8. Finanzplanung

Die Finanzplanung ist ein zentraler Bestandteil jeder Existenzgründungsplanung. Eine grobe Liquiditätsplanung sollte bereits in frühen Projektphasen durchgeführt werden. Eine Abschätzung der Ein- und Auszahlungen, die aus einem Geschäftsmodell resultieren, ist auch im Rahmen von Grobkonzepten notwendig.

Bei der Finanzplanung empfiehlt es sich, folgende Arbeitsschritte zu beachten:

  • Cash-Flow Rechnung
  • Erfolgsrechung mit Erarbeitung von Planbilanzen für den Planungshorizont
  • Kennziffernanalyse
  • Finanzierungsplanung.

a. Cash-Flow Rechnung

Bei der Cash-Flow Rechnung werden Ein- und Auszahlungen gegenübergestellt. Bedeutsam für das Verständnis der Cash-Flow Rechnung ist der Unterschied zwischen Einnahmen und Aufwendungen einerseits und Ein- und Auszahlungen andererseits.

Einnahmen entstehen bereits im Zeitpunkt der Leistungserbringung, während Einzahlungen erst dann gegeben sind, wenn der Kunde tatsächlich bezahlt. Dies gilt ebenfalls für den umgekehrten Fall der Aufwendungen und Auszahlungen.

b. Erfolgsrechnung

Hauptunterschiede zwischen Cash-Flow Rechung und Erfolgsrechnung sind die am Anfang der Existenzgründung zu tätigenden Investitionen. Während bei der Cash-Flow Rechnung die hohen einmaligen Auszahlungen für die Anschaffung von Wirtschaftsgütern berücksichtigt werden, entstehen bei der Erfolgsrechnung kontinuierliche Kosten in Form von sogenannten Abschreibungen.

c. Kennziffern

Im Rahmen einer Finanzplanung werden gewöhnlich auch Kennziffern ermittelt, wie z.B. Eigen- und Gesamtkapitalrentabilität oder Ermittlung von Liquiditätsgraden. Welche Kennziffern ermittelt werden sollten, hängt von verschiedenen Faktoren wie z.B. Art und Umfang der Existenzgründung ab.

d. Finanzierungsplanung

Der durch die Cash-Flow Rechung und Erfolgsrechnung ermittelte Kapitalbedarf muss durch Eigen- und Fremdkapital gedeckt werden. Im Rahmen der Finanzierungsplanung müssen Sie entscheiden, welche Kapitalquellen bzw. Finanzierungsinstrumente Sie einsetzen wollen und können.