Forschungsgebiet Touristen-Informations-System

Fachlicher Hintergrund

Der Ursprung dieses Forschungsgebiets liegt in einem Projekt der Daimler-Forschung, in dem auch ein Patent entstanden ist.

Ein Touristen-Informations-System (im Folgenden TIS genannt) soll eine softwaretechnische Unterstützung für folgenden Anwendungsbedarf geben: Der Anwender, ein Tourist oder Handelsreisender, besucht eine Stadt und möchte dort verschiedene geschäftliche mit privaten Aktivitäten kombinieren. Er hat also feste Terminvorgaben an festen Orten sowie den Wunsch, noch andere typische Einrichtungen der Stadt, die seinem Interesse entsprechen, aufzusuchen.

Das TIS gibt dem Benutzer die Möglichkeit, die unverrückbaren Termine in ein Organisationssystem einzugeben und bietet ihm zur Teilnahme an weiteren Besichtigungspunkten bzw. Aktivitäten Vorschläge an, die sich der Benutzer über ein Auswahlsystem selbst zusammenstellen kann.

Der Benutzer kann konfigurieren, wie lange er sich mit einer Aktivität beschäftigen möchte. Anderenfalls wird das aktivitätsspezifisch festgelegt. Das TIS macht dann Vorschläge für eine zeitliche Reihenfolge der Aktivitäten, wobei die Fahrten zwischen verschiedenen Aktivitätsorten mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. Individualverkehr (je nach Präferenz) automatisch berechnet werden.

Der Benutzer besorgt sich typischerweise einen ersten Tourenvorschlag über eine Internetseite. Hierfür gibt es bereits Ansätze in verschiedenen Internetportalen.

In einer Ausbaustufe soll das TIS auch auf einem mobilen Gerät Unterstützung liefern, das der Benutzer bei sich führt und das den gegenwärtigen Aufenthaltsort des Benutzers berücksichtigt. Hierfür gibt es Ansätze lediglich für spezielle Aufenthaltsorte, nicht aber für die Besichtigung einer ganzen Stadt.

Ein wichtiges Problem bei Touristeninformationssystemen besteht in der Bereitstellung individueller und aktueller Informationen.

 

Genereller Untersuchungsgegenstand

An der FH Wedel sind interne Prototypen im Aufbau, an denen die Funktionalität demonstriert werden kann. Der Anwendungsfokus ist die Stadt Hamburg. In der ersten Ausbaustufe besteht der Fokus in der softwaretechnischen Realisierung.

Das an der FH Wedel verfolgte Konzept besteht in einem verteilten Informationssystem. Es ist ein Anwendungsprüfstein für eine serviceorientierte Softwarearchitektur (SOA) mit dezentraler autonomer Informationsbereitstellung. Auf diese Weise soll die individuelle und aktuelle Informationsbereitstellung gewährleistet werden.

Ein weiterer Aspekt, der an der FH Wedel verfolgt wird, ist die automatische Bedeutungserkennung von Begriffen im Sinne semantischer Netze als Teilgebiet der KI.

 

Ansprechpartner

Prof. Dr. Sebastian Iwanowski
<Kürzel>@fh-wedel.de
<Kürzel> = iw
Tel.: +49 4103 80 48 63

Hier geht es zu seiner eigenen Forschungsgebietsseite mit weiteren Details.

Beauftragter für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer

Prof. Dr. Dennis Säring
Ombudsmann

Tel.: +49 4103 8048-43
E-Mail: dsg@fh-wedel.de

Informationen:

Ordnung "Gute wissenschaftliche Praxis"