Intelligenz ist kein Querschnittsthema, sondern ein Kompetenzanker: Wir integrieren KI-Methodik systematisch in Lehre, Forschung und Hochschulbetrieb – und entwickeln so das Profil einer Hochschule, die den Stand der Technik nicht abbildet, sondern mitprägt.
An der FH Wedel bilden wir nicht nur Anwender aus, sondern Souveräne der digitalen Transformation. In einer Welt, in der KI-Werkzeuge omnipräsent sind, definieren wir berufliche Handlungsfähigkeit durch die Beherrschung der Schnittstelle zwischen menschlicher Intelligenz und algorithmischer Leistung.
Unser Profil stützt sich auf drei Kernkompetenzen:
1. Sprachkompetenz — die neue Programmiersprache
Sprache ist das primäre Werkzeug zur Steuerung von KI-Systemen. Unsere Studierenden lernen, komplexe Probleme in präzise Anweisungen zu übersetzen — Prompt Engineering nicht als Technik, sondern als Denkfähigkeit.
2. Kritisches Denken — Bewerten statt blind vertrauen
KI liefert beeindruckende Ergebnisse — und macht dabei Fehler, die überzeugend klingen. Wir vermitteln die Fähigkeit, Ergebnisse fachlich zu prüfen, Bias zu erkennen und zu entscheiden, wann KI hilft und wann sie in die Irre führt.
3. Eigenverantwortung — der Mensch entscheidet
KI übernimmt Aufgaben, aber keine Verantwortung. Unsere Studierenden lernen, für KI-gestützte Ergebnisse und Entscheidungen einzustehen — rechtlich, moralisch und fachlich.
Wie wir ausgehend von unserem Leitbild die KI-Kompetenz strukturieren und vermitteln, haben wir in einem Rahmenmodell der KI-Lehre hinterlegt. Es beschreibt die Breite der KI-Kompetenz über die Fachbereiche Informatik, Technik und Wirtschaft und die KI-Expertise als Vertiefung in der Informatik. Getragen wird es von unserem Werterahmen.
Unser Ethikkommission begleitet Lehre und Forschung, stellt kritische Fragen und schafft Verbindlichkeit - natürlich auch beim Thema Künstliche Intelligenz. Forschungsprojekte mit KI-Bezug durchlaufen einen Ethik-Review. Themen wie algorithmische Fairness, Bias und die gesellschaftliche Wirkung von KI-Systemen sind in allen Fachbereichen präsent — nicht als Exkurs, sondern als fester Bestandteil.
Wir verlangen von unseren Studierenden, KI kritisch zu reflektieren — und tun das selbst. Wir entwickeln aktiv Lehrformate, die KI sinnvoll einsetzen, transparent kommunizieren und dabei die Eigenständigkeit des Lernens stärken statt ersetzen.
KI ist reguliert — und das zu Recht. Der EU AI Act, die DSGVO, Haftungsfragen bei automatisierten Entscheidungen: Das sind keine abstrakten Rechtstexte, sondern praktische Realitäten für alle, die KI-Systeme entwickeln oder einsetzen und daher Lehrinhalt.
Prof. Dr. Christian Bohn: ML, DL, genetische Algorithmen, Learning & Softcomputing
Anfragen senden Sie gerne an Prof. Dr. Annuth oder Prof. Dr. Hoffmann.