KI in der Lehre

Künstliche Intelligenz ist Teil moderner akademischer Praxis. Richtig eingesetzt unterstützt sie Lernen, Lehren und Forschen, ohne dabei eigenständiges Denken, Verantwortung oder akademische Integrität zu ersetzen. Ziel ist eine reflektierte und kompetenzorientierte Nutzung von KI über alle Studienphasen hinweg. KI dient dabei sowohl als unterstützendes Werkzeug im Lernprozess als auch als Gegenstand der Lehre und wissenschaftlichen Auseinandersetzung im Studium.

Lernende

KI ist ein Werkzeug, keine Abkürzung. Sie kann Lernen, Arbeiten und Forschen unterstützen, ersetzt jedoch weder Eigenleistung noch kritisches Denken oder Transparenz. Gute Lehre bleibt ein menschlicher Prozess, den KI ergänzen und verstärken kann. Entscheidend sind der reflektierte Umgang mit KI sowie das eigenständige Prüfen und Verstehen ihrer Ergebnisse.

Lehrende

KI eröffnet neue didaktische Möglichkeiten, insbesondere bei Feedback, Übung, Differenzierung und der Unterstützung großer Lerngruppen. Sie kann helfen, Lernprozesse individueller zu begleiten und Freiräume für vertiefende Interaktion zu schaffen. Die Rolle der Lehrenden entwickelt sich vom reinen Vermitteln hin zum Begleiten, Einordnen und gezielten Impulsgeben – unterstützt durch KI, aber weiterhin geprägt durch pädagogische Verantwortung und fachliche Expertise.

Rahmen für unsere KI-Lehre

Wie bildet eine Hochschule KI-Kompetenz aus — strukturiert, zukunftssicher und über alle Fachbereiche hinweg verbindlich? Unser Rahmenmodell gibt darauf eine Antwort. Es gliedert KI-Kompetenz in drei Ebenen: eine gemeinsame Grundkompetenz für alle Studierenden, fachspezifische Anwendung in Informatik, Technik und Wirtschaft — unseren drei Fachbereichen — sowie eine Vertiefungsebene für diejenigen, die KI-Systeme selbst entwickeln, erforschen und verantworten. 

 

Ergänzt wird dieses Ebenenmodell durch eine horizontale Dimension — Ethik, Recht, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Einbettung — die nicht einem Fachbereich gehört, sondern alle Ebenen durchzieht.

Das Modell ist kein Lehrplan, sondern ein Orientierungsrahmen: für Studierende, die verstehen wollen, was sie hier lernen; für Praxispartner, die wissen wollen, welche Kompetenz sie erwarten können; und für uns selbst als Maßstab, an dem wir unsere Lehrentwicklung messen.