Künstliche Intelligenz im Studium

Künstliche Intelligenz ist Teil moderner akademischer Praxis. Richtig eingesetzt unterstützt sie Lernen, Lehren und Forschen, ohne dabei eigenständiges Denken, Verantwortung oder akademische Integrität zu ersetzen. Ziel ist eine reflektierte und kompetenzorientierte Nutzung von KI über alle Studienphasen hinweg. KI dient dabei sowohl als unterstützendes Werkzeug im Lernprozess als auch als Gegenstand der Lehre und wissenschaftlichen Auseinandersetzung im Studium.

 

Generative KI-Systeme
Wenn von KI gesprochen wird, sind in erster Linie sogenannte generative KI-Systeme gemeint. Dazu zählen vor allem große Sprachmodelle (engl. Large Language Models, kurz LLMs), die Texte erzeugen, sowie multimodale Systeme, die zusätzlich Bilder, Audio oder Video verarbeiten und erzeugen können. Diese Systeme basieren auf statistischen Modellen, die aus großen Datenmengen Muster ableiten und darauf aufbauend neue Inhalte generieren.

Promps
Prompts — also Eingaben an ein KI-System — geben den Kontext und die Anweisungen vor, auf deren Grundlage KI-Systeme statistisch plausible Antworten erzeugen. 
Prompt-Engineering bezeichnet das gezielte Formulieren und Vorstrukturieren von Prompts für ein KI-System, um die Antwortqualität zu verbessern. Dazu gehört insbesondere, der KI bereits vor der eigentlichen Anfrage Kontext, Ziele, Rahmenbedingungen, Rollen oder gewünschte Ausgabeformate vorzugeben.

Einsatzbereiche im Studium

KI-Werkzeuge können in vielen Bereichen des Studiums hilfreich sein. Die folgende Übersicht zeigt typische Einsatzfelder mit kurzen Hinweisen zu Chancen und Fallstricken.

Leitfaden für den KI-Nutzung im Studium

Detailliertere Informationen für das Studium an der FH Wedel erhalten Sie in unserem Leitfaden. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen finden Sie in unseren FAQs


 

Wir nutzt man KI im Studienverlauf?

Grundstudium (Bachelor) – AI als Tutor
Unterstützt beim Verstehen, Üben und Strukturieren. AI erklärt und gibt Feedback, Lösungen entstehen eigenständig.

Hauptstudium (Bachelor) – AI als Co-Worker
Hilft bei Ideenfindung, Textüberarbeitung, Daten- und Codeanalyse. Nutzung ist erlaubt, reflektiert und transparent.

Vertiefungsstudium (Bachelor) – AI als Kollaborationspartner
Teil komplexer Projekte, Simulationen und Analysen. Ergebnisse werden kritisch geprüft, Entscheidungen selbst getroffen.

Spezialisierung (Master) – AI als Forschungs- & Innovationspartner
Werkzeug für automatisierte Analysen, Hypothesen, Simulationen und Publikationen. Forschung bleibt eigenständig, AI erweitert Möglichkeiten.


 

 

Wissenschaftliche Integrität, Kennzeichnung und Zitation

Wissenschaftliches Arbeiten setzt Transparenz darüber voraus, welcher Anteil einer eingereichten Leistung selbst erbracht wurde und welche Hilfsmittel verwendet wurden. Für KI gilt dies analog zur Nutzung anderer Hilfsmittel.

Grundprinzip. Wenn KI in einer Leistung eingesetzt wurde — und dies in der jeweiligen Veranstaltung erlaubt ist —, soll die Nutzung kenntlich gemacht werden. Die genaue Form der Kennzeichnung gibt die lehrende Person vor. Fehlt eine solche Vorgabe, empfiehlt sich eine Kennzeichnung im Methoden- oder Hilfsmittelteil der Arbeit.

Vorlage für eine Kennzeichnung (Beispiel):

Bei der Erstellung dieser Arbeit wurde [Name des Werkzeugs, Version, Stand] für folgende Zwecke eingesetzt: [z. B. Recherche von Einstiegsliteratur, sprachliche Überarbeitung einzelner Abschnitte, Strukturierung der Gliederung, Generierung von Codevorschlägen für die Funktion X]. Die Verantwortung für inhaltliche Korrektheit, Auswahl und Bewertung der Ergebnisse liegt vollständig bei der Verfasserin oder dem Verfasser.

Eine solche Erklärung kann je nach Art der Arbeit ausführlicher oder knapper ausfallen. Wichtig ist, dass nachvollziehbar wird, in welchen Phasen und für welche Aufgaben KI eingesetzt wurde.

Eigenverantwortung. Wer KI-Ausgaben in eine Arbeit übernimmt, übernimmt die volle Verantwortung für deren Korrektheit. Halluzinationen, falsche Zahlen, erfundene Zitate oder fehlerhafter Code gehen prüfungsrechtlich zu Lasten der einreichenden Person — nicht zu Lasten des verwendeten Werkzeugs.

Abgrenzung Täuschung und legitime Nutzung. Eine Täuschung liegt vor, wenn KI-Nutzung gegen die Regeln einer Veranstaltung erfolgt oder wenn KI-Nutzung verschwiegen wird, obwohl sie hätte gekennzeichnet werden müssen. Die Folgen können von der Nichtanerkennung der Leistung bis zu prüfungsrechtlichen Konsequenzen reichen. Im Zweifel ist Transparenz die sichere Wahl: Wer offen kennzeichnet, kann allenfalls die Leistung nicht anerkannt bekommen — wer verschweigt, riskiert deutlich mehr.

Wörtliche Übernahmen. Längere wörtliche Übernahmen aus KI-Ausgaben sind wie andere Zitate zu kennzeichnen. Konkrete Zitierregeln entwickeln sich derzeit fort; es empfiehlt sich, die Vorgaben des jeweiligen Fachbereichs oder der Lehrperson einzuholen.

Datenschutz und rechtliche Hinweise

Die Nutzung von KI-Werkzeugen wirft datenschutzrechtliche Fragen auf, die ernst genommen werden müssen. Die folgenden Regeln sollten unabhängig vom verwendeten Werkzeug beachtet werden.

Gute Lehre

Studiengangskonzept

Aufbau der Study Bootcamps

Das Bootcamp-Prinzip

Skills und Methoden