"In Via zu studieren, ist ein ganz anderes Gefühl als an der FH Wedel."

Eckdaten

Name: Nahomie Wildt
Universität: VIA University College, Horsens, Dänemark
Zeitpunkt: WS 2019/2020
Dauer: 5 Monate

Wie ist die Entscheidung für diese Partneruniversität gefallen?

Ich war vor ein paar Jahren schon für eine längere Zeit im Ausland. Dieses Mal war mir wichtig, ein Land zu wählen, welches nah an meinem Zuhause ist. Außerdem mag ich das Land Dänemark sehr gerne und wollte die Möglichkeit nicht verpassen, für eine begrenzte Zeit dort zu leben. Die Partneruniversität fand ich aufgrund der Fächer, die ich wählen konnte, sehr interessant.

Vorbereitungen für ein Visum

Da Dänemark ein EU Land ist brauchte ich kein Visum.

Vorbereitungen für Flug und Unterkunft

Ich bin mit dem eigenen Auto nach Horsens gefahren. Die Fahrt dauert ungefähr drei Stunden. Es macht Sinn, ein Fahrrad mitzunehmen oder dort eins für die Dauer des Semesters zu mieten. Eine Unterkunft zu finden wurde einem ziemlich einfach gemacht. Wenn man die Bestätigung hat, dass man an der Via studieren kann, wird man an die Organisation Drosselbo verwiesen. Auf der Website gibt man an, wie lange der Aufenthalt sein soll und in welcher Unterkunft man eine Wohnung mieten will. Es gibt zwei Unterkünfte. Die eine ist gleich neben dem Campus, ein bisschen außerhalb der Stadt und die andere ist in der Stadt. Je nach Kapazität kann man zwischen einer Wohnung mit Einzelzimmer, Doppelzimmer oder mit drei Mitbewohnern wählen. Ich habe mich für die Unterkunft in der Stadt entschieden. Die Wohnung habe ich mit einem Mädchen aus Neuseeland geteilt. Die Kosten beliefen sich auf ca. 500 Euro pro Monat.

Bewerbung und ggfs. Erasmus+ Förderung

Das International Office hat sich um alle administrativen Aufgaben gekümmert. Das Erasmusfördergeld bekam ich Ende Oktober überwiesen.

Kurswahl und Klausuren

Ich belegte folgende Kurse :
•    Personal Selling and Sales Management: Verkaufsrollenspiel am Ende des Semesters
•    Market Communications : Zwei benotete Hausaufgaben während des Semesters, eine schriftliche Prüfung am PC
•    Doing Buisness in the US: Mündliche Prüfung
•    Projektmanagement: Projektarbeit in einer Gruppe, schriftliche Ausarbeitung, Präsentation und Fragerunde
•    Ecommerce: Mündliche Prüfung

Der Unterricht ist wie Schulunterricht in Deutschland. Man sitzt in einem Klassenraum und hört dem Professor zu. In Dänemark ist alles ein bisschen interaktiver. Das heißt, man macht mehr Übungen während des Unterrichts.
Manche Fächer waren interaktiv, wo man wöchentlich, oder ein paar Mal im Semester Hausaufgaben machen musste. Das Projekt war mit 10 ECTS am umfangreichsten und sollte daher nicht unterschätzt werden. Alle anderen Fächer waren nicht zu anspruchsvoll.

Campusleben und Sprache

Die Unterrichtssprache war Englisch. Auch spricht jeder in Dänemark Englisch, sodass ich keinerlei Probleme im Alltag hatte. Jeden Freitag gab es eine Party in der hauseigenen Studentenbar in der Unterkunft in der Stadt. Ab und an gab es einen Karaoke Abend in der Uni und der Studentenbar. Beer Pong Turniere finden auch hin und wieder statt. Wenn man sich gleich zu Beginn des Aufenthalts Bekanntschaften sucht, ist man nie allein. Es ist auch sehr zu empfehlen Aarhus, zweitgrößte Stadt in Dänemark, zu besuchen. Mit dem Zug dauert es ca. 30 - 40 Minuten.

Das Leben vor Ort und Tipps

Horsens ist sehr klein, es gibt also nicht viele Aktivitäten. Es ist eine gute Stadt, um mal abzuschalten. Es ist auch sehr zu empfehlen Aarhus, zweitgrößte Stadt in Dänemark, zu besuchen. Mit dem Zug dauert es ca. 30 - 40 Minuten. Wenn das Wetter gut ist, sollte man so oft wie möglich zum Wasser und "Strand" gehen. Kopenhagen ist weiter weg, aber solange man in Dänemark ist, ist es ein Muss die Stadt für mindestens ein Wochenende zu besuchen.

Fazit

Dänemark ist ein schönes und aufgeschlossenes Land. Ich habe mich sehr wohlgefühlt, auch weil ich keine Probleme mit der Sprache hatte. In Via zu studieren ist ein ganz anderes Gefühl als an der FH Wedel. Es ist sehr verschult, woran man sich erst gewöhnen muss. Es gibt auf der anderen Seite viel weniger Druck. Horsens war für mich persönlich viel zu klein, alle Geschäfte schließen leider relativ früh. Ich würde Horsens zum Studieren aber immer wieder wählen. Durch die geringe Entfernung hatte ich die Möglichkeit, immer Mal wieder nach Hause zu fahren.